„Das Lächeln des Verteidigungsministers ist nicht aufrichtig!“: Ministerpräsident Magyar scherzt, als das Ministerboot auf der Donau an Antriebskraft verliert

Ein Boot, auf dem sich der ungarische Verteidigungs- und der Wirtschaftsminister befanden, trieb kurzzeitig auf der Donau, nachdem sein Motor während einer live übertragenen Inspektion der Notfallmaßnahmen am Fluss des Kernkraftwerks Paks ausgefallen war.
Der ungewöhnliche Vorfall ereignete sich am Sonntagmorgen, als Ministerpräsident Péter Magyar und seine Minister den Bau einer Bodenschwelle inspizierten, die den Wasserstand der Donau in der Nähe des Kernkraftwerks Paks anheben soll.
Magyar und seine Minister hatten zuvor eine Pressekonferenz über den Fortschritt der Flussbauarbeiten und die schrittweise Wiederinbetriebnahme der Turbinen des Kraftwerks abgehalten. Im Anschluss daran lud der Ministerpräsident die Journalisten ein, ihn auf einer Bootsfahrt zur Baustelle zu begleiten.
Das Boot der Minister bleibt zurück
Magyar befand sich in einem Boot, während die Journalisten in einem anderen folgten. Verteidigungsminister Romulusz Ruszin-Szendi und Wirtschaftsminister István Kapitány befanden sich gemeinsam in einem separaten Boot hinter dem Ministerpräsidenten.
Während der Live-Übertragung wurde schnell deutlich, dass das Boot der Minister zurückfiel. Der Grund war weitaus weniger dramatisch, als die Aufnahmen zunächst vermuten ließen: Der Motor war ausgefallen, sodass das Boot auf dem Fluss treibend zurückblieb.
Magyar, der während der Tour kurzzeitig die Kamera von seinem Kameramann übernommen und laufend kommentiert hatte, bemerkte schließlich das Problem. Er fragte, ob es normal sei, dass der Verteidigungsminister auf der Donau davontreibe, ohne dass offenbar jemand zu seiner Rettung eile.
Ein Oberst der Armee, der vor Ort war, antwortete: „Meldung: Sie wurden gerettet.“
Die beiden Minister wurden anschließend mit einem anderen Boot sicher an Land gebracht. Als Ruszin-Szendi an Land ging, konnte Magyar sich einen Scherz über den Vorfall nicht verkneifen.
„Das Lächeln des Verteidigungsministers ist nicht aufrichtig!“, witzelte der Ministerpräsident.


Neues Denkmal für 1956 zum 70. Jahrestag geplant
Während derselben Pressekonferenz in Paks kündigte Magyar zudem Pläne für eine neue, größere Gedenkstätte an, die der Revolution von 1956 im Vorfeld ihres 70. Jahrestags im Jahr 2026 gewidmet sein soll. Der Ministerpräsident erklärte, er wünsche sich für Ungarn eine bedeutendere und würdevollere Gedenkstätte als die bestehenden Stätten in Budapest.
Er erklärte, er werde ungarische Unternehmen bitten, sich freiwillig an dem Projekt zu beteiligen, und zog dabei einen Vergleich zu den privaten Spenden, die wohlhabende französische Privatpersonen und Unternehmen nach dem Brand der Kathedrale Notre-Dame in Paris im Jahr 2019 geleistet hatten.
Laut Magyar beginnen ungarische Unternehmen nun ebenfalls, mehr Verantwortung für nationale Anliegen zu übernehmen. Er argumentierte, dass der 70. Jahrestag der Revolution von 1956 eine Gelegenheit für Unternehmen jeder Größe bieten sollte, zu einer gemeinsamen nationalen Gedenkfeier beizutragen.
Er erklärte, es solle eine Kultur entstehen, in der der Privatsektor das Gefühl habe, dass das Land auch „sein eigenes“ sei, und fügte hinzu, dass gemeinsame Feierlichkeiten eine wichtige symbolische Botschaft vermitteln könnten.
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Kritik an staatlichen Fördermitteln
Magyar kritisierte zudem die vorherige Regierung wegen der Ausgaben für nationale Gedenkfeiern. Er behauptete, dass trotz der hohen Summen, die für nationale Veranstaltungen ausgegeben wurden, die geplante Renovierung des Gedenkparks zum 500. Jahrestag der Schlacht bei Mohács nicht abgeschlossen worden sei.
Er erklärte ferner, dass im Haushalt für die diesjährigen Gedenkfeiern am 23. Oktober nur noch einige hundert Millionen Forint verbleibten und dass kein Plan für ein neues Denkmal für 1956 ausgearbeitet worden sei.
Nach Magyars Ansicht fehlt es in Budapest derzeit an einem ausreichend geeigneten Denkmal für die Revolution von 1956. Er erklärte, weder die Stahlsäulen auf dem Ötvenhatosok-Platz noch das Haus des Terrors erfüllten diese Rolle angemessen.
Der Ministerpräsident erklärte, er werde daher an große ungarische Unternehmen schreiben und sie bitten, sich an den Baukosten für ein neues, groß angelegtes Denkmal im Vorfeld des 70. Jahrestags der Revolution zu beteiligen.
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