PM Magyar: Ungarn beginnt mit dem Versenken von zwei riesigen Lastkähnen, um den Wasserstand der Donau in der Nähe von Paks anzuheben

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Ungarn wird am Freitagnachmittag mit dem kontrollierten Versenken von zwei 80 Meter langen Lastkähnen in der Nähe von Paks beginnen – eine außergewöhnliche Maßnahme, um den Wasserstand der Donau anzuheben und den Betrieb des Kernkraftwerks Paks zu sichern.
Ministerpräsident Péter Magyar kündigte die jüngste Phase des Notfallbauprojekts in einem Video an, das am Standort der provisorischen Sohlschwelle der Donau aufgenommen wurde.
Nach Angaben des Ministerpräsidenten sind nun alle Verankerungspfähle, die acht Meter tief in den Flussboden gebohrt wurden, installiert. Die beiden Lastkähne werden mit etwa vier Zentimeter dicken Stahlseilen daran befestigt, bevor sie gezielt versenkt werden.
80 Meter lange Lastkähne sollen in die Donau abgesenkt werden
Das kontrollierte Versenken der beiden Schiffe sollte laut Magyar am Freitag gegen 15 Uhr beginnen. Die Maßnahme ist Teil eines Großprojekts, mit dem der Wasserstand der Donau in der Nähe von Paks angesichts anhaltender Dürre und außergewöhnlich niedriger Wasserstände angehoben werden soll.
Die Arbeiten werden rund um die Uhr fortgesetzt, unter Beteiligung der ungarischen Streitkräfte, von Industrie-Tauchern, Fachleuten für Wasserwirtschaft, Bauunternehmern und Mitarbeitern der Nationalen Verteidigungsbehörde. Magyar bezeichnete den Umfang und die Komplexität der Bauarbeiten als beispiellos in Ungarn in den letzten Jahrzehnten.
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Regierung lädt Oppositionsführer nach Paks ein
Magyar hat die Vorsitzenden der im ungarischen Parlament vertretenen Parteien für Samstag um 10 Uhr nach Paks eingeladen. Der Ministerpräsident erklärte, er wolle ihnen die Baustelle zeigen und erläutern, warum die Regierung gezwungen gewesen sei, ein derart komplexes und groß angelegtes Projekt in Angriff zu nehmen.
Zudem beabsichtigt er, die seiner Meinung nach in den letzten zehn Jahren begangenen Fehler zu erörtern, die zur aktuellen Situation beigetragen haben.
Die Vorsitzenden von Fidesz und Mi Hazánk lehnten die Einladung jedoch unter Verweis auf Feiertage und andere Gründe ab.
Falls Sie es verpasst haben: Pressekonferenz der Regierung: Kernkraftwerk Paks droht die Stilllegung
Magyar kritisiert Orbán wegen dessen Abwesenheit
Der Ministerpräsident kritisierte den ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán scharf dafür, dass er seine Teilnahme verweigert hatte. Magyar warf Orbán vor, trotz der anhaltenden Dürre, der niedrigen Wasserstände an der Donau und der Energiesituation in Ungarn zu schweigen.
Er argumentierte, dass die aktuellen Umstände eine nationale Zusammenarbeit ungeachtet politischer Differenzen erforderten, und erklärte, Orbán hätte Paks besuchen sollen, um sich ein Bild von den laufenden Arbeiten zu machen und sich über die Bemühungen der Regierung zur Stabilisierung der Energieversorgung des Landes zu informieren.
Magyar wies zudem darauf hin, dass Orbán Beiträge von Vertretern der Wirtschaft hätte einbringen können, um das Projekt zu unterstützen. Abschließend dankte der Ministerpräsident allen, die an den Notfallbauarbeiten beteiligt waren, und erklärte, dass letztlich rund 145.000 Kubikmeter Gestein für die provisorischen und dauerhaften Bauwerke verwendet werden sollen.
„Gemeinsam werden wir den Wasserstand der Donau anheben und den Betrieb des Kernkraftwerks Paks sicherstellen“, sagte Magyar.

