EILMELDUNG: Ungarns neue Leiterin der Vermögensrückgewinnungsbehörde in geheimer Wahl gewählt

Das ungarische Parlament hat Anna Unger Róza in geheimer Abstimmung zur Präsidentin der neu gegründeten Nationalen Behörde für Vermögensschutz und Vermögensrückgewinnung (NVVH) gewählt.

Unger erhielt bei der parlamentarischen Abstimmung am Freitag 137 Ja-Stimmen, sieben Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Gleichzeitig stimmten die Abgeordneten über die stellvertretende Vorsitzende für Ermittlungsangelegenheiten der Behörde ab. Katalin Tasnádi wurde mit 139 Ja-Stimmen, sechs Nein-Stimmen und einer Enthaltung gewählt.

Die Abstimmungen stellen einen wichtigen Schritt bei der Einrichtung der neuen Behörde dar, die eine Schlüsselrolle bei der Rückgewinnung und dem Schutz öffentlichen Vermögens spielen soll.

Unger und Tasnádi legen ihren Amtseid ab

Im Anschluss an ihre Wahl legten sowohl Unger als auch Tasnádi im Parlament ihren Amtseid ab.

Tasnádi geriet kurz ins Stocken, als er einen der besonders langen Abschnitte des Eides wiederholte, der sich auf das Amt des stellvertretenden Ermittlungsleiters des Amtes für den Schutz und die Rückführung von Staatsvermögen bezieht. Unger war im Hintergrund lächelnd zu sehen, doch Tasnádi vollendete den Eid anschließend ohne weitere Schwierigkeiten.

Anschließend unterzeichneten die beiden neu gewählten Amtsträger ihre Eidesurkunden.

Regierungsvertreter gratulieren den neuen Führungskräften

Ministerpräsident Péter Magyar gratulierte Unger und Tasnádi nach ihrer Wahl, gefolgt von Andrea Bujdosó, der Fraktionsvorsitzenden der Tisza-Partei.

Die meisten Abgeordneten von Fidesz und KDNP waren zum Zeitpunkt der Glückwünsche nicht im Plenarsaal anwesend. Auch einige Vertreter der Partei „Mi Hazánk“ fehlten, obwohl István Apáti, ein Abgeordneter von „Mi Hazánk“, den neu gewählten Amtsträgern gratulierte.

Die Einrichtung der NVVH war eines der wichtigsten institutionellen Projekte der neuen Regierung, wobei Magyar zuvor versprochen hatte, dass diese über weitreichende Befugnisse und eine mehrköpfige Führungsstruktur verfügen würde.

Die neue Behörde soll ihre Arbeit im ehemaligen Gebäude des Obersten Gerichtshofs in der Markó-Straße in Budapest aufnehmen, wo sie zunächst leerstehende Büroräume nutzen wird, nachdem der Oberste Gerichtshof in seinen renovierten historischen Sitz gegenüber dem Parlament umgezogen ist.

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