Ursache der Vergiftung im Batteriewerk in Debrecen aufgedeckt – doch es gibt auch gute Nachrichten

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Wir haben bereits zuvor Berichte über Batteriewerke und mehrere Unternehmen der Batterieindustrie gelesen, die angeblich versucht haben, ungarische Vorschriften zu umgehen – und dies mit politischer Unterstützung und, wenn alles andere fehlschlug, durch die Zahlung lächerlich geringer Geldstrafen. Die Maßnahmen, die im Zusammenhang mit dem jüngsten Vorfall im CATL-Batteriewerk in Debrecen ergriffen wurden, könnten jedoch eine gute Nachricht für die dortigen Beschäftigten und ihre Kollegen in anderen Bereichen der Branche sein. Dies gilt selbst dann, wenn das Unternehmen nach den vorliegenden Erkenntnissen offenbar einen schwerwiegenden Fehler im Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung begangen hat – und dieser Fehler offenbar die Ursache des Problems war.
Schwere Vergiftung im Batteriewerk Debrecen – doch das Werk hat den Vorfall selbst gemeldet
In drei Produktionsbereichen des CATL-Batteriewerks in Debrecen wurde der Betrieb eingestellt, nachdem bei insgesamt neun Beschäftigten eine erhöhte Nickelbelastung festgestellt worden war. Eine behördliche Inspektion ergab, dass das Unternehmen die erforderliche persönliche Schutzausrüstung nicht ordnungsgemäß und vollständig bereitgestellt hatte. Zudem wurde ein Verfahren zur Verhängung einer Geldbuße eingeleitet. Enikő Tompa, die Abgeordnete der Tisza-Partei für den Wahlkreis, hat sich in dieser Angelegenheit besonders engagiert.
Der Vorfall kam ans Licht, nachdem CATL Hungary Kft am 10. August sieben Fälle an die Arbeitsschutzbehörde gemeldet hatte, gefolgt von zwei weiteren am 13. August. Das Unternehmen leitete daraufhin die erforderlichen Untersuchungen ein. Nach Informationen, die „Debreciner“ vorliegen, wurden im Rahmen der vorgeschriebenen biologischen Expositionsüberwachung, an der mehr als 400 Mitarbeiter teilnahmen, in mehreren Fällen erhöhte Nickelwerte festgestellt.
Die gute Nachricht ist jedenfalls, dass das Unternehmen nicht versucht hat, den Vorfall zu vertuschen, sondern das vorgeschriebene Verfahren befolgt hat. Dies könnte für die verbleibenden 391 Beschäftigten von Bedeutung sein, insbesondere angesichts früherer Fälle, in denen Unternehmen sich dafür entschieden hatten, eine Geldstrafe zu zahlen, während sie ungarische und ausländische Arbeitskräfte weiterhin einer Gefahr aussetzten.

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Der Verein „Mütter für die Umwelt aus Mikepércs“ berichtete zuvor, dass nach den ihnen vorliegenden Informationen in dem Werk möglicherweise Kathodenpulver ausgelaufen sei, wodurch Schwermetalle in die Luft gelangt seien. Die Bürgerinitiative behauptete, dass die Nickel- und Kobaltwerte bei einigen Arbeitern möglicherweise ein Mehrfaches des zulässigen Grenzwerts erreicht hätten, und erklärte, sie habe zudem Berichte über eine Belastung durch Chrom und Lithium erhalten.

Diese Behauptungen wurden jedoch durch die derzeit verfügbaren offiziellen Informationen nicht bestätigt. Die Behörden haben offiziell lediglich eine erhöhte Nickelbelastung bei neun Beschäftigten gemeldet.
Arbeiten in drei Bereichen eingestellt, da eine erhebliche Geldstrafe droht
Die Arbeitsschutzbehörde führte am 11. und 12. August eine Inspektion des Werks durch. Dabei stellte sie fest, dass der Arbeitgeber keine ausreichende persönliche Schutzausrüstung bereitgestellt hatte. Infolgedessen wurde ab 10:30 Uhr am 12. August bis zur Behebung der Verstöße die Arbeit in den Bereichen Laserschneiden von Kathoden- und Anodenfolien, Wickeln von Anoden- und Kathodenfolien sowie Zellentrocknung im Gebäude zur Zellproduktion untersagt.
Laut einer von der Behörde am 17. August durchgeführten Nachkontrolle hatte CATL die ausgesetzten Tätigkeiten noch nicht wieder aufgenommen. Dennoch läuft derzeit ein Verfahren zur Verhängung einer Geldstrafe wegen der Verstöße.
Enikő Tompa, die lokale Abgeordnete, wandte sich an das Ministerium für ländliche Entwicklung und Siedlungswesen, um Informationen zu dem Vorfall anzufordern. Sie erklärte, dass CATL im Falle einer Bestätigung der Verstöße mit einer erheblichen Geldstrafe rechnen müsse. Als Beispiel führte sie den Fall von SK On in Iváncsa an, das wegen Verstößen gegen Arbeitsschutzvorschriften mit einer Geldstrafe in Höhe von 100 Millionen Forint belegt worden war.
Unterdessen wurde dem Investor nach Angaben der Regierung am 25. August eine Nutzungsgenehmigung für die erste Projektphase erteilt, nachdem die noch bestehenden Mängel behoben worden waren. Die Genehmigung für die zweite Phase war zuvor verweigert worden, da das fertiggestellte Gebäude auf dem Lageplan nicht korrekt dargestellt worden war.
Die Stadtverwaltung von Debrecen erklärte, sie habe von dem Vorfall aus der Presse erfahren und sei in dieser Angelegenheit nicht zuständig. CATL reagierte nicht auf die Bitte von „Debreciner“ um eine Stellungnahme.
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