Zentralbankchef zum Szenario für die Einführung des ungarischen Euro

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Der Gouverneur der ungarischen Zentralbank hat über die Fallstricke der Euro-Einführung gesprochen: So, so sagt er, könne der ungarische Euro zum Erfolg geführt werden.

Nur ein Kriterium wurde erfüllt

Der Präsident der Magyar Nemzeti Bank betonte, dass das Ziel nicht eine rasche, sondern eine erfolgreiche Euro-Einführung sei. Seiner Ansicht nach sind dafür drei Dinge erforderlich: gesellschaftliche Unterstützung, eine koordinierte Strategie und eine gut vorbereitete Realwirtschaft, wie index.hu berichtet.

Die öffentliche Zustimmung ist bereits gegeben: Unter den Ländern, die kurz vor der Einführung des Euro stehen, weist Ungarn den höchsten Anteil an Befürwortern auf; rund vier von fünf Ungarn befürworten die Einheitswährung. Gleichzeitig ist ein ebenso großer Anteil der Meinung, dass das Land wirtschaftlich noch nicht dafür bereit ist.

National Bank governor Mihály Varga about the introduction of the Hungarian euro
Foto: Facebook/Varga Mihály

Die bisherigen Zahlen bestätigen diese Zurückhaltung. Laut Mihály Varga erfüllt Ungarn derzeit nur ein Beitrittskriterium – den Inflationsreferenzwert. Dies hat jedoch bereits das Ansehen des Landes auf den Finanzmärkten verbessert, während sich der Forint in den letzten anderthalb Jahren zu einer der weltweit leistungsstärksten Währungen der Schwellenländer entwickelt hat.

Risiken durch Energieabhängigkeit und schleppendes Wachstum

Die ungarischen Konjunkturzyklen verlaufen weitgehend im Gleichschritt mit denen der Eurozone, was ein positives Zeichen ist. Ein ernsthafteres Risiko stellt jedoch die Inflation dar: Aufgrund der größeren Energieabhängigkeit der mittel- und osteuropäischen Länder können die Preise leichter von den in der Eurozone zu beobachtenden Trends abweichen.

Zudem besteht noch Aufholbedarf. Zwischen 2020 und 2025 wuchs Ungarn um durchschnittlich 1,2 Prozent pro Jahr, während mehrere Nachbarländer ein schnelleres Wachstum verzeichneten.

Auf der Grundlage der Äußerungen von Herrn Varga ist die Einführung des Euro somit wieder zu einem realistischeren politischen Ziel geworden, doch der tatsächliche Beitritt ist noch nicht in greifbarer Nähe. Die gesellschaftliche Unterstützung ist groß, bestimmte Wirtschaftsindikatoren verbessern sich, doch es sind noch erhebliche wirtschaftspolitische Anstrengungen erforderlich, um die notwendigen Konvergenzkriterien zu erfüllen.

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So sieht der „ungarische Euro“ aus

Wie wir bereits im vergangenen Jahr berichteten, ist die erste ungarische Euro-Münze auf Vatera erhältlich, und ihr Preis war damals nicht übermäßig hoch. Auf der Vorderseite sind König Matthias und Königin Beatrix abgebildet, während auf der Rückseite der „Phoenix“ zu sehen ist, eines der größten Segelschiffe auf dem Plattensee, das im Besitz der Familie Festetics – den Gründern des Georgikon in Keszthely – auf dem „ungarischen Meer“ segelte. Warum gerade diese Motive auf der Vorder- und Rückseite zu sehen sind und warum diese Münze überhaupt geprägt wurde, erfahren Sie in unserem Artikel.

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