Der Flughafen Budapest stellt umfangreiche Ausbaupläne mit einem neuen Terminal, einem Bahnhof und einer umfassenden Modernisierung der Infrastruktur vor!

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Der Flughafen Budapest hat eine der größten Planungsausschreibungen seiner Geschichte gestartet und damit den Grundstein für eine umfassende, langfristige Neugestaltung des Internationalen Flughafens Budapest-Liszt Ferenc gelegt. Das ehrgeizige Programm umfasst ein brandneues Terminal, zusätzliche Passagierpiers, einen Bahnhof, neue Straßen, Parkmöglichkeiten sowie umfangreiche Modernisierungen der gesamten Flughafeninfrastruktur.

Laut den Ausschreibungsunterlagen, die in der TED-Datenbank für öffentliche Ausschreibungen der Europäischen Union veröffentlicht und von Magyar Építők weiterverbreitet wurden, strebt der Flughafenbetreiber den Abschluss von Rahmenverträgen mit mehreren Planungsbüros für einen Zeitraum von 96 Monaten an. Die Ausschreibung zielt darauf ab, ein umfassendes Entwicklungsprogramm zu erarbeiten und nicht nur ein einzelnes Bauprojekt.

Neues Terminal, Passagierpiers und Bahnhof geplant

Die geplanten Maßnahmen betreffen praktisch jeden Bereich des Flughafens. Zu den wichtigsten Projekten zählen:

  • Ein neues landseitiges Hauptterminalgebäude (MTB);
  • Erweiterung und Modernisierung der bestehenden Terminals 2A, 2B und des SkyCourt;
  • Bau eines neuen Passagierpiers „Pier E“;
  • Neue Flugzeugvorfelder und Rollwege;
  • Infrastruktur im Zusammenhang mit den Start- und Landebahnen;
  • Ein neuer Flugsicherungsturm;
  • Flugzeughangars;
  • Mehrstöckige Parkhäuser;
  • Ein Bahnhof mit direkter Bahnanbindung an den Flughafen;
  • Ein Hotel;
  • Ein Energiezentrum und Versorgungsgebäude;
  • Ein Geothermiekraftwerk;
  • Neue Straßen, Parkflächen und weitere unterstützende Infrastruktur.

Aus den Unterlagen geht hervor, dass die Planungsarbeiten für Gebäude mit einer Netto-Grundfläche von etwa 30.000 Quadratmetern sowie für rund 175.000 Quadratmeter an Flugzeugvorfeldern und Rollwegen gleichzeitig durchgeführt werden könnten.

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Foto: Flughafen Budapest

Der Zuschlag bei der Ausschreibung garantiert noch keine Verträge

Laut „Magyar Építők“ führt die Ausschreibung nicht automatisch zur Vergabe von Aufträgen an die erfolgreichen Bieter. Stattdessen wird der Flughafen Budapest Rahmenverträge mit mehreren Planungsbüros abschließen, wobei die einzelnen Projekte später im Rahmen separater Ausschreibungsrunden vergeben werden.

Für jedes Entwicklungselement werden die teilnehmenden Unternehmen neue Angebote einreichen, und Aufträge werden erst im Anschluss an diese Mini-Ausschreibungen vergeben. Den Ausschreibungsunterlagen zufolge könnten im Rahmen dieser Ausschreibungsrunden einzelne Planungsaufträge im Wert von 10 bis 12 Millionen Euro vergeben werden.

Die Planer werden die Projekte vom Konzept bis zur Bauausführung betreuen

Die ausgewählten federführenden Planer werden weit mehr als nur die Erstellung architektonischer Konzepte zu verantworten haben. Ihre Arbeit kann den gesamten Planungsprozess umfassen, einschließlich:

  • die Erstellung von Investitionsprogrammen;
  • die Entwicklung von Konzept- und Vorentwürfen;
  • Erstellung von Genehmigungs- und Zulassungsunterlagen;
  • die Unterstützung des Genehmigungsverfahrens;
  • Erstellung detaillierter Bauunterlagen;
  • Unterstützung bei Ausschreibungsverfahren zur Auswahl von Bauunternehmern.
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Foto: Flughafen Budapest

Der umfangreiche Auftragsumfang verdeutlicht die Absicht des Flughafenbetreibers, einen koordinierten, langfristigen Masterplan für Ungarns wichtigstes internationales Drehkreuz zu erstellen. Zwar wurde bislang noch kein Bauzeitplan bekannt gegeben, doch stellt die Ausschreibung einen bedeutenden Schritt in Richtung eines der größten Flughafenausbauprogramme dar, die jemals in Ungarn geplant wurden.

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