Die ungarische Außenministerin Anita Orbán ruft Dutzende Botschafter zurück

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Die ungarische Außenministerin Anita Orbán hat den Abruf von 37 Leitern diplomatischer Vertretungen angekündigt – als Teil einer, wie sie es bezeichnete, umfassenden Erneuerung des ungarischen Auswärtigen Dienstes.

In einem am Freitag auf Facebook veröffentlichten Video erklärte die Ministerin, das Außenministerium beginne mit einer umfassenden Umstrukturierung der ungarischen diplomatischen Führung, wobei einige Botschafter ihr Mandat beenden würden, während andere ersetzt würden, um den neuen außenpolitischen Prioritäten der Regierung besser Rechnung zu tragen.

Diplomaten sollen im Rahmen neuer außenpolitischer Prioritäten abgelöst werden

Laut Orbán sollen die personellen Veränderungen sicherstellen, dass die Interessen Ungarns im Ausland von Botschaftern vertreten werden, die die aktualisierte außenpolitische Agenda des Landes „glaubwürdig und effektiv“ umsetzen können. Sie gab nicht bekannt, welche Botschafter oder diplomatischen Vertretungen von dieser Entscheidung betroffen sind.

Zu den Missionsleitern zählen Botschafter und Generalkonsuln, die die ungarischen Botschaften, Ständigen Vertretungen und andere diplomatische Vertretungen im Ausland leiten. Sie sind dafür verantwortlich, den ungarischen Staat zu vertreten, bilaterale Verhandlungen zu führen und die nationalen Interessen des Landes im Ausland zu wahren.

Ein professionelles diplomatisches Korps als zentrales Ziel

Die groß angelegte Personalumbesetzung ist Teil der Reform des Außenministeriums, die auf die Stärkung des ungarischen diplomatischen Dienstes abzielt. Orbán erklärte, das Ziel des Ministeriums sei der Aufbau eines professionellen diplomatischen Korps, das nach den höchsten fachlichen Standards arbeite. Im Rahmen der Reform hat bereits ein neues stellvertretendes Staatssekretariat für Personalstrategie und Ausbildung seine Arbeit aufgenommen.

Das Ministerium plant zudem, sein Einstellungssystem zu modernisieren und eine kontinuierliche berufliche Weiterbildung für Diplomaten einzuführen. „Das Ziel ist es, dass die Diplomatie wieder zu einem echten Beruf wird“, erklärte der Außenminister.

Neuester Schritt bei den diplomatischen Veränderungen

Die Ankündigung folgt auf frühere Veränderungen, die Orbán seit ihrem Amtsantritt vorgenommen hat. Im Mai berief sie den ungarischen Botschafter aus Polen ab und erklärte, dieser Schritt spiegele ein neues Kapitel in den ungarisch-polnischen Beziehungen wider sowie die Absicht der Regierung, die bilaterale Zusammenarbeit auf einer neuen Grundlage wiederaufzubauen.

Vor kurzem beendete auch der ungarische Botschafter in Bulgarien seinen diplomatischen Dienst. Der Abberuf von 37 Missionsleitern stellt die umfangreichste personelle Umgestaltung im ungarischen diplomatischen Netzwerk seit dem Amtsantritt der neuen Regierung dar.

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