Hungarian forint in the best form since 2021

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Die ungarische Währung hat nach dem entscheidenden Sieg der Theiß-Partei bei den Parlamentswahlen ein bemerkenswertes Comeback hingelegt. Der Forint legte in den Tagen nach der Wahl stark zu und drückte den Euro-Kurs am Freitag kurzzeitig unter 360 – ein beeindruckender Anstieg im Vergleich zu Werten um 375 nur eine Woche zuvor.

Der Forint ist in einer guten Verfassung, und das könnte nur der Anfang sein

Die Rallye spiegelt das starke Vertrauen der Märkte in die neue Regierung wider, die sich eine Zweidrittelmehrheit gesichert hat. Die Anleger scheinen eine berechenbarere, marktfreundlichere Wirtschaftspolitik sowie eine möglicherweise pro-europäischere Haltung in der Außenpolitik einzupreisen. Analysten weisen darauf hin, dass ein Sieg von Tisza zwar bereits erwartet worden war, um die Währung zu stärken, aber das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Aufwertung viele überrascht hat, schreibt Portfolio.

Breit angelegte Gewinne gegenüber den wichtigsten Währungen

Die Stärke des Forint war nicht auf den Euro beschränkt. Bis Freitagnachmittag hatte er auch gegenüber anderen wichtigen Währungen deutlich zugelegt. Der US-Dollar fiel auf rund 306 HUF, während der Schweizer Franken unter 393 fiel.

Im Vergleich zum Wochenbeginn legte die ungarische Währung um fast 4% gegenüber dem Euro und noch mehr gegenüber dem Dollar zu. Seit Monatsbeginn hat sie gegenüber den wichtigsten Währungen um 7-8% zugelegt, was auf eine breit angelegte Verbesserung der Anlegerstimmung hindeutet.

Optimismus eingepreist – aber Tests stehen bevor

Ein Großteil der jüngsten Rallye ist auf das zurückzuführen, was Analysten als “präventives Vertrauen” bezeichnen. Die Märkte wetten darauf, dass die neue Regierung eine glaubwürdige Finanzpolitik betreiben, EU-Mittel freisetzen und die wirtschaftlichen Aussichten Ungarns stabilisieren wird.

Die eigentliche Bewährungsprobe steht jedoch erst noch bevor. Die Anleger werden die Bildung der neuen Regierung, insbesondere die Ernennung der wichtigsten Minister, sowie die ersten konkreten Wirtschafts- und Haushaltspläne genau beobachten. Auch die bevorstehenden Überprüfungen durch die großen Ratingagenturen könnten sich als entscheidend erweisen.

Falls Sie es verpasst haben: Ungarns Haushaltsdefizit erreicht im März einen Rekordwert, nachdem die Regierung die Ausgaben erhöht hat. Könnte die nächste Station die Eurozone sein? Ein Wirtschaftsexperte der Theiss-Partei erklärt, wie und wann.

Prognosen deuten auf weitere Stärkung hin

Nach Ansicht der Analysten der ING Bank könnte der Forint in den kommenden Monaten weiter an Wert gewinnen. Ihre jüngsten Prognosen deuten darauf hin, dass der Euro innerhalb von drei Monaten auf etwa 350 und möglicherweise innerhalb eines Jahres auf 342 fallen könnte – ein Niveau, das seit Anfang 2020 nicht mehr erreicht wurde.

Dennoch sind die Aussichten nicht ohne Risiken. Die globale wirtschaftliche Unsicherheit und die strukturellen Schwachstellen Ungarns könnten Volatilität auslösen, da die Anleger nach den jüngsten Kursgewinnen schnell Gewinne mitnehmen. Vorerst bleibt die Dynamik des Forint stark. Ob sie anhält, hängt jedoch davon ab, ob die politischen Versprechen in greifbare wirtschaftliche Ergebnisse umgesetzt werden.

Das abgebildete Bild ist eine Illustration. Quelle: depositphotos.com

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