Ukraine’s government launches Hungarian-language radio channel to fight “absurd statements” from Budapest

Das ukrainische Außenministerium hat einen Online-Radiosender in ungarischer Sprache eingerichtet, der sich mit den “absurden Äußerungen” ungarischer Offizieller über die Ukraine befasst. Der Dienst, der rund um die Uhr verfügbar ist, soll die offizielle Position Kiews direkt an die ungarischen Zuhörer übermitteln.
Laut Sprecher Heorhii Tykhyi waren die ukrainischen Diplomaten es leid, einzeln auf wiederholte Behauptungen zu antworten. Stattdessen haben sie sich für eine kontinuierliche Audio-Plattform entschieden, um ihren Standpunkt in einem klaren und zugänglichen Format darzustellen.
Gegen “Propaganda”-Narrativen
Die Sendung enthält eine kurze Botschaft, die auf Ungarisch, Englisch und Ukrainisch wiederholt wird und angeblich von einer künstlichen Intelligenz gesprochen wird. Darin weist Kiew das zurück, was es als manipulative Erzählungen im Zusammenhang mit dem ungarischen Premierminister Viktor Orbán und seinem politischen Umfeld bezeichnet, schreibt TVP World. Sie argumentieren, dass mit solchen Behauptungen versucht wird, die Ukraine in die innenpolitischen Debatten Ungarns hineinzuziehen, insbesondere während des Wahlkampfs.
Die Botschaft betont auch, dass die Ukraine keine feindlichen Absichten gegenüber Ungarn hegt und mahnt die Zuhörer zur Vorsicht gegenüber der sogenannten anti-ukrainischen Propaganda. Sie bekräftigt Kiews Engagement für die Aufrechterhaltung gutnachbarschaftlicher Beziehungen und sein strategisches Ziel, der Europäischen Union und der NATO beizutreten.
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Spannungen inmitten politischer und energiepolitischer Auseinandersetzungen
Der Start erfolgt vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen zwischen Budapest und Kiew. Die Beziehungen sind durch Streitigkeiten über die Energieversorgung, insbesondere die Unterbrechung der Druschba-Pipeline, sowie durch unterschiedliche Darstellungen des Krieges in der Ukraine belastet.
Ungarn hat auch den ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky kritisiert, der zu einer häufigen Zielscheibe in den Botschaften der ungarischen Regierung geworden ist. In der Zwischenzeit hat Orbán die politische Landschaft Ungarns als eine Wahl zwischen Frieden und Krieg dargestellt, ein Thema, das im Mittelpunkt des laufenden Wahlkampfes steht. Mit der neuen Radioinitiative nähert sich die Ukraine einem direkten Weg, den öffentlichen Diskurs jenseits ihrer Grenzen zu beeinflussen.
Gekennzeichnetes Bild: Orbán Viktor/Facebook

