Advantage Austria und Quality Austria organisierten ein Business-Frühstück über Standards, HR-Technologie und das Recht der künstlichen Intelligenz in Budapest

Ungarische und ausländische Wirtschaftsführer versammelten sich am vergangenen Dienstagmorgen im Courtyard by Marriott Budapest City Center zu einem hochrangigen Business-Frühstück, das von den beiden Co-Gastgebern gemeinsam organisiert wurde: Advantage Austria Budapest, das Handelsbüro der österreichischen Botschaft, und Quality Austria Certification GmbH, eine der führenden Zertifizierungsstellen in Mitteleuropa. Die kostenlose Veranstaltung brachte drei fachkundige Referenten zusammen, die einige der dringendsten Themen auf der heutigen Unternehmensagenda behandelten: Aktualisierungen des ISO-Managementsystems, digitale HR-Innovationen und die rechtlichen Risiken von KI-Projekten.

ISO-Normen: Evolution, nicht Revolution

DI Christian Mayrhofer, Business Development Manager für Integrierte Managementsysteme bei der Quality Austria Certification GmbH, eröffnete die Expertenrunden mit einem umfassenden Überblick über aktuelle und bevorstehende Änderungen in der ISO-Normenlandschaft. Die wichtigste Botschaft: Unternehmen sollten nicht in Panik verfallen, aber sie sollten sich vorbereiten.

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Foto: Advantage Austria Budapest

Die ISO 14001:2026 wurde am 15. April 2026 veröffentlicht, die ISO 9001:2026 wird im September 2026 erwartet, während die Revisionen der ISO 45001 und ISO 50001 nicht vor 2027 zu erwarten sind. Mayrhofer bezeichnete diese Überarbeitungen als “kleine evolutionäre Schritte und nicht als Revolutionen” und riet Organisationen, anstehende Erneuerungsaudits als Gelegenheit zur Aktualisierung zu nutzen und die Nachhaltigkeitsberichterstattung in bestehende Managementsysteme zu integrieren, anstatt Parallelstrukturen zu schaffen.

Robin Mood: Pulsbefragungen ersetzen jährliche HR-Fragebögen

Paul Hochbaum, Regional Manager bei robin mood, stellte den Ansatz der österreichischen HR-Tech-Plattform für kontinuierliches Mitarbeiter-Feedback vor. Die Plattform ersetzt mühsame jährliche Umfragen durch kurze, automatisierte Pulsfragebögen mit nur 4-6 Fragen, die mit einem einzigen Klick Echtzeit-Einsichten liefern.

Die Plattform deckt den gesamten Lebenszyklus der Mitarbeiter ab, von der Einstellung bis zum Ausscheiden aus dem Unternehmen, und erreicht alle Mitarbeitergruppen – Angestellte und Arbeiter gleichermaßen – per E-Mail, App, QR-Code oder SMS.

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KI-Projekte: Kaufen Sie keine Blackboxen für Millionen

Der letzte und vielleicht anregendste Vortrag des Vormittags wurde von Dr. István Mogyorósi, Rechtsanwalt und Experte für IT-Recht, gehalten. Seine zentrale These: KI-Projekte unterscheiden sich grundlegend von der Beschaffung herkömmlicher Software – sie beinhalten Datenbestände, Verantwortungsstrukturen und neue Kategorien rechtlicher Risiken, auf die weder Käufer noch Anbieter vollständig vorbereitet sind.

In der Präsentation wurde ein Mindestrahmen für die KI-Governance in KMU skizziert: ein KI-Inventar, eine Risikoklassifizierung, eine Datenzuordnung, eine definierte Rechenschaftspflicht, Regeln für die menschliche Aufsicht und eine Kontrolle der Anbieterverträge. Dr. Mogyorósi betonte, dass die Governance in durchsetzbare Vertragsklauseln umgesetzt werden muss, die Datenverarbeitungsverträge, SLA und Akzeptanztests, Auditrechte, Haftung für fehlerhafte Ergebnisse und Ausstiegsklauseln einschließlich Datenexport und -löschung umfassen.

Sein abschließender Rahmen – “technologisches Versprechen → Governance → vertragliche Garantie” – bot einen praktischen Fahrplan für jedes Unternehmen, das die KI-Beschaffung im Jahr 2026 evaluiert.

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Anregungen für Wirtschaftsführer in Ungarn

Die Veranstaltung, die mit Unterstützung des Handelsberaters der österreichischen Botschaft, Philipp Schramel, und des Regionalmanagers von Quality Austria, Tamás Jókay, organisiert wurde, unterstrich ein breiteres Thema: Ob es um die Aktualisierung von Managementzertifizierungen, die Modernisierung der Mitarbeiterbindung oder den Einsatz von KI-Tools geht, ungarische und international tätige Unternehmen müssen ihre Ambitionen auf strukturierte, messbare und rechtlich solide Rahmenbedingungen stützen.

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