Ungarische Tourismusbranche warnt vor dem von der magyarischen Regierung geplanten Verbot von Gastarbeitern

Der Ungarische Hotel- und Gaststättenverband (MSZESZ) und der Ungarische Arbeitgeberverband des Gastgewerbes (VIMOSZ) hoffen auf eine konstruktive fachliche Beratung über die Einführung strengerer Maßnahmen für die Beschäftigung von Gastarbeitern, da diese für die Bewältigung des Arbeitskräftemangels in der Branche unerlässlich sind.

Mehrere Touristenattraktionen, Restaurants und Unterkünfte würden ohne Gastarbeiter schließen

VIMOSZ-Chef Pál Zoltán Gál sagte der Ungarischen Nachrichtenagentur am Mittwoch, dass mehrere Touristenattraktionen, Restaurants und Beherbergungsbetriebe in Budapest nicht in der Lage wären, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten, wenn es nicht möglich wäre, ausländische Arbeitnehmer aus Drittländern zu beschäftigen.

Er fügte hinzu, dass sie zusammen mit anderen Berufsverbänden die neue Regierung auf informellem Weg darauf hingewiesen haben, dass in dieser Frage eine verantwortungsvolle Politik verfolgt werden sollte, die auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt.

Er bezeichnete den Zeitpunkt der Einführung der Verordnung während der sommerlichen Hochsaison als besonders unangenehm, da sie die Maßnahmen später viel besser handhaben könnten.

Laut MSZESZ ist das Hotel-, Restaurant- und Gaststättengewerbe sehr arbeitsintensiv. Er kämpft derzeit mit einem erheblichen Arbeitskräftemangel und benötigt daher weiterhin alternative Beschäftigungslösungen.

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Ausländische Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern werden in Ungarn dringend benötigt. Foto: Pix4free

Die Organisation wies auch darauf hin, dass in den letzten zwei Jahren mehrere Beschränkungen für die Beschäftigung von Arbeitnehmern aus Drittstaaten in Kraft getreten sind, die eine große Herausforderung darstellen.

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Titelbild: depositphotos.com

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