Wirtschaftsminister ordnet Ausgabenstopp an

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Budapest, 17. Juli (MTI) (MTI) 110 Milliarden Forint werden für Staatsausgaben eingefroren, um das diesjährige Defizitziel von 2,9 Prozent des BIP zu gewährleisten, sagte der Wirtschaftsminister heute vor einem Fachforum in Budapest.

Auf einer Konferenz der Ungarischen Wirtschaftsvereinigung und des Finanzrats sagte der Minister, dass sich das Einfrieren auf die Staatsausgaben auswirken würde, ohne Familien und Unternehmen zu treffen.

Varga sagte, die Maßnahmen seien notwendig, da bestimmte “positive” Wirtschaftstrends wie die niedrige Inflation negative Auswirkungen auf den Zentralhaushalt hätten, da sie die Verbrauchsteuer- und Mehrwertsteuereinnahmen beeinträchtigt hätten.

Darüber hinaus ohrfeige die Europäische Union Ungarn mit Strafmaßnahmen, die sich auf die Finanzierung bestimmter Projekte auswirken, sagte er.

Von dem vollen Betrag werden 39,5 Milliarden Forint an Ministeriumsausgaben eingefroren, teilte das Ministerium für Volkswirtschaft in einer an MTI gesendeten Erklärung mit.

Die Rücklagen zur Deckung außerordentlicher staatlicher Maßnahmen würden erheblich gekürzt und das Einfrieren werde sich auch erheblich auf die Ausgaben im Investitionsfonds sowie auf separate staatliche Mittel und Ausgaben im Zusammenhang mit der Vermögensverwaltung auswirken, sagte das Ministerium.

Der Leiter des Finanzrats teilte dem Forum mit, dass das diesjährige Defizitziel von 2,9 Prozent des BIP, berechnet mit der EU-Methodik, erreicht werden könne, basierend auf der wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Halbjahr 2014 und wenn die geplanten Einnahmen und Ausgaben zusammenfallen.

Aufgrund der günstigen wirtschaftlichen Entwicklung und der Stabilisierung des Steuersystems des Landes seien auf der Einnahmenseite keine größeren Risiken zu erkennen, sagte Arpad Kovacs vor Ort.

Auf der Ausgabenseite hätten sich die positiven Auswirkungen früherer staatlicher Strukturmaßnahmen wie im Rentensystem und auf die Drogenausgaben bereits in den Zahlen gezeigt, sagte erAber es müsse eine feste Kontrolle über die Ausgaben aufrechterhalten werden, um das Defizitziel zu erreichen, nämlich, dass Ausgabensteigerungen die Reserven nicht überschreiten dürften.

Foto: MTI – Szilard Koszticsak

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