Hungarian activist Richárd among detainees after Israel intercepts Global Sumud flotilla near Crete – VIDEO

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Ein ungarischer Staatsbürger, Walter Richard, gehörte zu den Aktivisten, die festgenommen wurden, nachdem israelische Seestreitkräfte die humanitäre Flottille Global Sumud (Szumud) im Mittelmeer abgefangen hatten, so die Organisatoren und mehrere internationale Berichte. Die Schiffe wurden in internationalen Gewässern in der Nähe der griechischen Insel Kreta, weit weg von Gaza, während einer nächtlichen Operation gestoppt, die scharfe Kritik von den Organisatoren der Flottille und Besorgnis bei den Vereinten Nationen hervorgerufen hat.
Richard war im Rahmen einer Kampagne unterwegs, die von den Organisatoren als humanitäre Mission bezeichnet wird, die darauf abzielt, den Gazastreifen mit Hilfsgütern zu versorgen und Israels lang andauernde Seeblockade zu durchbrechen. Aktivisten sagten, die Kommunikation sei gestört und der Kontakt zu mindestens einigen Booten sei nach dem Abfangen verloren gegangen.
Was auf See geschah
Nach Angaben von Reuters war die Flottille am 12. April von Barcelona aus gestartet und wurde in internationalen Gewässern vor Griechenland abgefangen. Von den Organisatoren veröffentlichte Aufnahmen zeigten, wie israelische Soldaten die Schiffe enterten und die Menschen an Bord festhielten.
Das israelische Außenministerium erklärte, die Seestreitkräfte hätten mehr als 20 Boote abgefangen und beschlagnahmt und etwa 175 Aktivisten festgenommen, während die Organisatoren der Flottille die Aktion als “Piraterie” und Verletzung des Völkerrechts bezeichneten.
Unabhängig davon zitierte Anadolu einen Vertreter des Organisationskomitees, der behauptete, mehr als 180 Aktivisten seien festgenommen und in den Hafen von Aschdod in Israel gebracht worden, und beschuldigte die israelischen Streitkräfte, die Kommunikation zu stören und die Schiffe lahmzulegen.
Da es unterschiedliche Angaben über die genaue Anzahl der Schiffe und der Festgenommenen gibt und die Behauptungen über die Anwendung von Gewalt und die Beschädigung von Schiffen umstritten sind, bleibt der genaue Ablauf der Ereignisse nach den öffentlich verfügbaren Informationen unklar.
Besorgnis der UN und konkurrierende Rechtsansprüche
Laut Anadolu bezeichneten die Vereinten Nationen (UN) das Abfangen der Flottille durch Israel als “äußerst besorgniserregend” und forderten alle Parteien auf, sich an das Völkerrecht zu halten und mehr humanitäre Hilfe zuzulassen.
Israel hat das Abfangen als rechtmäßige Durchsetzung einer Seeblockade verteidigt, während die Organisatoren der Flottille argumentieren, der Stopp habe in internationalen Gewässern stattgefunden und verletze die Freiheit der Schifffahrt.
Wer ist Richárd Walter?
Nach Angaben von Blikk ist Richárd Walter ein ungarischer Aktivist, der an der Global Sumud Initiative teilnimmt. Nach Angaben der Organisatoren wollte er mit seiner Teilnahme die Lieferung von humanitärer Hilfe nach Gaza unterstützen und auf die humanitäre Lage dort aufmerksam machen.
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Reaktion aus Budapest
Organisatoren in Ungarn teilten mit, dass in Budapest vor dem Außen- und Handelsministerium ein Protest stattfand, bei dem die ungarische Regierung aufgefordert wurde, mit den israelischen Behörden Kontakt aufzunehmen und sich um Richards Freilassung zu bemühen. Sie sagten, dass weitere Aktionen folgen könnten, wenn er nicht freigelassen wird.
Nach Angaben seiner Familie und seiner Unterstützer organisieren sie heute Abend einen weiteren Protest für Richárd.
Hintergrund: Warum Flottillen politisch heikel sind
Israel hält seit 2007 eine Blockade des Gazastreifens aufrecht, die angeblich verhindern soll, dass Waffen zur Hamas gelangen. Hilfsorganisationen und Kritiker argumentieren jedoch, dass die Blockade zu schwerem humanitären Leid in der Enklave beigetragen hat.
Versuche von Aktivistengruppen, den Gazastreifen auf dem Seeweg zu erreichen, haben wiederholt Konfrontationen mit den israelischen Streitkräften ausgelöst. Die Global Sumud Mission wird von den Organisatoren als eine der größten Bemühungen dieser Art bezeichnet, was die Anzahl der teilnehmenden Schiffe und der vertretenen Länder angeht.
Was Sie als nächstes sehen sollten
Zu den wichtigsten unmittelbaren Fragen gehören:
- ob den Inhaftierten (einschließlich Walter Richard) sofortiger konsularischer Zugang und Rechtsbeistand gewährt wird
- ob Israel mit der Abschiebung oder Strafverfolgung fortfährt
- ob das ungarische Außenministerium eine offizielle Erklärung abgibt oder diplomatische Schritte bestätigt
- ob die UN und die europäischen Regierungen nach dem Abfangen weitere Maßnahmen ergreifen
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