Ungarn-Ukraine-Durchbruch verschoben? Geplantes Treffen zwischen Magyar und Zelensky in Budapest verschoben

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Ein geplantes Treffen zwischen dem ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar und dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky in Budapest ist nach ungarischen Medienberichten verschoben worden. Bei den Gesprächen, die Berichten zufolge für Montagabend geplant waren, sollte es um die Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Ungarn und der Ukraine nach Jahren der politischen Spannungen gehen.
Während das Treffen selbst verschoben wurde, bestehen Beamte darauf, dass die Vorbereitungen und diplomatischen Konsultationen fortgesetzt werden, was darauf hindeutet, dass ein persönliches Treffen in naher Zukunft immer noch wahrscheinlich ist.
Treffen angeblich verschoben, nachdem keine endgültige Einigung erzielt wurde
Nach Berichten, die zuerst von HVG veröffentlicht wurden, sollten sich der ungarische Premierminister und der ukrainische Präsident am Montagabend in Budapest treffen. Es wurde jedoch keine endgültige Einigung über den Besuch erzielt, und beide Seiten beschlossen schließlich, die Gespräche zu verschieben.
Auf Anfrage der Medien erklärte das ungarische Außenministerium, dass die Gespräche mit der ukrainischen Seite über den Ort und den Zeitpunkt des Treffens noch andauern. Das Ministerium betonte, dass es nie eine endgültige Einigung auf einen Montagstermin gegeben habe und beschrieb die diplomatischen Vorbereitungen als normal verlaufend.

Durchbruch in den ungarisch-ukrainischen Beziehungen
Bei den geplanten Gesprächen sollte es vor allem um die Normalisierung der Beziehungen zwischen Ungarn und der Ukraine gehen, die sich in den Jahren der Regierung des ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán verschlechtert hatten.
Berichten zufolge haben Experten aus beiden Ländern kürzlich einen bahnbrechenden Kompromiss erzielt. Demnach würde Budapest die Integrationsbemühungen der Ukraine in die Europäische Union nicht länger behindern, während Kiew Garantien für die Rechte der ungarischen Volksgruppe in den Unterkarpaten geben würde.
Die Frage der Minderheitenrechte ist seit langem einer der strittigsten Punkte in den ungarisch-ukrainischen Beziehungen. Die ungarischen Regierungen haben wiederholt die ukrainische Bildungs- und Sprachgesetzgebung kritisiert, weil sie die Rechte der in der Westukraine lebenden ethnischen Ungarn einschränkt.

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Magyar signalisiert Bereitschaft zu einem Treffen mit Zelensky
Die Möglichkeit eines Treffens gewann Anfang dieser Woche nach Gesprächen zwischen Ministerpräsident Magyar und Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin an Dynamik.
Nach dem Treffen bestätigte Magyar, dass die Verhandlungen zwischen Ungarn und der Ukraine über Minderheiten- und Bildungsrechte Fortschritte machten und bald abgeschlossen werden könnten. Er erklärte auch, dass er bereit sei, sich bereits Anfang nächster Woche mit Zelensky zu treffen, wenn eine Einigung in wichtigen Fragen, die die ungarische Minderheit betreffen, erzielt werden könne.
Weitere Hinweise auf die Vorbereitung eines Gipfels kamen vom ukrainischen Botschafter in Ungarn, Sándor Fegyir, der Berichte über einen geplanten Besuch des ukrainischen Präsidenten in Budapest bestätigte. Allerdings machte er keine Angaben zum Zeitplan des Treffens.

Ein potenziell wichtiger diplomatischer Moment
Sollte das Treffen zustande kommen, wäre es eine der bedeutendsten diplomatischen Begegnungen zwischen Budapest und Kiew seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022.
Über die bilateralen Beziehungen hinaus könnten die Gespräche weitreichende Auswirkungen auf den EU-Beitrittsprozess der Ukraine, die regionale Sicherheitszusammenarbeit und die Zukunft der rund 150.000 ethnischen Ungarn haben, die in der ukrainischen Region Transkarpatien leben.
Für Ungarn könnten verbesserte Beziehungen zu Kiew auch seine Position innerhalb der Europäischen Union stärken und dazu beitragen, die Spannungen abzubauen, die in den letzten Jahren im Zusammenhang mit der Ukraine-Politik aufgetreten sind.
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