Details zu den diesjährigen Feierlichkeiten am 20. August werden bekannt: Bierpreise, Künstler, Konzerte – und Premierminister Magyar als DJ?

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Genau wie am 9. Mai bei seiner Amtseinführung wird Premierminister Péter Magyar voraussichtlich erneut hinter den DJ-Pults auf dem Kossuth-Platz vor dem ungarischen Parlament stehen. Die Feierlichkeiten zum ungarischen Nationalfeiertag am 20. August beschränken sich jedoch nicht auf diese zentrale Bühne: Auch vor der Technischen Universität und auf der Margareteninsel sind Feste geplant. Und zur Beruhigung der Feiernden: Bier wird nicht unerschwinglich teuer sein. Die Einzelheiten folgen.
Ende der großzügigen Subventionen am 20. August
Nach den neuesten Informationen von Telex wird es bei den diesjährigen Feierlichkeiten zum 20. August in Budapest erneut vergünstigte Bierpreise geben – allerdings werden diese deutlich höher ausfallen als im Vorjahr. In den vergangenen Jahren legten die Orbán-Regierungen großen Wert darauf, dass bestimmte Produkte während der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag außergewöhnlich günstig blieben. So war Borsodi vom Fass (0,4 l) bereits für 380 Forint erhältlich, während eine Dosenversion (0,5 l) 430 Forint kostete. Auch Wein war günstig (260 Forint pro Deziliter), ebenso wie Pálinka, Mineralwasser, Wiener Brezeln sowie Coca-Cola oder Pepsi.

In diesem Jahr subventioniert die neue Regierung diese Preise jedoch nicht mehr so großzügig, was bedeutet, dass die Kosten deutlich steigen werden – wenn auch immer noch unter den vollen Marktpreisen. Der Grund dafür ist, dass zwar keine direkten Subventionen mehr gewährt werden, jedoch weiterhin eine Preisobergrenze gilt: Kein Verkäufer darf Bier für mehr als 1.000 Forint oder Mineralwasser für mehr als 500 Forint verkaufen.
Diese Bedingungen wurden vom Veranstalter, Centrum Production, festgelegt. Teilweise aufgrund des Wegfalls staatlicher Preisstützungen wird die Durchführung der Feierlichkeiten selbst deutlich kostengünstiger sein: Die Tisza-Regierung beabsichtigt, die gesamte Veranstaltung mit einem Budget von lediglich 4 Milliarden Forint durchzuführen.

Ein kürzeres Feuerwerk – und DJ Péter Magyar?
Im Gegenzug wird sogar das traditionell spektakuläre Feuerwerk kürzer ausfallen. Das seit den 1930er Jahren jährlich stattfindende Feuerwerk wird in diesem Jahr zwar nicht abgesagt, soll jedoch nur 10 Minuten dauern. Im Gegensatz dazu dauerte das Feuerwerk im vergangenen Jahr 30 Minuten; es war von der damaligen Regierung in Auftrag gegeben worden und legte einen ausgeprägten Schwerpunkt auf König Peter Orseolo, einen der Nachfolger des Heiligen Stephan (1038–1041; 1044–1046), und zog damit implizit eine wenig schmeichelhafte Parallele zwischen dieser umstrittenen Persönlichkeit und dem damaligen Oppositionsführer, dem heutigen Ministerpräsidenten Péter Magyar.
Neben dem Feuerwerk und dem teureren Bier wird es am 19. und 20. August an drei Veranstaltungsorten zahlreiche kostenlose Open-Air-Veranstaltungen geben. An beiden Tagen findet am Donauufer vor der Technischen Universität das „Elektro Rakpart“ mit einer Vielzahl von Künstlern statt, während sich der Kossuth-Platz in den „Diszkótér“ verwandelt, auf dem unter anderem Anima Sound System auftreten wird.

Ob Péter Magyar erneut hinter das DJ-Pult treten wird – wie er es am 9. Mai bei seiner Amtseinführung tat –, bleibt ein Rätsel. Sicher ist laut Telex jedoch, dass noch eine Reihe von Überraschungsgästen bekannt gegeben werden soll.
Verkehrsänderungen aufgrund der Feierlichkeiten am 20. August – die Einzelheiten finden Sie in unserem Artikel
Auf der Margareteninsel stehen an beiden Tagen alternative Musik und Gitarren im Mittelpunkt. Zu den auftretenden Künstlern gehört unter anderem Quimby, außerdem wird es ein LGT-Tributekonzert von Random Trip geben. Alle Einzelheiten finden Sie im Telex-Artikel.
Feierlichkeiten zum 20. August: Wozu?
Der 20. August ist ein bedeutender Feiertag in Ungarn, der offizielle Staatsfeiertag, an dem der Staatsgründung und des Heiligen Stephan, des ersten christlichen Königs von Ungarn, gedacht wird. König Stephan, der 1083 heiliggesprochen wurde (Regierungszeit 997/1000–1038), setzte das staats- und kirchenbildende „Werk“ seines Vaters, Großfürst Géza (972–997), fort und integrierte Ungarn in die christliche europäische Welt. Zu diesem Zweck setzte er sich gegen rivalisierende Thronanwärter und innenpolitische Gegner durch und wehrte zugleich erfolgreich Einmischungen von außen ab. Am Ende seiner Regierungszeit war Ungarn ein junger Staat mit einer soliden Verwaltungsstruktur, fest verankert im christlichen Europa – ein Staat, der die turbulenten Jahrzehnte nach Stefans Tod (1038–1046) erfolgreich überstand.


