Auffällige Veränderung in der Sichtweise der Expats auf Ungarn in den letzten drei Jahren

Die Organisation InterNations erstellt seit Jahren Rankings, in denen sie untersucht, wie Expats, die in verschiedenen Ländern leben, ihre gewählte – oder manchmal auch erzwungene – Heimat bewerten. Gemäß ihrer detaillierten Methodik berücksichtigen sie dabei eine Vielzahl von Faktoren. Damals, im Jahr 2022, lag Ungarn im Mittelfeld der Liste, aber jetzt sind wir fast in die untersten zehn Länder abgerutscht.
Gründliche Analyse
Zu Beginn eines jeden Jahres führt InterNations Online-Umfragen durch, um zu ermitteln, wie im Ausland lebende Menschen ihre Wahlheimat bewerten. Die Befragten reichen von ins Ausland entsandten Arbeitnehmern bis hin zu abenteuerlustigen Menschen, die freiwillig umziehen. Zwar erhebt InterNations nicht den Anspruch, dass seine Umfrage streng repräsentativ ist, aber der Trend für Ungarn ist in den letzten Jahren eindeutig rückläufig.
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Die Methodik der Studie berücksichtigt viele Aspekte – von Arbeitsmöglichkeiten im Ausland bis hin zu persönlichen Finanzen und Freizeitaktivitäten. Um in die Liste aufgenommen zu werden, muss ein Land mindestens 50 ausgefüllte Fragebögen vorweisen, obwohl die meisten mehr als 75 Antworten erhalten. Im Jahr 2024 haben 53 Länder diese Schwelle erreicht (was an sich schon ein Zeichen für das internationale Interesse ist). Größere Länder wie Deutschland oder die Vereinigten Arabischen Emirate haben sogar noch mehr Antworten erhalten – 1.150 bzw. 680 im letzten Jahr.

Ungarn rutscht in der Rangliste ab: Expats sind weniger angetan
An der Spitze der Liste 2024 stehen Länder wie Panama, Mexiko und Indonesien, aber auch Spanien und Kolumbien schneiden gut ab. Überraschenderweise befinden sich auf den hinteren Plätzen Länder wie das Vereinigte Königreich, Italien, Malta und sogar Finnland, das normalerweise ähnliche Ranglisten anführt. Der allerletzte Platz geht an Kuwait, das als schwierigster Ort zum Leben als Expatriate gilt.
Ungarn verpasste die letzten zehn Plätze nur knapp und landete dieses Jahr auf Platz 43. Dies liegt unter anderem daran, dass nur Budapest über ein U-Bahn-System verfügt, die regionalen Gebiete sich noch in der Entwicklung befinden und die Mietpreise nach wie vor relativ hoch sind. Laut Worldwide Schooling haben die Autoren des Berichts auch festgestellt, dass staatliche Maßnahmen wie Steuererhöhungen auf Zigaretten, Alkohol und ungesunde Lebensmittel, die die Lebenserwartung erhöhen sollen, Auswirkungen auf die Einwohner haben.
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Ungarns Rangliste ist beträchtlich abgerutscht – von Platz 25 im Jahr 2022 auf Platz 34 vor zwei Jahren und dann weiter auf Platz 43 im Jahr 2024.
InterNations unterhält auch Gemeinschaften von Expats in jedem Land, einschließlich Ungarn, wo regelmäßig Veranstaltungen organisiert werden; die jüngste stand unter dem Motto Halloween.
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