Invasive Mückenarten erobern Ungarn – zerstört der Klimawandel unser Ökosystem?

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Die Dürre hat einheimische Mücken aus weiten Teilen Ungarns verdrängt, woraufhin invasive Arten – vor allem die asiatische Tigermücke – in Wohngebieten gedeihen, wie die Nationale Generaldirektion für Katastrophenschutz (OKF) warnt.
Durch Dürre geprägte Mückenverbreitung
In weiten Teilen des Landes bestimmt das trockene Wetter weiterhin das Auftreten von Stechmücken: Die Auenarten, die entlang von Flüssen oft erhebliche Belästigungen verursachen, sind in dieser Saison kaum zu sehen, während invasive Arten in Wohngebieten zunehmend präsent sind, insbesondere asiatische Tigermücken, so die OKF. In einer Erklärung vom Montag wies die Behörde darauf hin, dass sich Larven der Tigermücke bereits in einer kleinen Wassermenge von der Größe eines Glases in großer Zahl entwickeln können; daher entstehen nach Regenfällen oder der Gartenbewässerung zahlreiche ideale Brutstätten rund um Wohnhäuser, berichtete MTI.

Wo einheimische Larven noch überleben
Für die Larven der in Ungarn heimischen Mücken sind geeignete Lebensräume fast vollständig verschwunden, mit Ausnahme des Gebiets um den Tisza-See, wo schwankende Wasserstände günstige Bedingungen für ihre Entwicklung schaffen. Dort führen Fachleute an Abschnitten, die nicht unter Naturschutz stehen, sowohl biologische Larvenbekämpfung als auch Maßnahmen gegen ausgewachsene Mücken durch.
Grenzen der organisierten Bekämpfung invasiver Arten
Die Brutstätten invasiver Mücken liegen außerhalb der Reichweite organisierter Maßnahmen, da sich die überwiegende Mehrheit auf Privatgrundstücken bildet. Wenn ihre Zahl überhandnimmt, werden die Maßnahmen nach Sonnenuntergang, in den späten Abend- und Nachtstunden, mit Sprühgeräten durchgeführt, die auf Pritschenfahrzeugen montiert sind, so die Behörden.
Wo Sprühfahrzeuge zum Einsatz kommen werden
In den kommenden Tagen ist mit Mückenbekämpfungsfahrzeugen in mehreren Ortschaften in den Komitaten Baranya, Borsod-Abaúj-Zemplén und Békés zu rechnen; gezielte Teilbehandlungen sind in einem Bezirk von Budapest sowie in bestimmten Stadtvierteln von Szeged geplant. Eine detaillierte Liste der betroffenen Ortschaften mit den geplanten Bekämpfungsterminen ist auf der Website des Katastrophenschutzes verfügbar; die Einwohner können sich zudem über die offiziellen Medienkanäle der jeweiligen Kommunalverwaltungen auf dem Laufenden halten.
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