Absturz eines ungarischen Gripen: Das schwedische Unternehmen Saab bietet Unterstützung an, während die Ermittlungen beginnen

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Bei dem Kampfflugzeug, das am Montag in der Nähe von Szolnok abgestürzt ist, handelte es sich um einen einsitzigen Gripen C, nicht um das neueste E/F-Modell. Saab kündigt an, die ungarischen Ermittlungen zu unterstützen, während der Absturz auch kurzzeitig den Aktienkurs des schwedischen Rüstungsunternehmens beeinflusst hat.

Saab hat bestätigt, dass es sich bei dem ungarischen „Gripen“-Kampfflugzeug, das am Montag in der Nähe von Szolnok abgestürzt ist, um einen einsitzigen „Gripen C“ handelte. Der ungarische Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz aus dem Flugzeug retten und überlebte den Absturz. Die ungarischen Behörden sind für die Untersuchung der Unfallursache zuständig, während Saab erklärt, technische Unterstützung bei den Ermittlungen zu leisten.

„Selbstverständlich wird Saab bei den Ermittlungen mitwirken“, erklärte Mattias Rådström, Pressesprecher des Unternehmens, gegenüber der schwedischen Nachrichtenagentur Direkt.

Beim Gripen trat während eines Trainingsflugs eine Störung auf

Das Flugzeug flog während einer Trainingsübung neben einem anderen Gripen, als im Cockpit eine Warnmeldung auftrat, die auf eine Fehlfunktion hinwies. Der Trainingsflug wurde abgebrochen, und die beiden Flugzeuge flogen in Richtung Szolnok, da der beschädigte Kampfflieger Berichten zufolge Kecskemét nicht mehr erreichen konnte.

In der Endphase der Landung kam es jedoch zu einem weiteren Zwischenfall. Der Pilot entschied sich für den Schleudersitz, woraufhin das Flugzeug von der Landebahn abkam und in Brand geriet.

Der Pilot überlebte den Ausstieg und befindet sich Berichten zufolge derzeit in einem stabilen Zustand.

Die ungarische Luftwaffe hat die Gripen-Trainingsflüge bis zum Abschluss der Untersuchung ausgesetzt. Die für Alarm- und Einsatzaufgaben eingesetzten Flugzeuge erfüllen weiterhin ihre Aufgaben. Die Ermittler haben bereits mit der Untersuchung der Absturzstelle begonnen, während die Daten aus dem Flugdatenschreiber des Kampfflugzeugs – allgemein als „Black Box“ bekannt – entscheidend dafür sein könnten, genau zu klären, was geschehen ist.

Könnte Ungarn seine Gripen-Flotte am Boden halten?

Saab hat nach dem Unfall kein generelles Flugverbot für den „Gripen“ verkündet. Auf die Frage, ob das Flugzeug während der laufenden Untersuchung möglicherweise am Boden bleiben müsse, erklärte Rådström, das Unternehmen müsse sich erneut mit dieser Frage befassen, sollte eine solche Entscheidung notwendig werden.

Nach dem Absturz sind in Ungarn noch 17 Gripen-Flugzeuge im Einsatz.

Saab teilte im Juni mit, dass es die Lieferungen im Rahmen einer Zusatzvereinbarung, die im Januar 2024 von der schwedischen Verteidigungsmaterialverwaltung (FMV) und dem ungarischen Verteidigungsministerium unterzeichnet worden war, abgeschlossen habe. Ungarn hatte daraufhin insgesamt 18 Gripen-C/D-Flugzeuge im Einsatz: 16 einsitzige Gripen-C-Kampfflugzeuge und zwei zweisitzige Gripen-D-Flugzeuge. Die neuere Variante Gripen E/F hat Ungarn nicht erworben.

Der Gripen ist ein einmotoriger, Überschall-Mehrzweckjäger, der für Einsätze wie Luftkampf, Bodenangriffe und Aufklärung konzipiert ist.

Saab-Aktien verzeichnen nach dem Absturz einen kurzzeitigen Kursrückgang

Laut „Világgazdaság“ hatte der Unfall auch kurzfristige Auswirkungen auf die Saab-Aktie an der Stockholmer Börse. Die Aktie gab zunächst einen zuvor erzielten Gewinn von rund 0,8 % wieder ab und fiel nach Berichten über den Unfall in Ungarn kurzzeitig um etwa 0,6 %.

Anschließend konnten die Aktien einen Großteil der Verluste wieder wettmachen. Gegen Mittag notierte die Saab-Aktie im Tagesverlauf mit einem Plus von etwa 0,1 %.

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