Budapester Badestellen: neue Donau-Standorte vorgeschlagen

Die Hauptstadt hat die Ausweitung der Donau-Badestellen erneut auf die Tagesordnung gesetzt, doch die Erfahrungen der Vergangenheit mahnen zur Vorsicht. Obwohl mehrere neue Standorte vorgeschlagen wurden, ist die Umsetzung noch an eine Reihe von Bedingungen geknüpft.
Neuer Schwung nach nicht eingehaltenen Versprechen
In den letzten Jahren hat die Budapester Führung wiederholt die Notwendigkeit betont, den städtischen Abschnitt der Donau besser in das öffentliche Leben zu integrieren. Das Ziel war es, an mehreren Stellen entlang des Flusses sicheres Baden zu ermöglichen.
Frühere Pläne wurden jedoch nur teilweise verwirklicht: Im Sommer 2025 wurde lediglich eine neue Badestelle am Árasztó-part eröffnet. Erhebliche Verzögerungen bei den Genehmigungsverfahren machten die Komplexität des Projekts deutlich.
Komplexe Genehmigungen und ungewisse Kosten
Eine der größten Herausforderungen besteht darin, die administrativen und fachlichen Anforderungen zu erfüllen. Nach Angaben der Budapest Spas cPlc und der Valyo – City and River Association muss jeder vorgeschlagene Standort einer detaillierten Prüfung unterzogen werden.
Die Wasserqualität, die Strömungsstärke, die Beschaffenheit des Flussbettes und Sicherheitsaspekte entscheiden darüber, ob ein bestimmter Abschnitt für das Schwimmen im offenen Wasser geeignet ist. Außerdem lassen sich die Investitions- und Unterhaltskosten erst dann genau abschätzen, wenn detaillierte Pläne vorliegen, was den Fortschritt weiter verlangsamt.
Mehrere potenzielle Standorte in der Prüfung
Nach den derzeitigen Plänen könnte die Badestelle am Árasztó-Teil noch in diesem Jahr wiedereröffnet werden, wobei der ausgewiesene Badebereich möglicherweise erweitert wird, so Világgazdaság.
Längerfristig werden mehrere weitere Standorte geprüft:
- das Margitsziget-Gebiet
- der zentrale Jane-Haining-Damm
- die Umgebung von Óbudai-sziget
- sowie Abschnitte der Donau in den nördlichen Bezirken

Es gibt auch Vorschläge, ausgewiesene Badestellen einzurichten, so dass der Fluss unter kontrollierten und sichereren Bedingungen genutzt werden kann.
Schwimmende Bäder als längerfristiges Ziel
Zu den Plänen gehört auch die Wiederbelebung traditioneller schwimmender Badeeinrichtungen, die als Holzbadeanlagen bekannt sind. Mögliche Standorte sind ikonische Orte wie das Parlamentsgebäude und der Várkert Bazár.
Die Vorbereitungsarbeiten sind bereits im Gange. In Machbarkeitsstudien werden die technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Bedingungen bewertet.
Schrittweiser Ausbau als realistischer Weg gesehen
Nach Ansicht von Branchenexperten dürfte der kurzfristige Schwerpunkt weiterhin auf der Stabilisierung bestehender Standorte und der Umsetzung bescheidener Erweiterungen liegen. Das längerfristige Ziel ist es, ein System zu entwickeln, das es ermöglicht, mehrere Abschnitte der Donau sicher zum Baden zu nutzen.
Obwohl die Pläne ehrgeizig sind, wird das Tempo der Umsetzung weiterhin von den regulatorischen und finanziellen Bedingungen abhängen, wie Valyo anmerkt.
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