Europol Operation deckt Fahrzeuge, Bankkonten und ein 500.000 € Schiff in ungarischen Fällen auf

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Im Rahmen einer von Europol koordinierten internationalen Operation wurden Ende Mai Vermögenswerte im Wert von Hunderten von Millionen Forint im Zusammenhang mit ungarischen Strafermittlungen identifiziert. Die Operation, an der Behörden aus 31 Ländern beteiligt waren, führte zur Entdeckung von Bankkonten, Unternehmen, Immobilien, Fahrzeugen und anderen Vermögenswerten in ganz Europa.
Laut dem Bericht von Europol über das Projekt A.S.S.E.T. arbeiteten während der viertägigen Operation Behörden aus 31 Ländern zusammen, wobei mehr als 40 Strafverfolgungsbehörden beteiligt waren. Zu den Teilnehmern gehörten Vermögensabschöpfungsbüros, Finanzermittlungsstellen und Spezialteams, die sich auf Geldwäsche und organisierte Kriminalität konzentrieren.
“Während meines Besuchs bei der Taskforce in der Europol-Zentrale konnte ich mich aus erster Hand von dem außergewöhnlichen Engagement und der Professionalität der Ermittler und Partner überzeugen, die über die Grenzen hinweg Seite an Seite arbeiten. Ihre Bemühungen zeigen, wie internationale Zusammenarbeit und Finanzermittlungen die finanziellen Grundlagen des organisierten Verbrechens direkt angreifen können”, sagte Jürgen Ebner, der amtierende Exekutivdirektor von Europol.
Strafverfolgungsbehörden aus 31 Ländern haben ihre Kräfte gebündelt
Ungarn gehörte zu den 31 Ländern, die sich an der Operation beteiligten und wurde durch das Asset Recovery Office des National Bureau of Investigation vertreten. Nach Angaben der ungarischen Polizei tauschten die Ermittler während der Operation Informationen aus und koordinierten sich direkt mit Behörden aus Schweden, Dänemark, Serbien, Bulgarien, Malta, Portugal, Rumänien, Deutschland und Montenegro.
Die Operation wurde von mehreren großen europäischen und internationalen Organisationen unterstützt, darunter:
- Eurojust, das bei der Koordinierung von grenzüberschreitenden strafrechtlichen Ermittlungen und Strafverfolgungen hilft
- das Zentrum für Finanzkriminalität und Korruptionsbekämpfung von INTERPOL (IFCACC)
- die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO)
- und die Anti-Geldwäsche-Behörde (AMLA)
Während der viertägigen Operation identifizierten die Ermittler 884 Bankkonten, 80 Unternehmen, 55 Kryptowährungs-Geldbörsen, 74 Fahrzeuge und 44 Immobilien. Obwohl der genaue Wert der sichergestellten Vermögenswerte noch nicht feststeht, schätzt Europol, dass sie bereits mehrere Millionen Euro wert sind.

Finanzdienstleister und Teilnehmer am Kryptowährungsmarkt spielten ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Operation. Ihr Beitrag war besonders wichtig, da kriminelle Erlöse zunehmend über digitale Finanzsysteme bewegt werden.
“Diese Erfolge zeigen die operative Wirkung, die eine enge Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden und Partnern aus dem Privatsektor erzielen kann”, sagte Jean-Philippe Lecouffe, stellvertretender Exekutivdirektor für Operationen von Europol.
Frühere von Europol unterstützte Operation: Äußerst gefährlicher ungarischer Krimineller gefasst
Vermögensabschöpfung auch in ungarischen Fällen von Erfolg gekrönt
Ungarn wurde durch das Asset Recovery Office des National Bureau of Investigation vertreten. Neben der Unterstützung inländischer Ermittlungen halfen ungarische Spezialisten auch ausländischen Partnerbehörden bei internationalen Ersuchen zur Vermögensverfolgung.
Im Zusammenhang mit ungarischen Strafverfahren identifizierten die Ermittler neun Fahrzeuge im Ausland. Ein Fahrzeug wurde in der Tschechischen Republik geortet, ein weiteres in der Ukraine, zwei in Deutschland und fünf in Schweden. Der Gesamtwert dieser Fahrzeuge beläuft sich nach Angaben der ungarischen Polizei auf fast 95 Millionen Forint.
Die Ermittler identifizierten auch 36 Bankkonten, die meisten davon in der Balkanregion. Darüber hinaus wurden ein Schiff im Wert von etwa 500.000 EUR und sieben Unternehmen ausfindig gemacht. Die internationale Fahndung nach Vermögenswerten war auch in Bezug auf zwanzig weitere Fahrzeuge von hohem Wert erfolgreich.
Das organisierte Verbrechen stützt sich zunehmend auf digitale Finanznetzwerke
Auf einer INTERPOL-Konferenz im Mai warnte der Generalsekretär Valdecy Urquiza, dass die gefährlichste kriminelle Infrastruktur heute “grenzenlos und unsichtbar” sei und rund um die Uhr von jedem Ort der Welt aus operieren könne. Ihm zufolge haben digitale Plattformen und internationale Finanzsysteme neue Möglichkeiten für das organisierte Verbrechen geschaffen.
Die von der Europäischen Kommission zitierten Daten unterstreichen das Ausmaß des Problems: Mehr als 53% der Erwachsenen in der Europäischen Union sind bereits mit Betrug im Zusammenhang mit Online- oder Kryptowährungen konfrontiert worden.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat die Europäische Union in den letzten Jahren die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten verstärkt und neue Maßnahmen zur Verbesserung der Verfahren zur Wiedererlangung und Einziehung von Vermögenswerten eingeführt. Ziel ist es, kriminelle Organisationen daran zu hindern, illegal erworbene Vermögenswerte grenzüberschreitend und außerhalb der Reichweite der Strafverfolgungsbehörden zu transferieren oder zu verstecken.
Eine weitere internationale Operation: Internationale Operation: Ungarische Polizei nimmt Anführer eines riesigen chinesischen Drogennetzwerks fest

