Der Finanzrat genehmigt den Haushalt 2015, fordert jedoch größere Reserven

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Budapest (MTI) – Der ungarische Finanzrat gab am Montag bekannt, dass er den Entwurf der Regierung für den Haushaltsentwurf 2015 genehmigt habe, fügte jedoch hinzu, dass größere Reserven erforderlich seien, um das Defizitziel von 2,4 Prozent des BIP sicher zu erreichen.

Der Rat erklärte, dass die geplante Senkung der wechselkursbereinigten Staatsschuldenquote auf 75,4 Prozent des BIP Ende 2015 von erwarteten 76,3 Prozent Ende dieses Jahres auch dann erreicht werden könne, wenn das BIP etwas weniger wachsen werde und das Defizit etwas höher ausfallen werde als im Entwurf prognostiziert.

Der Rat forderte die Regierung auf, Risiken zu quantifizieren und neu zu bewerten, ob die Haushaltsreserven, insbesondere die geplanten 40 Milliarden Forint im Länderschutzfonds, ausreichen, um diese Risiken zu bewältigen.

Die Annahme eines BIP-Wachstums von 2,5 Prozent für 2015 kann nach Ansicht des Rates unter günstigen Bedingungen erfüllt werden, doch die Russland-Ukraine-Krise und die Verlangsamung der Weltwirtschaft bergen Abwärtsrisiken. Der Rat nannte auch den prognostizierten Zufluss von EU-Mitteln für 2007-2014 sowie das angestrebte große Wachstum verbrauchsbezogener Steuereinnahmen als Wachstumsrisiken.

Aus der Stellungnahme des Rates ging hervor, dass der Haushaltsentwurf Ausgabenkürzungen enthält Der Rat stellte jedoch fest, dass er einige der geplanten Ausgabenkürzungen mangels Einzelheiten zu den Maßnahmen, auf die sich solche Ausgabenkürzungen stützen werden, nicht bewerten konnteSie stellten fest, dass das Ziel für die Ausgaben im Zusammenhang mit der öffentlichen Bildung auf der Grundlage der bisher ergriffenen Maßnahmen niedrig war.

Auf der Einnahmenseite sah der Rat das größte Einnahmenrisiko bei den Verbrauchssteuern, wo der Entwurf die überschüssigen Mehrwertsteuereinnahmen aus der Aufhellung der Wirtschaft überschätzt. Abwärtsrisiken für die Inflation könnten auch einige Arten von Haushaltseinnahmen verringern, dies könnte jedoch durch einen höheren Konsum ausgeglichen werden.

Der Rat empfahl der Regierung, ein bis 2022 laufendes Halbzeitprogramm zur schrittweisen Reduzierung der Staatsverschuldung im Einklang mit den neuen EU-Kriterien auszuarbeiten.

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