Ein komplettes Verbot sozialer Medien für Kinder unter 13 Jahren könnte in Ungarn eingeführt werden

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Die oppositionelle Christlich-Demokratische Volkspartei (KDNP) hat dem Parlament einen Gesetzentwurf vorgelegt, der es Kindern unter 13 Jahren verbieten würde, sich nach einer Altersüberprüfung auf Social-Media-Plattformen zu registrieren.
Vollständiges Verbot sozialer Medien könnte nach ausländischen Beispielen kommen
Csaba Latorcai, der stellvertretende Vorsitzende der KDNP, sagte am Dienstag auf einer Online-Pressekonferenz, der Vorschlag stehe im Einklang mit den Richtlinien der Europäischen Union und spiegele die bestehenden Gesetze in Dänemark und Australien wider, schrieb die Ungarische Nachrichtenagentur.
Er beharrte darauf, dass die Regierung Tisza eine “Facebook-Regierung” praktiziere und argumentierte, dass es “keine substanziellen Gesetzesvorlagen, keine Staatssekretäre oder aktive Parlamentssitzungen” gebe.
Zsuzsa Máthé, eine Abgeordnete der KDNP, sagte, dass nach dem zweigleisigen Vorschlag der Partei Geräte Warnungen anzeigen würden, dass die digitale Nutzung für Kinder unter 6 Jahren nicht empfohlen wird. Sie fügte hinzu, dass Tech-Unternehmen verpflichtet würden, Alterskontrollen durchzuführen, um Kinder unter 13 Jahren von sozialen Medien auszuschließen und den Schutz für Kinder unter 16 Jahren zu verbessern.
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Sie hoffen auf einen nationalen Konsens
Máthé bezeichnete den digitalen Kinderschutz als dringlich und wies darauf hin, dass Experten und Eltern schon lange vor den Risiken gewarnt haben. Sie hob hervor, dass die Orbán-Regierung zwar die Smartphone-Nutzung in Schulen auf den Unterricht beschränkt hat, die Kinder aber außerhalb der Klassenzimmer ungeschützt bleiben.
Sie sagte, das KDNP hoffe auf einen nationalen Konsens und suche nach Rückmeldungen zu dem Vorschlag.
Die KDNP war – zusammen mit Orbáns Fidesz – fast 16 Jahre lang mit einer Supermajorität an der Macht.
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