Ein weiterer Stadtteil im Zentrum von Budapest könnte Airbnb verbieten – Volksabstimmung steht bevor

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Der Bezirksrat von Buda-Burg startet eine Umfrage zu Kurzzeitvermietungen (Airbnb), um die Meinungen der Anwohner in die Entscheidungen über künftige Regelungen einfließen zu lassen, teilte der Rat der ungarischen Nachrichtenagentur MTI mit.
Der Bürgermeister wünscht sich ein lebendiges und attraktives Wohnviertel
Das Thema ist besonders aktuell, da das gesetzliche Moratorium für die Registrierung neuer Kurzzeitunterkünfte zum Jahresende ausläuft. Der Rat muss daher entscheiden, welche Regeln im I. Bezirk gelten sollen, schrieb die ungarische Nachrichtenagentur.
Kurzzeitvermietungen sind im I. Bezirk, einem der wichtigsten Touristenziele Budapests, ein besonders bedeutendes Thema, insbesondere in und um die Budaer Burg. Kurzzeitvermietungen generieren zwar Tourismuseinnahmen, doch haben Anwohnerverbände und Immobilienbesitzer auch eine Reihe von Bedenken hinsichtlich solcher Vermietungen geäußert.

„In dieser Debatte stehen deutlich unterschiedliche Argumente und Interessen auf dem Spiel, und alle verdienen es, berücksichtigt zu werden. Als Bürgermeister halte ich es für richtig, dass wir keine Entscheidungen über die Köpfe der hier lebenden Menschen hinweg treffen sollten“ , erklärte László Böröcz laut der Mitteilung.
Der Fidesz-Bürgermeister fügte hinzu, dass der Stadtrat das Burgviertel von Buda als lebendiges und attraktives Wohnviertel erhalten wolle, gleichzeitig aber anerkenne, dass Tourismus und Kurzzeitvermietungen für viele Menschen und lokale Unternehmen von Bedeutung seien.
Der Stadtteil Budaer Burg könnte Airbnb verbieten
An der Abstimmung teilnehmen dürfen Einwohner ab 18 Jahren, die einen ständigen Wohnsitz im Bezirk I haben. Ihnen werden zwei Fragen gestellt.
Die erste Frage lautet, ob sie ein vollständiges Verbot von Airbnb befürworten. Die zweite Frage lautet, ob sie – falls Airbnb nicht verboten würde – es befürworten würden, dass der Stadtrat Auflagen für die Vermietung von Kurzzeitunterkünften erlässt.
Airbnb-Beschränkungen in Budapest könnten Touristen abschrecken
Auf eine Anfrage von MTI hin teilte der Stadtrat mit, dass es im I. Bezirk derzeit mehr als 400 lizenzierte Privatunterkünfte und andere Immobilien gebe, die in der Regel als gewerbliche Betriebe geführt würden.
Der erste Budapester Bezirk, der Airbnb-Vermietungen verbot, war der 6. Bezirk der Hauptstadt nach einer Volksabstimmung, bei der die Wahlbeteiligung sehr gering war.

Die Razzien gegen Airbnb in Budapest gehen weiter: Ein weiterer Bezirk schließt sich den Vorschriften an
Achtung! Übernachten Sie niemals in einer Airbnb-Unterkunft in Budapest, an der dieser Aufkleber angebracht ist
Titelbild: depositphotos.com

