EILMELDUNG: 12 Tote bei verheerendem Busunfall auf der ungarischen Autobahn M3

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Zwölf Menschen kamen ums Leben und Dutzende wurden verletzt, nachdem ein in Polen zugelassener Reisebus am frühen Sonntagmorgen auf der ungarischen Autobahn M3 in der Nähe von Mezőkeresztes verunglückt war.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall am 16. August gegen 1 Uhr morgens auf der Fahrbahn der Autobahn in Richtung Nyíregyháza, kurz hinter der Ausfahrt Mezőkeresztes. Der Reisebus kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich in einem Graben.

Die Polizei teilte mit, dass die derzeitigen Erkenntnisse darauf hindeuten, dass der Fahrer möglicherweise am Steuer eingeschlafen sei. Der Fahrer wird derzeit in Polizeigewahrsam genommen.

Polish bus overturns on M3 motorway in tragic accident4
Polnischer Reisebus überschlägt sich bei tragischem Unfall auf der Autobahn M3. Foto: MTI

Dutzende bei dem Unfall verletzt

Der Nationale Rettungsdienst (OMSZ) teilte mit, dass im Rahmen des Massenunfallprotokolls 14 Rettungswagen zum Unfallort entsandt wurden.

Zwölf Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben.

Eine Person wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen behandelt, neun erlitten schwere Verletzungen, während weitere 37 Personen leichter verletzt wurden.

Die Verletzten wurden vor Ort versorgt, bevor sie in Krankenhäuser in Miskolc, Debrecen, Nyíregyháza und Eger gebracht wurden. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde befanden sich 57 Fahrgäste und zwei Fahrer in dem Reisebus.

Die Rettungsmaßnahmen gestalteten sich besonders schwierig, da mehrere Fahrgäste unter dem umgestürzten Fahrzeug eingeklemmt waren. Bis etwa 3 Uhr morgens hatten die Feuerwehrleute 35 Personen aus dem Bus gerettet.

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Polnischer Bus überschlägt sich bei tragischem Unfall auf der Autobahn M3. Foto: MTI

Für die Rettungsaktion waren Kräne erforderlich

Der 24 Tonnen schwere Reisebus musste bewegt werden, damit die Rettungskräfte die darunter eingeklemmten Personen erreichen konnten. Es wurden zivile Kräne zum Unfallort gerufen, während die Feuerwehrleute die Hinterachse des Fahrzeugs mit Winden anhoben, bis die Kräne eintrafen.

Außerdem wurde ein beheizter Bus zum Unfallort geschickt, um den vom Unfall Betroffenen Schutz zu bieten, während ein Ersatzreisebus aus Polen entsandt wurde.

Die Autobahn wurde im betroffenen Abschnitt gesperrt, während die Polizei den Unfall untersuchte und die Rettungskräfte vor Ort im Einsatz waren. Der Verkehr wurde bei Mezőkeresztes von der M3 umgeleitet; die Autofahrer konnten bei Emőd wieder auf die Autobahn auffahren.

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Polnischer Bus überschlägt sich bei tragischem Unfall auf der Autobahn M3. Foto: MTI

Polnische Behörden stehen in Kontakt mit Ungarn

Die Tragödie löste Beileidsbekundungen von ungarischen und polnischen Amtsträgern aus. Ministerpräsident Péter Magyar sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus und dankte den Rettungskräften sowie den an der Rettungsaktion beteiligten Zivilisten.

Die ungarische Außenministerin Anita Orbán erklärte, die ungarischen Behörden würden die notwendigen Rettungs- und medizinischen Maßnahmen durchführen, während die polnische Botschaft sich kontinuierlich um die Belange der vom Unfall betroffenen polnischen Staatsbürger kümmere.

Auch der polnische Präsident Karol Nawrocki sprach den Familien der Verstorbenen sein Beileid aus und bezeichnete den Absturz als eine unvorstellbare Tragödie. Außenminister Radosław Sikorski erklärte, polnische Diplomaten stünden in Kontakt mit den ungarischen Behörden.

Die Ermittlungen und die technischen Rettungsmaßnahmen dauern an.

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