Das Ende rückt für den Velence-See näher, da die Donau in Budapest einen Rekordtiefstand erreicht: Wird Ungarn in diesem Jahr austrocknen?

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Noch nie zuvor war der Wasserstand der Donau in Budapest so niedrig, und die Folgen sind nicht nur mit bloßem Auge erkennbar – so kann man beispielsweise an der Margaretenbrücke in das ehemalige Flussbett hinabsteigen –, sondern könnten in einigen Fällen auch Probleme für die Trinkwasserversorgung verursachen und gleichzeitig den Flusstourismus lahmlegen. Sollte die Dürre anhalten, wird der Velence-See, wie wir ihn kennen, innerhalb weniger Tage nicht mehr existieren; die einst zusammenhängende Wasserfläche wird sich in eine Reihe kleiner Tümpel aufspalten, und für die Tierwelt droht eine Katastrophe.

Der Velence-See, wie wir ihn kennen, könnte bis August verschwinden

Laut einem Telex-Bericht ist die Regierung in Tisza bislang noch nicht in der Lage, eine Lösung für die Situation am Velence-See zu finden – was mit erheblichen finanziellen Kosten verbunden wäre. Der See, einst berühmt für seine Strände, seine reiche Tierwelt, seine Festivals, Sportveranstaltungen und hohen Immobilienpreise, hat einen Rückgang des Tourismus erlebt, und der See selbst stirbt langsam aus; Pläne zur Rettung seiner Tierwelt sind bereits in Arbeit.

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Das Wasser verschwindet aus dem Velence-See. Foto: Facebook/Élhető Velence Egyesület

Sollte die derzeitige Dürre anhalten – und es gibt keinerlei Anzeichen für das Gegenteil –, dann wird der Velence-See, wie wir ihn kennen und wie er in den Schulen gelehrt wird, nach Berechnungen von Experten des Ministeriums für Lebensumfeld bis August nicht mehr existieren. Die Wasseroberfläche wird sich in mehrere kleinere Teiche aufspalten, und die Behörden werden höchstens sicherstellen können, dass diese Gewässer in irgendeiner Form miteinander verbunden bleiben. Doch das Problem reicht noch weiter: Mit Hilfe des Nationalen Fischereiverbandes werden sie wahrscheinlich organisieren müssen, wie die Fische aus dem ausdörrenden See entfernt werden können.

Keine Entscheidung zur Wasserauffüllung

Der Velence-See ist einer unserer flachen Seen und besonders stark vom Klimawandel, der Erwärmung und anhaltender Dürre betroffen. Es überrascht nicht, dass er bereits früher ausgetrocknet ist; Erinnerungen zufolge fanden in den Jahren nach dem Regimewechsel sogar Übungen in seinem Bett statt. Seitdem hat sich jedoch eine ganze Industrie am See angesiedelt, sodass auf die eine oder andere Weise eine Lösung für die Wiederauffüllung des Wassers gefunden werden muss. Bislang wurde jedoch weder im neu geschaffenen Ministerium noch in der Regierung eine Entscheidung über eine vollständige Sanierung getroffen, und „die Planungs- und Fachberatungsphase ist noch im Gange“.

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Velence-See. Foto: Creative Commons/CC BY-SA 3.0

Der Pressesprecher des Ministeriums wies zudem darauf hin, dass man den zuvor von Zoltán Tessely, dem Fidesz-Abgeordneten der Region, vorgelegten Plan zur Rettung des Velence-Sees schlichtweg nicht finden könne. In diesem Dokument wurden die Kosten angeblich auf 40 Milliarden Forint beziffert.

Darüber hinaus wird derzeit unter Beteiligung der Nationalen Wasserbehörde und zivilgesellschaftlicher Organisationen eine nationale Wasserbestandsaufnahme durchgeführt; diese könnte etwa im September oder Oktober abgeschlossen sein. Auf dieser Grundlage wird es dann möglich sein, zu entscheiden, ob Änderungen in der landwirtschaftlichen Produktion erforderlich sein könnten, da möglicherweise nicht mehr genügend Wasser für eine rentable Landwirtschaft zur Verfügung steht.

Aufgrund der extremen Dürrekönnen Sie nun ganz bequem durch einen der größten Flüsse Ungarns spazieren.

Eine weitere Hitzewelle steht bevor

Die Hitze und die Dürre, die zum Austrocknen unserer Flüsse und Seen führen, scheinen nicht nachzulassen. Nach der Rekordhitze im Juni nähert sich nun eine weitere Hitzewelle – ein Hochdruckgebiet –, die ab Mittwoch Temperaturen von 36–38 °C, vielleicht sogar 40 °C, sowie völlig regenfreies Wetter mit sich bringt. Laut 24.hu wird die Hitzewelle nicht von langer Dauer sein, aber sie wird mit Sicherheit bis zum 5. August, also bis zum kommenden Mittwoch, anhalten. Danach wird eine Kaltfront eintreffen, die die Temperaturen auf 29–34 °C senken wird – mit anderen Worten auf Werte, die als angenehm warmes Sommerwetter gelten würden. Der von der Zeitung zitierte Meteorologe László Molnár erklärte jedoch, dass in der darauf folgenden Zeit keine nennenswerten Niederschläge zu erwarten seien.

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Machen Sie sich erneut auf 40 Grad gefasst! Foto: Facebook/MÁV-csoport

Donau in Budapest auf Rekordtiefstand

Der Wasserstand der Donau in Budapest befindet sich auf einem Rekordtief: Laut den morgendlichen Daten auf der Wasserwirtschafts-Website der Nationalen Wasserbehörde (OVF) zeigte der Pegel am Dienstagmorgen 31 Zentimeter an. Den Zahlen zufolge lag der bisher niedrigste Stand des Flusses bei 33 Zentimetern, berichtet MTI.

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Auch die Donau ist von schwerer Wasserknappheit betroffen. Foto: Facebook/Fővárosi Vízművek

Alarmierend: Fast 90 % Ungarns sind mittlerweile von mäßiger oder schwerer Dürre betroffen

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