Das Chaos im Budapester Fahrradverleihsystem könnte ahnungslose Nutzer mit hohen Bußgeldern belasten

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Das kürzlich neu gestartete MOL-Bubi-Fahrradverleihsystem in Budapest steht vor einem wachsenden Problem: Fahrräder werden zunehmend außerhalb der dafür vorgesehenen Abstellstationen abgestellt, wodurch ahnungslose Nutzer möglicherweise mit Zusatzgebühren in Höhe von Zehntausenden Forint konfrontiert werden.
Die Verwirrung hängt zum Teil mit fehlenden oder vorübergehend nicht verfügbaren Abstellstationen zusammen, insbesondere im Stadtzentrum. Mehrere beliebte Standorte haben den Betrieb aufgrund ausstehender Genehmigungen und Streitigkeiten über die Nutzung des öffentlichen Raums eingestellt.
Fehlende Stationen sorgen für Verwirrung bei den Nutzern
Eines der auffälligsten Beispiele ist der Bahnhof Déli, wo eine ehemals beliebte Bubi-Station derzeit nicht verfügbar ist. Während der vorübergehenden Einstellung des Dienstes haben andere Anbieter von Mikromobilitätsdiensten den Standort im Rahmen gültiger Vereinbarungen zur Nutzung des öffentlichen Raums belegt, berichtet Telex.
Das Budapester Verkehrsamt (BKK) hat zudem noch nicht alle erforderlichen Genehmigungen für die Neugestaltung und Wiedereröffnung der Station erhalten. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte der Standort frühestens ab dem 1. Oktober eine neue Genehmigung zur Nutzung des öffentlichen Raums erhalten.
Eine ähnliche Situation hat sich rund um den Clark-Ádám-Platz entwickelt. Die Bubi-App zeigt, dass es zwischen dem Széll-Kálmán-Platz und der Elisabethbrücke praktisch keine offiziellen Bubi-Stationen gibt. Im 5. Bezirk warten ebenfalls 11 geplante Stationen auf Genehmigungen; deren Bau ist für September vorgesehen, wobei ihre Eröffnung jedoch von weiteren Genehmigungen abhängt.
Nutzer könnten andere Standorte fälschlicherweise für Bubi-Standorte halten
Die Verwirrung beschränkt sich nicht nur auf fehlende Stationen. Berichten zufolge verwechseln einige Nutzer Abholstellen anderer Dienste mit gültigen Bubi-Abgabestellen. An Manfréd-Abholstellen können beispielsweise Bubi-Fahrräder der älteren Generation stehen, während Mobi-Stellen derzeit hauptsächlich von E-Scooter-Diensten genutzt werden. Dies kann es für Nutzer schwierig machen, zu unterscheiden, wo ein Bubi-Fahrrad der neuen Generation ordnungsgemäß abgestellt werden darf.
Die BKK räumte ein, dass mehrere Faktoren zu diesem Problem beitragen, darunter die unvollständige Integration der Mobi-Stationen sowie die fehlenden Stationen im 1. und 5. Bezirk. Die Verkehrsbehörde erklärte, dass sich die Nutzer zudem noch mit dem neuen Netz und dessen Regeln vertraut machen müssten.
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Derzeit sind 205 von 222 Stationen in Betrieb
Trotz der Beeinträchtigungen bleibt der Großteil des ursprünglichen Netzes in Betrieb. Von den ehemals 222 Bubi-Stationen in Budapest sind derzeit 205 – rund 92 Prozent – in Betrieb. Die größte Erweiterung wird jedoch für diesen Herbst erwartet, wenn die Mobi-Stationen schrittweise in das Bubi-Netz integriert werden.
Es wird erwartet, dass rund 1.000 zusätzliche Abhol- und Abgabestellen zur Verfügung stehen werden, die von Fahrrad- und Roller-Diensten gemeinsam genutzt werden. Das erweiterte Netz soll zudem wichtige Verkehrsknotenpunkte mit mindestens 30.000 Fahrten pro Tag abdecken, darunter alle U-Bahn-Stationen.
Dadurch wird Bubi weit über seine derzeitige Abdeckung im Stadtzentrum hinaus erweitert und erreicht Gebiete wie József Attila-lakótelep, Angyalföld, Őrmező, Tisztviselőtelep, Századosnegyed, Örs vezér tere, Kőbánya-Kispest, Újpest-városkapu und Zugló. Derzeit müssen sich die Nutzer jedoch in einem unübersichtlichen Netz zurechtfinden, in dem das Parken an der falschen Stelle möglicherweise zu einem erheblichen Aufpreis führen kann.
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