PM Orbán sagt, Zelenskys Drohung ziele auf Ungarn, nicht auf ihn persönlich

Der ungarische Premierminister Viktor Orbán hat auf die Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenskij reagiert. Er sagte, die Kommentare seien nicht an ihn persönlich gerichtet gewesen, sondern an Ungarn als Land.

Orbán sagt, die Drohung des ukrainischen Präsidenten richte sich nicht gegen ihn, sondern gegen das ganze Land

Der Schlagabtausch folgt auf wachsende Spannungen zwischen den beiden Staatsoberhäuptern wegen der Energielieferungen und der finanziellen Unterstützung der Europäischen Union für die Ukraine. Orbán erklärte, Ungarn werde “die Ölblockade”, von der das Land betroffen ist, durchbrechen und betonte, dass ihn keine Drohungen davon abhalten würden, die ungarischen Interessen zu verteidigen, schreibt HVG.

Der Streit verschärfte sich, nachdem Zelensky angedeutet hatte, er hoffe, dass niemand ein neues EU-Darlehen für die Ukraine blockieren werde, und fügte hinzu, andernfalls könne er der ukrainischen Armee die Adresse der Verantwortlichen geben, damit sie “ein Gespräch führen” könnten. Die Bemerkung wurde in Ungarn weithin so interpretiert, dass sie sich auf den ungarischen Premierminister bezog.

Orbán stellte später klar, dass die von ihm erwähnten Maßnahmen keine militärische Gewalt beinhalten würden. Laut dem Premierminister steht Ungarn weiterhin auf der Seite des Friedens und würde sich auf finanzielle und diplomatische Mittel verlassen, um das Problem zu lösen.

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Foto: Facebook/Orbán Viktor

Stilllegung der Ölpipeline als Grund für wachsende Spannungen

Der Konflikt zwischen Budapest und Kiew hat sich seit der Abschaltung der Druschba-Ölpipeline Ende Januar verschärft, die die Rohöllieferungen nach Ungarn unterbrochen hat. Als Reaktion darauf forderte das ungarische Energieunternehmen MOL Group Mitte Februar die Freigabe der strategischen Ölreserven.

Ungarn hat auch gewarnt, dass es ein vorgeschlagenes EU-Kreditpaket in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine blockieren könnte, wenn die Öllieferungen nicht wiederhergestellt werden. Außenminister Péter Szijjártó bezeichnete Zelenskys Äußerungen als “jenseits aller Grenzen” und argumentierte, dass die Bedrohung des Führers eines EU- und NATO-Mitgliedstaates inakzeptabel sei.

Hier finden Sie den vollständigen Zeitplan des Konflikts zwischen Ungarn und der Ukraine:

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