Aggressive „Zombies“ überall: Fordert eine neue Droge in Budapest Opfer? Verantwortliche aus der Innenstadt schlagen Alarm

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Nach Angaben des Bürgermeisters und eines ehemaligen Abgeordneten werden zunehmend aggressive, tranceartige Drogenkonsumenten aufgrund einer neuen Droge in Budapest immer gefährlicher, doch die Krise lässt sich nicht allein durch polizeiliche Maßnahmen lösen. András Pikó und András Jámbor fordern die Regierung nachdrücklich auf, angesichts der sich verschärfenden Drogensituation zu handeln, und argumentieren, dass nur eine umfassende Stärkung des Sozial- und Gesundheitssystems zu Ergebnissen führen könne. Herr Pikó warnt, dass sich die Stadt dem Ausnahmezustand nähert.
Eine neue Droge? Die Probleme breiten sich auf bisher sichere Stadtteile aus
András Pikó, Bürgermeister von Józsefváros, und András Jámbor, ehemaliger Abgeordneter des Bezirks, haben vor einer Verschlechterung der öffentlichen Sicherheit und einer sich verschärfenden Drogenkrise gewarnt. Ihrer Ansicht nach beschränkt sich das Problem nicht mehr auf vereinzelte Stadtteile, sondern hat sich zu einem stadtweiten Notstand entwickelt, der ganz Budapest betrifft – ein Problem, das die lokalen Behörden nicht allein bewältigen können, wie „Szeretlek Magyarország“ berichtete.
Herr Pikó erklärte, dass Personen unter Drogeneinfluss zunehmend eine Bedrohung für die Anwohner darstellten, wobei das Problem nun auch Gebiete erreiche, die einst als sicher galten. Berichten zufolge seien aggressive, zombieähnliche Drogenabhängige in aufgebrochenen Wohnungen, auf Spielplätzen und in anderen öffentlichen Bereichen aufgetaucht. Der Bürgermeister betonte, dass der Stadtrat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen habe, um die Situation zu verbessern, darunter die Aufstockung des Personals der öffentlichen Ordnungshüter, die Finanzierung zusätzlicher polizeilicher Unterstützung sowie den Betrieb eines umfangreichen Videoüberwachungsnetzes.

Diese Maßnahmen reichen jedoch allein nicht aus. Er argumentiert, dass die Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit eine erhebliche Aufstockung der staatlichen Mittel für die Polizeiarbeit erfordern werde. Die Bezirksleitung hat daher den neu ernannten Polizeichef von Budapest um sofortige Unterstützung gebeten. Gemeinsam mit Tamás Soproni, dem Bürgermeister von Terézváros, schlagen sie zudem die Einführung einer sogenannten „Budapest-Zulage“ für Polizeibeamte vor.
Anwohner haben Angst, nach Hause zu gehen
Der Bürgermeister erklärte, es sei an der Zeit, einen sinnvollen öffentlichen Dialog über das Thema Sicherheit wieder aufzunehmen, und argumentierte, dass politische Auseinandersetzungen in den letzten Jahren allzu oft echte Lösungen behindert hätten, während sich die Lage stetig verschlechtert habe. Kurzfristig seien mehr Polizeibeamte, Haftanstalten und Gefängnispersonal erforderlich, während langfristig umfassendere sozialpolitische Maßnahmen nicht vernachlässigt werden dürften.
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András Jámbor zeichnete ein ebenso düsteres Bild. Er erklärte, dass die Beschwerden der Anwohner sowohl in Budapest als auch auf dem Land zunehmen und viele Menschen mittlerweile Angst haben, in bestimmte Gegenden nach Hause zurückzukehren. Seiner Ansicht nach hängt der Rückgang der öffentlichen Sicherheit eng mit dem Verfall des Sozialsystems und den Versäumnissen bei der Bekämpfung der Drogenabhängigkeit zusammen.

Der ehemalige Abgeordnete hob zudem hervor, dass viele der schwersten Drogenkonsumenten unter begleitenden psychiatrischen Erkrankungen leiden. Derzeit gebe es keine staatliche Einrichtung, die in der Lage sei, beide Probleme gleichzeitig zu behandeln: Psychiatrische Patienten würden oft nicht in Rehabilitationseinrichtungen aufgenommen, während Menschen mit Suchterkrankungen häufig keine psychiatrische Versorgung erhielten. Infolgedessen seien polizeiliche Maßnahmen meist nur vorübergehend und böten keine dauerhafte Lösung.
Sie argumentieren, dass der Staat gleichzeitig die Strafverfolgung, das Gesundheitswesen und die Sozialdienste verstärken muss, wenn sich die Drogenkrise in Budapest und die öffentliche Sicherheit spürbar verbessern sollen.
Herr Pikó führt die aktuelle Situation auf das zurück, was er als Versagen der Orbán-Regierungen in den vergangenen 16 Jahren bezeichnete, sagt jedoch, dass die Verantwortung für deren Lösung einer künftigen, von Tisza geführten Regierung obliegen werde.
Öffentlicher Drogenkonsum auf dem Vormarsch
Kriszta Bódis, die derzeitige Abgeordnete des Wahlkreises für die Tisza-Partei, erklärte, der Drogenkonsum nehme mittlerweile unkontrollierbare Ausmaße an und erfordere sofortiges Eingreifen. Auch sie machte laut ATV die Orbán-Regierungen dafür verantwortlich. Frau Bódis sagte, im Wahlkreis seien Vertriebsnetze aktiv, und der Drogenkonsum im öffentlichen Raum verbreite sich zunehmend.

„Wir sehen oft Menschen, die an verschiedenen Orten herumliegen, entweder betrunken oder offenbar unter Drogeneinfluss, und laut schreien. Wenn wir auf dem Rasen spazieren gehen, müssen wir darauf achten, worauf unsere Hunde treten, und manchmal sehen wir weggeworfene Flaschen und Spritzen“, berichtete ein Anwohner gegenüber ATV News.
Sándor Bajzáth, ein Suchtberater, erklärte, die heutigen Substanzen seien gefährlicher, da ihre Zusammensetzung unbekannt sei. Der Drogenkonsum, fügte er hinzu, werde durch Armut angetrieben – ein Problem, das sich nicht allein durch polizeiliche Maßnahmen lösen lasse.
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