Zwei Männer erfrieren in Budapest, während ein dritter davon wusste und sich weigerte zu helfen

Zwei Männer mittleren Alters sind in Budapest an Unterkühlung gestorben, nachdem ihre Leichen in der Nähe der Gubacsi-Brücke im Stadtteil Csepel entdeckt wurden, wie die Polizei bestätigte. Die Opfer im Alter von 51 und 55 Jahren wurden auf der Parti sétány, in der Nähe der Donau, während der jüngsten Periode eisiger Wintertemperaturen gefunden.
Zwei Männer sind in Budapest an Unterkühlung gestorben, ein dritter hat keine Hilfe geleistet
Nach Angaben des Budapester Polizeipräsidiums (Budapesti Rendőr-főkapitányság, BRFK) gibt es keine Hinweise auf ein falsches Spiel bei den Todesfällen. Allerdings wurde ein dritter Mann in Gewahrsam genommen und wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung verhört. Der Verdächtige gehörte zu derselben Gruppe und soll gewusst haben, dass die beiden ernsthaft vom Erfrieren bedroht waren, hat aber keine Hilfe geholt.
Die Behörden betonten, dass zwar kein Verdacht auf kriminelle Gewalt besteht, dass aber nach ungarischem Recht jeder Einzelne verpflichtet ist, Hilfe zu leisten oder die Rettungsdienste zu alarmieren, wenn das Leben einer Person in Gefahr ist. Eine Unterlassung kann ernsthafte rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Der Fall lenkt die Aufmerksamkeit auf die Gefahren, denen Obdachlose im Winter ausgesetzt sind, sowie auf die allgemeinere Gefahr der Unterkühlung, die nicht auf Menschen beschränkt ist, die auf der Straße leben. Experten betonen, dass viele Todesfälle durch Unterkühlung in Ungarn tatsächlich in Innenräumen auftreten, oft in schlecht oder gar nicht beheizten Wohnungen.
Zögern Sie nicht, wenn Sie jemanden sehen, der Hilfe braucht!
Mediziner warnen, dass längere Kälteeinwirkung, auch ohne extreme Wetterbedingungen, tödlich sein kann. Ein Abfall der Körpertemperatur um nur ein oder zwei Grad Celsius kann zu unkontrollierbarem Zittern, erhöhtem Blutdruck und schneller Atmung führen.
Hält die Belastung an, beginnt die Fähigkeit des Körpers, die Temperatur zu regulieren, zu versagen, was zu Schläfrigkeit, Verwirrung, Blutdruckabfall und Herzrhythmusstörungen führt. Wenn die Körpertemperatur auf etwa 27-28°C sinkt, kann der Kreislauf vollständig zusammenbrechen, was zum Tod führt.
Kinder, ältere Menschen und Menschen mit chronischen Krankheiten sind besonders gefährdet, aber auch jeder, der sich längere Zeit in der Kälte aufhält, kann gefährdet sein.
Behörden und soziale Organisationen rufen die Öffentlichkeit dazu auf, wachsam zu bleiben. Wenn jemand anscheinend sofortige medizinische Hilfe benötigt – sei es aufgrund von Unterkühlung, Verletzungen, starken Schmerzen oder Bewusstlosigkeit – sollten Sie sofort den Notdienst unter der Nummer 112 anrufen, unabhängig vom Aufenthaltsstatus der Person.
Die Behörden ermutigen die Menschen auch, nach Nachbarn, Bekannten oder gefährdeten Personen Ausschau zu halten, die möglicherweise in unzureichend beheizten Wohnungen leben, und betonen, dass rechtzeitiges Eingreifen Leben retten kann.
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