Könnte der Krieg im Iran die ungarische Wizz Air hinwegfegen? Die Aktien könnten abstürzen, ein brutaler Einbruch ist zu erwarten

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Laut Telex ist die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air der größte Verlierer unter den europäischen Fluggesellschaften, nachdem die Vereinigten Staaten am Samstag gemeinsam mit Israel einen Schlag gegen den Iran geführt haben.
Trumps mutmaßliches Ziel im Iran
Dieser jüngste Krieg, der von Präsident Trump angezettelt wurde – der zugegeben hat, dass er mindestens drei oder vier Wochen dauern wird – kommt inmitten der Behauptung des US-Führers, das iranische Regime wolle verhandeln. Die Iraner sind jedoch anderer Meinung: Sie bereiten sich wütend auf die Wahl eines neuen Obersten Führers vor, nachdem sie gestern den Tod von Ali Khamenei bestätigt haben, und drohen gleichzeitig damit, die Straße von Hormuz vollständig abzuriegeln. Ein solcher Schritt würde die globale Ölindustrie – und, so ist zu vermuten, auch die Weltwirtschaft – auf lange Sicht lahmlegen.

Trumps Angriffsbefehl, der eine Krise ähnlich der Covid-Pandemie ausgelöst hat, ging seine Erklärung voraus, dass er einen Regimewechsel im Iran anstrebt. Er hat sich nicht dazu geäußert, ob er damit lediglich die Einsetzung eines neuen Ayatollahs oder die Abschaffung der gesamten islamischen Revolution und die Verabschiedung der Ereignisse nach 1979 meint. In Venezuela schließlich hat er lediglich den Präsidenten gestürzt; der Vizepräsident hat nun die Präsidentschaft inne und kooperiert angeblich mit den amerikanischen Behörden.
Wizz Air kann der größte Verlierer werden
Von der Führung in Teheran ist jedoch kein solch versöhnliches Gemurmel zu hören. Und Telex ist der Meinung, dass der größte Verlierer der Krise die in Budapest ansässige Fluggesellschaft Wizz Air sein könnte. Das Unternehmen hat alle Flüge in den Nahen Osten bis mindestens zum 7. März ausgesetzt – eine Region, die zu den wichtigsten Wachstumsmärkten des Unternehmens gehörte. Wizz hatte bereits beschlossen, seine ehrgeizige Expansion in den Nahen Osten einzuschränken (mit Blick auf Zentralasien) und sich stattdessen auf Osteuropa zu konzentrieren. Dennoch ist das Unternehmen dort mit zahlreichen Strecken und Passagieren nach wie vor fest verankert. Das Unternehmen plant sogar, einen Stützpunkt in Israel zu errichten, um sich bessere Konditionen zu sichern, obwohl die israelischen Konkurrenten heftige Lobbyarbeit dagegen leisten.
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Gábor Bukta, Analyst bei Concorde Securities, warnt, dass die Einstellung der Flüge in den Nahen Osten Wizz Air satte 8-10 Prozent seiner wöchentlichen Kapazität kosten wird. Gegroundete Flugzeuge (und verärgerte Passagiere) könnten durch einen drohenden Anstieg der Treibstoffpreise noch verschlimmert werden und zu weiteren hohen Verlusten führen. Aus diesem Grund sei ein Einbruch des Aktienkurses um 15-20 Prozent durchaus plausibel, meint er.
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