Waldbrand in Kroatien zwingt mindestens 58 Ungarn zur Evakuierung, einer wird verletzt: Außenministerin verfolgt die Lage

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Mindestens 58 ungarische Staatsbürger wurden aus den von dem verheerenden Waldbrand an der dalmatinischen Küste Kroatiens betroffenen Gebieten evakuiert, teilte die ungarische Außenministerin Anita Orbán am Freitag mit.
Etwa 45 der Evakuierten wurden in einer Sporthalle untergebracht, während weitere 13 an einen anderen Ort gebracht wurden. Die kroatischen Behörden und das Rote Kreuz leisten ihnen Hilfe. Der Waldbrand brach am Donnerstagabend in der Nähe von Omiš aus und breitete sich rasch durch trockene Vegetation und Kiefernwälder aus, bevor er Wohngebiete erreichte.
Ein ungarischer Tourist wurde verletzt
Nach Angaben des Außenministeriums wurde ein ungarischer Staatsbürger mit einer leichten Verletzung an einem Gliedmaß in ein Krankenhaus in Split gebracht. Derzeit sind keine weiteren Verletzten aus Ungarn bekannt. Der ungarische Konsulatsdienst steht weiterhin in Kontakt mit dem Krankenhaus und beobachtet die Lage für den Fall, dass weitere ungarische Staatsbürger medizinische Hilfe benötigen.
Ungarische Konsularbeamte verbrachten die gesamte Nacht damit, Anrufe von Bürgern aus dem betroffenen Gebiet zu beantworten und Personen zu kontaktieren, die für konsularischen Schutz registriert sind. Die genaue Zahl der Ungarn, die konsularische Hilfe in Anspruch nehmen, ist noch nicht bekannt, da die Beamten weiterhin individuell Kontakt zu den betroffenen Bürgern aufnehmen, um festzustellen, welche Hilfe diese benötigen.
Die 24-Stunden-Notrufnummer des Ministeriums für konsularische Angelegenheiten lautet +36 80 36 80 36.
Sieben Ungarn konnten zu Fuß fliehen
Die Hilfsersuchen betrafen hauptsächlich Evakuierung, Unterbringung, sichere Weiterreise sowie zurückgelassene persönliche Gegenstände oder Fahrzeuge.
Zwei ungarische Familien mit insgesamt sieben Personen mussten Berichten zufolge das Katastrophengebiet zu Fuß verlassen. Ihre Fahrzeuge könnten laut Angaben des Außenministeriums durch das Feuer zerstört worden sein.
Zwei ungarische Polizeibeamte, die derzeit in Zadar im Dienst sind, unterstützen ebenfalls die konsularischen Maßnahmen. Nach Rücksprache mit dem ungarischen Innenministerium wurden sie gebeten, in der Region zu verbleiben und die Maßnahmen weiterhin zu unterstützen. Ihre Unterbringung wird von der ungarischen Botschaft in Zagreb bereitgestellt.
Weitere Informationen zum Waldbrand: Ungarische Touristen fliehen, als ein riesiger Waldbrand die kroatische Küste bei Omiš erfasst
Aus Ungarn entsandte Kleinbusse
Aus Ungarn wurden zwei Kleinbusse entsandt, um die 13 ungarischen Staatsbürger abzuholen, die an den zweiten Evakuierungsort gebracht wurden. Die ungarische Botschaft in Zagreb und der Konsularische Dienst nehmen derzeit Kontakt zu allen bekannten, vom Brand betroffenen ungarischen Staatsbürgern auf, ermitteln deren individuelle Bedürfnisse und stimmen sich mit den kroatischen Behörden ab.
Soweit erforderlich, werden ungarische Beamte auch bei der Organisation der Weiterreise, der Unterbringung und anderer konsularischer Unterstützung behilflich sein.
Das Feuer ist unter Kontrolle, die Löscharbeiten dauern jedoch an
Laut Anita Orbán ist es den kroatischen Behörden gelungen, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern, obwohl die Löscharbeiten mit Unterstützung von Spezialflugzeugen fortgesetzt werden. Derzeit sind keine weiteren Evakuierungen bekannt.
Der Waldbrand in der Nähe von Omiš zwang rund 1.000 Anwohner und Touristen zur Flucht aus dem betroffenen Gebiet. Mindestens 36 Menschen wurden verletzt, sieben davon schweben in Lebensgefahr.
Das Feuer griff über Nacht bei starkem Wind auf Wohngebiete über und verursachte erhebliche Beeinträchtigungen entlang der beliebten dalmatinischen Küste. Ungarn, die sich noch in der betroffenen Region aufhalten, werden gebeten, den Anweisungen der kroatischen Behörden Folge zu leisten und sich an den ungarischen Konsulardienst zu wenden, falls sie Hilfe benötigen.
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