Ein in Kanada zu lebenslanger Haft verurteilter Mann wurde in Ungarn freigelassen und steht nun unter Hausarrest – hier erfahren Sie warum

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Ein Mann, der in Kanada zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, steht nun in Ungarn unter Hausarrest, wo die Polizei trotz seiner Verurteilung wegen eines Mordes mit einem Schwert nur sporadisch nach ihm sieht.

Der junge Mann, der die kanadische, ungarische und algerische Staatsangehörigkeit besitzt, scheint eine bemerkenswert glückliche Entscheidung getroffen zu haben, als er aus einem kanadischen Gefängnis floh und sich auf den Weg nach Ungarn machte. In Kanada hätte ihm der Rest seines Lebens hinter Gittern gedroht; in Ungarn hingegen wurde er nach 15 Jahren freigelassen – dies entspricht der Höchststrafe für Totschlag nach innerstaatlichem Recht, selbst wenn die Tat mit einem Schwert begangen wurde.

Im Jahr 2011 tötete der Mann in Kanada einen Bekannten. Die ungarischen Medien haben seine Identität nicht bekannt gegeben. Der mit einem Schwert begangene Mord führte in Kanada zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.

Er entging der lebenslangen Haftstrafe in Kanada

Im Frühjahr 2024 entkam er jedoch aus der Haft und bestieg einen Flug nach Amsterdam. Er wurde dank internationaler Zusammenarbeit am Flughafen festgenommen, anschließend an Ungarn ausgeliefert und als ungarischer Staatsbürger vor Gericht gestellt. Nach ungarischem Recht ist auf Totschlag ohne erschwerende Umstände eine Höchststrafe von 15 Jahren vorgesehen. Diese Strafe ist nun verbüßt, wobei die in Kanada verbüßte Haftzeit auf die Gesamtstrafe angerechnet wurde.

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The murderer who was released in Hungary
In Kanada zu lebenslanger Haft verurteilt, steht er nun in Ungarn unter Hausarrest. Quelle: PrtScr/RTL Klub

Infolgedessen wurde er kürzlich freigelassen. Allerdings wurde fast umgehend ein Verfahren gegen ihn wegen seiner Flucht eingeleitet. Derzeit steht er unter Hausarrest, doch die Staatsanwaltschaft hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt und argumentiert, er stelle weiterhin eine Gefahr dar und seine frühere Flucht zeige ein klares Fluchtrisiko.

Ferenc Rab, stellvertretender Sprecher der Budapester Generalstaatsanwaltschaft, erklärte gegenüber RTL News, dass der Angeklagte eine elektronische Fußfessel trage. Die Behörden haben zudem die Polizei angewiesen, regelmäßige Kontrollen durchzuführen, um sicherzustellen, dass er sich an seinem Wohnsitz aufhält.

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