Die Regierung unter Péter Magyar hat Fremdwährungsschulden in Höhe von mehr als 1.000 Mrd. HUF aufgenommen – und das aus gutem Grund

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Die Regierung unter Péter Magyar hat Fremdwährungsschulden in Höhe von 3 Milliarden Euro aufgenommen – ein Schritt, der eng mit der erwarteten Freigabe zuvor eingefrorener EU-Mittel verbunden ist.
Ungarn nimmt erneut einen riesigen Fremdwährungskredit auf – doch aus gutem Grund
Ungarn hat am Montag auf den internationalen Märkten Fremdwährungsanleihen im Wert von 3 Milliarden Euro begeben. Nach Angaben der staatlichen Schuldenverwaltungsagentur (ÁKK) war die Nachfrage der Anleger außergewöhnlich stark: Die Emission war fast dreifach überzeichnet und wurde ohne Emissionsaufschlag bepreist.

Die ÁKK teilte mit, dass die auf Euro lautenden Anleihen mit zwei unterschiedlichen Laufzeiten begeben wurden. Die Tranche mit Fälligkeit im Jahr 2032 und einer Laufzeit von fünf Jahren weist einen Kupon von 3,5 Prozent und eine Rendite von 3,62 Prozent auf. Die Anleihen mit Fälligkeit im Jahr 2037 wurden hingegen mit einem Kupon von 4,25 Prozent und einer Rendite von 4,282 Prozent bepreist. Die Behörde betonte, dass die Wertpapiere zu Sekundärmarktrenditen ohne zusätzliche Prämie platziert wurden – ein Zeichen für eine günstige Marktstimmung.
EU-Finanzierungsbedarf als Grund für die Kreditaufnahme
Ein wesentlicher Treiber für die Emission scheint die Vorfinanzierung von EU-Mitteln zu sein. Die neue Regierung sieht sich mit erheblichem kurzfristigem Liquiditätsbedarf konfrontiert, da die im Rahmen der EU-Aufbaufazilität zur Verfügung stehenden rund 10 Milliarden Euro von der Europäischen Kommission erst nachträglich erstattet werden. In der Praxis bedeutet dies, dass der ungarische Staat Investitionen und Entwicklungsprojekte vorfinanzieren muss, wobei die EU-Zahlungen erst nach deren Fertigstellung eingehen.
Auch der Zeitpunkt hat sich als vorteilhaft erwiesen. Die Stimmung der Anleger gegenüber Ungarn hat sich in den letzten Monaten verbessert, die weltweiten Renditen sind gesunken, und die ÁKK vermeldete eine starke Nachfrage nach auf Forint lautenden Staatsanleihen. Die rege Nachfrage nach der jüngsten Emission spiegelt dieses günstigere Umfeld wider.
Zwar wird die Mittelbeschaffung in Höhe von 3 Milliarden Euro die Staatsverschuldung erhöhen, doch ermöglicht sie es dem Staat, Projekte zu finanzieren, deren Kosten voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt von der Europäischen Union erstattet werden. Nach Angaben der ÁKK unterstreicht die erfolgreiche Emission das anhaltend starke Interesse internationaler Investoren an ungarischen Staatsanleihen.
Die Regierung von Péter Magyar wird die letzten rechtlichen Schritte unternehmen, die von der EU für den Zugang zu EU-Mitteln gefordert werden
Nach den Parlamentssitzungen am Montag und Dienstag sowie einer Kabinettssitzung am Mittwoch werde sich die zweite Hälfte der Woche auf Brüssel und den ECOFIN-Rat konzentrieren, teilte der Finanzminister am Montag in den sozialen Medien mit.
Die Regierung werde zudem die letzten rechtlichen Schritte unternehmen, die von der Europäischen Union gefordert werden, „um die dem ungarischen Volk und Ungarn zustehenden Mittel zu sichern“, fügte András Kármán hinzu und bezog sich dabei auf die für Freitag anstehende Sitzung des Rates für Wirtschaft und Finanzen (ECOFIN) der EU, wie die Ungarische Nachrichtenagentur berichtete.
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David Vitezy, Minister für Verkehr und Investitionen, teilte dem Parlament am Montag vor der Tagesordnung mit, dass die Verhandlungen mit der Europäischen Kommission abgeschlossen und der Text des Wiederaufbauplans fertiggestellt worden seien. Eine endgültige Entscheidung werde auf der Sitzung des EU-Finanzministerrats am Freitag erwartet, wobei alle Anzeichen auf eine positive Entscheidung hindeuten, fügte er hinzu.
Bei einem Gespräch am 26. Juni mit Kyriakos Pierrakakis, dem Vorsitzenden der Eurogruppe, erörterten Kármán und Ministerpräsident Péter Magyar die erzielten Ergebnisse bei der Freigabe von EU-Mitteln sowie die noch erforderlichen Schritte, damit diese Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen.
Die ungarische Regierung hat kürzlich den überarbeiteten Plan für die Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) vorgelegt, den die Kommission in den vergangenen Tagen angenommen hat. Der letzte Schritt besteht darin, dass der ECOFIN-Rat der Finanzminister dieses Programm bei seiner nächsten Sitzung am 10. Juli verabschiedet, erklärte der Finanzminister damals.
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