Ungarns neueste Kriminalitätskarte: Die gefährlichsten Städte und die sichersten Bezirke

Wenn es um die Kriminalität in Ungarn geht, fällt das Rampenlicht selten dorthin, wo man es erwarten würde. Entgegen der landläufigen Meinung ist Budapest nicht die Kriminalitätshauptstadt des Landes. Nach den neuesten Daten von police.hu aus dem Jahr 2025 hat das Komitat Heves alle anderen überholt und verzeichnet die höchste Zahl von Straftaten pro 100.000 Einwohner.

Komitat Heves: Ungarns neuer Hotspot der Kriminalität

Laut dem jüngsten Bericht von Pénzcentrum wurden in Heves im Jahr 2025 durchschnittlich 5-6 Straftaten pro Tag verübt, was insgesamt 1.945 Straftaten pro 100.000 Einwohner bedeutet. Dicht dahinter liegen Nógrád (1.937) und Budapest (1.925), und Jász-Nagykun-Szolnok liegt mit 1.879 nicht weit zurück. Die meisten Vorfälle in Heves betrafen Eigentumsdelikte (674 Fälle), gefolgt von Straftaten im öffentlichen Raum (256 Fälle).

Die fünf am stärksten “infizierten” Komitate im Jahr 2025:

  1. Heves – 1.945
  2. Nógrád – 1.937
  3. Budapest – 1,925
  4. Csongrád – 1,919
  5. Jász-Nagykun-Szolnok – 1,879

Die sichersten Komitate Ungarns

Einige Komitate blieben relativ friedlich. Hajdú-Bihar hatte mit 944 pro 100.000 Einwohner die niedrigste Kriminalitätsrate, gefolgt von Zala (948) und Békés (984). In diesen Gebieten ist die Arbeitsbelastung der Polizei etwa halb so hoch wie in Heves oder Nógrád. Die ruhigsten Bezirke für 2025, basierend auf der Gesamtzahl der Straftaten, sind:

  • Hajdú-Bihar – 944
  • Zala – 948
  • Békés – 984
  • Komárom-Esztergom – 1.011
  • Fejér – 1,029
CCTV footage Budapest murder case attack
Foto: depositphotos.com

Ein genauerer Blick auf Kriminalität und Gewalt im öffentlichen Raum

Straftaten im öffentlichen Raum sind nach wie vor am höchsten in Budapest (873 pro 100.000), gefolgt von Nógrád (577) und Heves (564). Gewaltverbrechen gegen Einzelpersonen erreichten ihren Höhepunkt in Nógrád (301), Szabolcs-Szatmár (281) und Tolna (267), während in Budapest 222 solcher Fälle registriert wurden.

Auch bei der Eigentumskriminalität gibt es bemerkenswerte Trends: Jász-Nagykun-Szolnok führt bei den Diebstählen (505 pro 100.000), Heves (426) und Nógrád (316) liegen nicht weit dahinter. Die Raubüberfallraten bleiben landesweit relativ niedrig: Heves verzeichnet 25 Fälle pro 100.000 Einwohner, Zala nur 3.

Vandalismus und öffentliche Unruhen waren in Budapest (153) und Vas (152) am häufigsten, während Komárom-Esztergom (31) und Győr-Moson-Sopron (58) zu den ruhigsten Orten gehörten.

Daten auf Bezirksebene: Die gefährlichsten und am wenigsten gefährlichen Gebiete

Bei näherer Betrachtung sind die gefährlichsten Bezirke pro 100.000 Einwohner folgende:

  • Jászapáti (Jász-Nagykun-Szolnok) – 3.100
  • Bátonyterenye (Nógrád) – 2.992
  • Kiskunhegyes (Bács-Kiskun) – 2.609
  • Ózd (Borsod-Abaúj-Zemplén) – 2.608
  • Nyírbátor (Szabolcs-Szatmár-Bereg) – 2,776

Die sichersten Stadtteile sind Mórahalom (502), Gyomaendrőd (574), Nyíradony (673) und Őriszentpéter in der Őrség (678).

Interessanterweise verzeichnete Zirc in Veszprém die meisten Gewaltdelikte gegen Personen (650), während der Bezirk Gyöngyös bei Diebstählen (257) und Sárospatak bei Vandalismus (103) führend war.

Was uns die Zahlen sagen

Insgesamt bestätigt das Jahr 2025 ein klares Muster:

  • Die Kriminalität in den ländlichen Gebieten Ungarns nimmt zu, hauptsächlich aufgrund von Eigentumsdelikten.
  • Die Gewaltkriminalität bleibt relativ stabil.
  • Einige Komitate, wie Heves, Nógrád und Jász-Nagykun-Szolnok, sind nach wie vor Hotspots.
  • Andere, darunter Hajdú-Bihar, Zala, Békés und Komárom-Esztergom, weisen konstant niedrige Kriminalitätsraten auf.
  • Wirtschaftliche und soziale Faktoren spielen bei den regionalen Unterschieden in der Kriminalität eine wichtige Rolle.

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