Ungarn schließt sich 21 EU-Staats- und Regierungschefs bei der Kritik an Spaniens Umgang mit der Migrationskrise nach den massiven Zuströmen an

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Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar hat gemeinsam mit 21 weiteren europäischen Staats- und Regierungschefs einen gemeinsamen Brief unterzeichnet, in dem Spaniens Umgang mit dem jüngsten Migrationsansturm kritisiert wird und davor gewarnt wird, dass die jüngsten Entwicklungen den Schutz der Außengrenzen der Europäischen Union untergraben könnten.
Die Initiative folgt auf Berichte, wonach in den vergangenen Tagen fast 50.000 irreguläre Migranten aus Marokko in die spanische Enklave Ceuta eingereist sind, was Forderungen nach einer koordinierten europäischen Reaktion ausgelöst hat.
Gemeinsamer Brief fordert stärkeren EU-Grenzschutz
Laut Außenministerin Anita Orbán argumentieren die 22 Staats- und Regierungschefs, dass die Reaktion der spanischen Regierung die Kontrollen an den Außengrenzen der EU zu schwächen droht.
Der Brief fordert Berichten zufolge koordinierte Maßnahmen auf EU-Ebene zur Stärkung des Grenzschutzes und warnt davor, den Eindruck zu erwecken, dass eine illegale Einreise in die Union letztendlich zu einem legalen Aufenthaltsrecht führen könnte.
Die Unterzeichner erklärten zudem, sie seien bereit, bei Bedarf die vorübergehende Wiedereinführung von Kontrollen an den Binnengrenzen innerhalb des Schengen-Raums in Betracht zu ziehen.
Die ungarische Regierung bringt den Anstieg mit einem spanischen Gerichtsurteil in Verbindung
In einem Facebook-Beitrag erklärte Orbán, die jüngsten Ereignisse erinnerten an die Migrationskrise von 2015, als es in Europa zu massiven irregulären Grenzübertritten kam.
Sie wies zudem darauf hin, dass ein Anfang dieses Monats ergangenes Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs möglicherweise zu dem jüngsten Anstieg beigetragen habe. Nach Angaben der ungarischen Regierung entschied das Gericht, dass Personen, die auf dem Seeweg eintreffen, nicht sofort zurückgeschickt werden dürfen – eine Entscheidung, die nach Ansicht der Unterzeichner weitere Grenzübertritte begünstigt haben könnte.
Spanien gibt an, dass die meisten Ankömmlinge bereits zurückgekehrt seien
Orbán erklärte, sie stehe in ständigem Kontakt mit ihren europäischen Amtskollegen, und der spanische Außenminister José Manuel Albares habe bestätigt, dass bereits rund 49.000 Menschen nach Marokko zurückgekehrt seien. Dennoch argumentierte sie, dass das Ausmaß des Vorfalls den gemeinsamen Appell der 22 europäischen Staats- und Regierungschefs rechtfertige.
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Forderungen nach einer dringenden EU-Koordination
Die Unterzeichner fordern den irischen Ratsvorsitz der Europäischen Union nachdrücklich auf, eine außerordentliche Videokonferenz der EU-Innenminister einzuberufen, um die Reaktion der Union zu koordinieren. Zudem fordern sie eine stärkere Unterstützung durch Frontex, die EU-Grenz- und Küstenwache, sowie eine Überprüfung der Zusammenarbeit mit Marokko im Bereich des Migrationsmanagements.
Ungarn bekräftigt seine Ablehnung der illegalen Migration
Orbán erklärte, jeder EU-Mitgliedstaat, einschließlich Spaniens, trage Mitverantwortung für den Schutz der Außengrenzen der Union. „Die ungarische Regierung wird sich weiterhin entschieden gegen illegale Migration einsetzen und die Grenzen Ungarns unter allen Umständen verteidigen“, schrieb sie.
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