18 ungarische Fußballer, die im spanischen Fußball gespielt haben

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Neben den weltweit bekanntesten Namen wie Puskás, Kocsis oder Czibor haben auch andere Fußballer ihre Spuren im spanischen Fußball hinterlassen.
Ungarn. Eines der wenigen Länder, in denen man mit nur wenigen Haltestellen derselben Straßenbahnlinie drei charakteristische Fußballstadien passieren kann. Von hier stammen mehrere Weltklasse-Spieler. Die erfolgreichste Ära des ungarischen Fußballs war in den 1950er Jahren, als die Nationalmannschaft mit dem Spitznamen „The Mighty Magyars“ (die furchterregenden Magyaren) den internationalen Fußball eroberte, nachdem sie in Wembley mit 3:6 gegen eine scheinbar unbesiegbare englische Mannschaft gewonnen hatte.
Wenn man in Spanien von ungarischen Spielern spricht, ist der erste Name, der einem in den Sinn kommt, meist der des Real-Madrid-Spielers Ferenc Puskás. Der legendäre Stürmer war jedoch nicht der einzige, der in Spanien spielte. Von den Pionieren, die vor dem Bürgerkrieg kamen, bis hin zu den neuen Generationen, die heute in der LaLiga spielen, haben im letzten Jahrhundert Dutzende ungarischer Profispieler die spanischen Stadien durchlaufen.
Die erste Generation (1920er–1940er Jahre)
Zu jener Zeit genossen sowohl ungarische Spieler als auch Trainer in Europa großes Ansehen. Der Torhüter Gyula Alberty, der für Celta Vigo und Real Madrid spielte, war der erste ungarische Fußballer, der spanischen Boden betrat. Ihm folgten zwei Sportler, die ihre Karriere beim größten Rivalen der Madrilenen fortsetzten: beim FC Barcelona. Dort wurden Elemér Berkessy und Franz Platko zu Vorbildern für einige ungarische Profis in deren sportlicher Laufbahn.
Das goldene Zeitalter
Abgesehen von Puskás erlebten drei Fußballer jener Nationalmannschaft, die England mit einem Kantersieg besiegte, ihre Blütezeit in den Reihen des FC Barcelona. Der Anführer und absolute Idol der „Culés“ war László Kubala. Zweifellos revolutionierte er den Fußball in Barcelona. Seine Bedeutung war so groß, dass im Camp Nou eine Statue zu Ehren seiner Zeit als Spieler bei Barcelona erhalten ist.

László wurde von zwei Nationalspielern begleitet. Zum einen war der Stürmer Sándor Kocsis der beste Torschütze der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz. In einer Saison erzielte er 23 Tore in 30 Spielen. Zum anderen kam Zoltán Czibor nach der Revolution von 1956 nach Katalonien. Der Ungar spielte nicht nur für die Blaugranas, sondern auch für den RCD Espanyol.
Ferenc Puskás: ein noch nie dagewesener Linksfuß
Mit über dreißig Jahren kam er in derselben Situation wie sein Teamkollege Czibor in die Hauptstadt. Beide stammten von Honvéd, einem der erfolgreichsten Vereine des Landes. Doch jeder schlug einen anderen Weg ein. Ferenc war einer der bedeutendsten Spieler in der Geschichte von Real Madrid. Mit mehr als 250 Pflichtspielen gewann er mehrere Meisterschaften und holte drei Europapokale.
Das Finale von 1960 war seine beste Leistung, als er im Hampden Park vier Tore gegen Eintracht Frankfurt erzielte. Das Spiel endete 7:3. Die anderen drei Tore der Königlichen erzielte Di Stéfano, sein großer Partner im Sturm. Beide ergänzten sich hervorragend. Während der spanisch-argentinische Spieler über enorme körperliche und taktische Fähigkeiten verfügte, zeichnete sich Puskás durch eine große Torjägerqualitäten aus.
Eine eher zurückhaltende Präsenz von 1970 bis in die 2000er Jahre
Nach dem goldenen Zeitalter kamen weiterhin ungarische Fußballer nach Spanien, ohne jedoch denselben Eindruck zu hinterlassen wie die drei zuvor genannten. So spielte beispielsweise Attila Ladinsky bei Real Betis. Auch János Kuszmann war in der andalusischen Hauptstadt, spielte jedoch ebenfalls für Espanyol. Drei Spieler entschieden sich für Regionen näher an der Küste.
Während József Szendrei zwischen Málaga und Cádiz wechselte, spielten Sándor Müller und József Csóka bei Hércules. Einige Fälle, die näher an den 2000er Jahren liegen, sind die von Zsolt Limperger und Krisztián Vadócz. Ersterer spielte bei drei verschiedenen Vereinen: dem inzwischen aufgelösten Burgos, Celta und dem Verein in Rot. Letzterer spielte bei Alavés und bei jenem Osasuna, das von Camacho trainiert wurde. Zum Abschluss dieses Abschnitts sei erwähnt, dass Ádam Pintér drei Spielzeiten bei Zaragoza verbrachte.
Die neue Generation
Auch wenn die ungarische Präsenz nicht mehr so zahlreich ist wie vor Jahren, kommen weiterhin Spieler hinzu und halten die Verbindung zwischen beiden Ländern aufrecht. Im Kader von Real Valladolid, das in der Saison 2024/25 in die zweite Liga abstieg, taucht der Name Tamás Nikitscher auf. In dieser Saison 2025/26 stechen die Brüder Yaakobishvili hervor.
Antal, der bei Girona unter Vertrag steht, war an den FC Andorra und an den Verein aus Santa Cruz ausgeliehen. Sein Bruder Áron, der bei Barcelona unter Vertrag steht, ist Torhüter bei der andorranischen Mannschaft. Ein bemerkenswertes Ereignis war sein Debüt in der Nationalmannschaft am vergangenen 5. Juni in einem Freundschaftsspiel gegen Finnland in der Puskás-Arena. Ungarn gewann das Spiel mit 2:1.
Von Budapest in die LaLiga
Von Kubala und den Helden des FC Barcelona bis hin zu Puskás und seinen Erfolgen mit Real Madrid haben ungarische Fußballer dazu beigetragen, einige der wichtigsten Kapitel der LaLiga zu schreiben, die noch immer von Generation zu Generation weitergegeben werden. Auch wenn ihre Präsenz heute geringer ist, lebt das Erbe Ungarns, das im spanischen Fußball einen unverhältnismäßig großen Eindruck hinterlassen hat, in den Stadien und in der Erinnerung vieler Fans weiter.
Siehe auch: Szoboszlai im Visier von Real Madrid

