Wie sicher sind die Gebäude in der Budapester Innenstadt? Schweres Stück Geländer fiel vom Balkon – Foto

Ein mehrere Dutzend Kilogramm schweres Stück eines Steingeländers ist von der Fassade eines Wohnhauses in der Dohány Straße 16-18 gefallen und hat nur knapp einen tödlichen Unfall mit einem Passanten verhindert. Stattdessen durchschlug er das Dach und die Heckscheibe eines darunter geparkten Volkswagen Passat. Es überrascht nicht, dass das Fahrzeug nach dem Vorfall zu einem Totalschaden erklärt wurde.

Ein Balkonfragment fiel herab – ein Wunder, dass keine Tragödie geschah

Ein Telex-Leser meldete, dass von der Fassade eines Wohnblocks im Budapester Jüdischen Viertel (auch bekannt als Partyviertel) in der Dohány-Straße ein erhebliches Stück eines Steingeländers herabgestürzt war. Durch reines Glück wurden keine Fußgänger getroffen. Das schwere Bruchstück landete auf einem am Straßenrand geparkten Auto und zerdrückte dessen Dach und Heckscheibe. Glücklicherweise befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand in dem Fahrzeug.

Nach Angaben der Budapester Polizeidirektion ereignete sich der Unfall, als sich ein Mann gegen die Steinbrüstung lehnte, wodurch ein Teil davon abbrach und herunterfiel. Die Polizei hat eine strafrechtliche Untersuchung wegen des Verdachts auf fahrlässige Gefährdung im Dienst gegen einen unbekannten Verursacher eingeleitet. Die Rettungskräfte demontierten rasch den beschädigten Teil des Balkongeländers und entfernten den Ausstiegsgriff, um zu verhindern, dass die Bewohner auf den betroffenen Balkon hinausgehen.

Google Street View-Bilder vom Mai 2009 zeigen, dass die gesamte Fassade zwischen 2014 und 2018 einer umfassenden Renovierung unterzogen wurde, die das Erscheinungsbild des Gebäudes völlig verändert hat. Es wird vermutet, dass die große zentrale Terrasse, die ebenfalls in dieser Zeit renoviert wurde, die wahrscheinliche Quelle der heruntergefallenen Fragmente ist. Die Lage der Terrasse könnte erklären, warum die Trümmer nicht auf dem Bürgersteig, sondern auf den darunter geparkten Autos gelandet sind.

Heavy chunk fell from Budapest downtown balcony
Der Balkon im Jahr 2009. Quelle: Google Stree View
Heavy chunk fell from Budapest downtown balcony
Der Balkon wurde zwischen 2013 und 2018 restauriert. Quelle: Google Stree View

Wie gefährlich sind Wohngebäude in der Innenstadt?

Solche Vorfälle sind zum Glück selten, wenn auch nicht ohne Präzedenzfall. Nach Angaben der HVG gab im Januar 2022 das Betongeländer eines Balkons in der Váci Road nach, wodurch eine Frau, die sich dagegen lehnte, in den Tod stürzte. Im Jahr 2005 ereignete sich ein ähnlicher Unfall in der Frankel Leó Straße, bei dem eine 73-jährige Frau mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurde. Ein weiterer schwerer Vorfall ereignete sich 2018 in der Nagyfuvaros Straße in Józsefváros, als eine Treppe unter einem Bewohner zusammenbrach und schwere Verletzungen verursachte.

Die Verhinderung lebensbedrohlicher Gefahren in Wohngebäuden obliegt letztlich der Gemeinschaft der Bewohner und nicht der lokalen Regierung oder dem Staat. Nach dem Regimewechsel in Ungarn in den Jahren 1989-90 gingen viele ehemals staatliche Wohnungen im Stadtzentrum in Privatbesitz über. Mit dem Eigentum geht die gesetzliche Verantwortung für die Instandhaltung und den Unterhalt einher, eine Pflicht, die klar im Gesetz festgelegt ist.

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