Eine neue Umfrage zeigt, was Ungarn über die Migration aus ärmeren Ländern und über Gastarbeiter denken

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Fast die Hälfte der Ungarn würde Migranten aus ärmeren Ländern überhaupt nicht nach Ungarn einreisen lassen, und weitere 40 Prozent würden nur wenigen Migranten die Einreise gestatten. Dies geht aus einer Analyse des Thinktanks Republikon-Institut hervor, die am Freitag an die MTI übermittelt wurde.
Die Ungarn lehnen Einwanderung konsequent ab
Auf der Grundlage internationaler Forschungsergebnisse hat Republikon einen Bericht über die Einstellung der Ungarn zur Einwanderung und zur Integrationspolitik für Migranten zehn Jahre nach Beginn der Migrationskrise vorgelegt. Die öffentliche Meinung zur Einwanderung sei in den vergangenen fünfzehn Jahren im Wesentlichen unverändert geblieben, wobei Kampagnen der Fidesz lediglich vorübergehende negative Schwankungen verursacht hätten, so Republikon. Die Bevölkerung des Landes habe sich konsequent gegen Einwanderung ausgesprochen. Ungarn sei seit 25 Jahren das Land in Europa mit der größten Ablehnung gegenüber Einwanderern, erklärten die Analysten.
„Die einwanderungsfeindliche Haltung des Orbán-Regimes hat eine bereits stark in der ungarischen Gesellschaft vorhandene Tendenz aufgegriffen und diese verstärkt, wann immer es dies für notwendig erachtete. Sollte die ungarische Regierung ebenfalls eine einwanderungsfeindliche Haltung einnehmen – was die Aufnahme des Themas Flüchtlingslager in die Tagesordnung bereits andeuten könnte –, würde sie politisch gesehen rational handeln und die Position einer relativen Mehrheit der Gesellschaft vertreten, in der die Fremdenfeindlichkeit im internationalen Vergleich außergewöhnlich hoch ist“, erklärten sie.
Falls Sie es verpasst haben: An einer der Schengen-Grenzen Ungarns können die Grenzkontrollen aufgehoben werden, da der EU-Migrationspakt am Freitag in Kraft tritt
Außergewöhnlich hohes Ausmaß an Fremdenfeindlichkeit
Das Fehlen einer Integrationspolitik und die sowohl in der Gesellschaft als auch in der Politik vorherrschende Fremdenfeindlichkeit verstärken sich gegenseitig. Laut dem Migrant Integration Policy Index (MIPEX) belegte Ungarn im Jahr 2025 hinsichtlich der Qualität seiner Integrationspolitik den sechsten Platz von unten unter den Mitgliedstaaten, fügten sie hinzu.
„Besonders schlecht schneiden wir beim Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung, Staatsbürgerschaft und Bürgerrechten ab“, so die Analysten. Das außergewöhnlich hohe Ausmaß an Fremdenfeindlichkeit in Ungarn sei nicht durch das Ausmaß der Belastung zu rechtfertigen, da das Land weder als Aufnahmeland noch als Grenzland eine so große Last trage wie Länder, die Ausländern gegenüber aufgeschlossener seien, erklärte Republikon.
Geheime Dokumente, die von PM Magyar veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Regierung Orbán ein Migrantenlager in Ungarn errichtet hat
Titelbild: Illustration. Quelle: depositphotos.com

