Extreme Hitzewelle könnte in Ungarn viele Züge aus dem Verkehr ziehen

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Ungarns Bahnbetreiber hat gewarnt, dass in den kommenden Tagen mehrere Züge aus dem Verkehr gezogen werden könnten, da die extreme Hitze das Netz an seine Grenzen bringt. Temperaturen über 40 °C verursachen schwerwiegende technische Ausfälle im gesamten Netz. Laut MÁV wurden bereits einige FLIRT-Triebzüge außer Betrieb genommen, nachdem ihre Batterien während der Hitzewelle Ende Juni überhitzt waren.

Viele Züge könnten während des Höhepunkts der Hitzewelle ausfallen

Das Problem ist besonders ärgerlich, da die Schutzsysteme der Züge in solchen Fällen automatisch eingreifen. Sobald sich die Batterien überhitzen, wird der Ladevorgang unterbrochen, was bedeutet, dass der Zug nach dem Anhalten nicht wieder in Betrieb genommen werden kann. Ende Juni wurden innerhalb kurzer Zeit etwa 30 FLIRT-Züge außer Betrieb gesetzt. Auch in späteren Einträgen der Hitzewarnmeldungen der Regierung wurde vermerkt, dass FLIRT-Züge aufgrund von Batterieüberhitzung aus dem Verkehr gezogen worden waren.

Zudem kann der Zug erst wieder fahren, wenn die Außentemperatur auf ein akzeptables Niveau gesunken ist. Mit anderen Worten: Fahrgäste können an Bord festsitzen, selbst wenn die Klimaanlage nicht mehr funktioniert, da auch diese Strom benötigt.

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Foto: MÁV

Die MÁV sucht nun gemeinsam mit Ingenieuren des Herstellers Stadler nach einer langfristigen Lösung. Die Batterien wurden überprüft, die notwendigen Austauscharbeiten durchgeführt und Ersatzaggregate bereitgestellt. Zudem wurde ein Notfallbetriebsverfahren für extreme Hitze eingeführt, das die Belastung der Züge verringert, während das technische Personal deren Zustand kontinuierlich überwacht.

Ausfälle können nicht ausgeschlossen werden

Der nächste Schritt besteht darin, Maßnahmen zum Hitzeschutz zu testen, die die thermische Belastung des Batterieraums verringern sollen, sowie ein neues Batterielademodul zu erproben. Bei Erfolg könnte dies eine flottenweite Lösung darstellen.

Unterdessen überwacht die Regierung aufgrund der Hitze weiterhin den Zustand der Gleise und die Schienentemperatur; bei Bedarf werden Geschwindigkeitsbeschränkungen verhängt.

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Laut MÁV können weitere Ausfälle der FLIRT-Züge nicht ausgeschlossen werden, solange die Temperaturen über längere Zeiträume über 40 °C liegen. Die derzeitigen Maßnahmen verringern daher zwar das Risiko, stellen jedoch noch keine endgültige Lösung des Problems dar.

Ab heute gilt in Ungarn eine Hitzewarnung der Stufe 3 – was das bedeutet

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