Gute Nachrichten für Immobilienkäufer und Studierende: An Budapests brachliegendem Ufergebiet könnte ein weitläufiger Studenten- und Wohnbezirk entstehen

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Verkehrsminister Dávid Vitézy äußerte sich gestern auf einer Pressekonferenz unmissverständlich: Die Tisza-Regierung will nicht nur den Mangel an Studentenwohnheimen, sondern auch die Wohnungskrise bekämpfen. Während im letzteren Bereich bereits eine Reihe von Maßnahmen skizziert wurde, hat sich der Ansatz im ersteren Bereich deutlich gewandelt. Während frühere Orbán-Regierungen eine Art chinesisches Universitätsprojekt für Budapest ins Auge gefasst hatten, will die Regierung unter Péter Magyar nun die Pläne für eine Studentenstadt und ein neues Wohnviertel an genau diesem Standort wiederbeleben und umsetzen.

Großes Bauprojekt in Budapests Brachgebiet

„Wir werden die alten Pläne überprüfen, doch das Ziel bleibt unverändert: die Schaffung eines hochwertigen, gemischt genutzten Wohn- und Studentenwohnviertels, das auch zur Entlastung der Wohnungskrise in Budapest beitragen wird“, schrieb Dávid Vitézy gestern in einem Facebook-Beitrag.

Herr Vitézy war zudem Anfang der 2020er Jahre, als er Leiter des Budapester Entwicklungszentrums war, maßgeblich an den Plänen zur Schaffung eines 36 Hektar großen Parks im Norden von Csepel beteiligt.

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Der ursprüngliche Snøhetta-Plan für das gesamte Projekt: der Park im Norden von Csepel auf der linken Seite, das Leichtathletikstadion in der Mitte (fertiggestellt) und die Studentenstadt auf der rechten Seite. Foto: Gergely Karácsony / Facebook

Das ursprüngliche Projekt sah drei Hauptelemente auf den brachliegenden Industrieflächen im Norden von Csepel und im benachbarten Ferencváros vor: ein Stadion und zugehörige Trainingsplätze für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2023, eine Studentenstadt sowie einen weitläufigen öffentlichen Park. Das Stadion wurde errichtet und Ende 2024 für die Öffentlichkeit eröffnet.

Das Vorhaben hätte auch die Albertfalva-Brücke über die Donau sowie eine entsprechende Brücke über den kleineren Seitenarm des Flusses umfassen können, über die möglicherweise eine Straßenbahn verkehren sollte.

Von diesen drei Elementen sind jedoch nur die künstlerischen Darstellungen erhalten geblieben. Laut Herrn Vitézy waren auch Masterpläne für die Studentenstadt fertiggestellt worden, doch die vorherige Regierung legte diese nach 2021 auf Eis, da sie es vorzog, das Gelände der chinesischen Fudan-Universität zuzuweisen, die dort einen europäischen Campus errichten wollte.

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Foto: Facebook/snohetta

Das China-Projekt der Orbán-Regierung scheitert

Der Vorschlag stieß auf heftigen Widerstand seitens der Anwohner und auf erfolgreichen Widerstand der betroffenen Gemeinden. Eine der bemerkenswertesten Begleiterscheinungen war die Benennung nahegelegener Straßen nach Themen wie der Freiheit Hongkongs und dem Dalai Lama.

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Foto: Facebook/Döme-Zsuzsanna-Suzi-MKKP

Gergely Karácsony, der Bürgermeister von Budapest, erklärte damals, die Regierung habe ursprünglich Pläne vorgelegt, nach denen die Studentenstadt und die Fudan-Universität nebeneinander entstehen sollten. Später habe sich jedoch herausgestellt, so Karácsony, dass der Campus der chinesischen Universität tatsächlich das Gelände einnehmen würde, das ursprünglich für Studentenwohnheime vorgesehen war.

Herr Karácsony argumentierte daher, dass das Fudan-Projekt die ursprüngliche Studentenstadt faktisch verdrängt hätte.

Dringender Bedarf an modernen Studentenunterkünften

Das Projekt „Studentenstadt“ sah die Schaffung eines neuen Stadtteils vor, der in erster Linie darauf abzielte, die Wohnungsprobleme von Studierenden zu lösen. Studentenwohnheime hätten das Herzstück der Bebauung gebildet, mit dem Ziel, eine große Anzahl erschwinglicher Wohnungen für Studierende bereitzustellen.

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Foto: Facebook/snohetta

Bei dem Projekt wäre es nicht lediglich darum gegangen, eine Handvoll Studentenwohnheime zu errichten. Es verkörperte eine umfassendere städtebauliche Vision, bei der Wohnraum mit der Infrastruktur und den Dienstleistungen kombiniert wurde, die für ein funktionierendes Stadtviertel erforderlich sind.

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Umfragen zufolge fehlen in Budapest derzeit 34.000 Wohnheimplätze für Studierende. Ein erheblicher Teil der bestehenden Wohnheime lässt zu wünschen übrig, dennoch ist die Nachfrage immer noch dreimal so groß wie das Angebot. Der Mangel treibt zudem die Immobilienpreise und Mieten in die Höhe.

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https://www.facebook.com/snohetta

Herr Vitézy erklärte gestern, dass auf dem weitläufigen Gelände bald mit dem Bau begonnen werden könnte; geplant sind sowohl ein Wohnviertel als auch eine Studentenstadt. Er nannte weder Zahlen zur Anzahl der zu errichtenden Wohnungen oder Studentenunterkünfte, noch legte er dar, welche weiteren Einrichtungen vorgesehen sein könnten.

Er erklärte lediglich, dass die grundlegenden Ziele unverändert blieben, der bisherige Masterplan jedoch überarbeitet werden müsse.

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