Das Gesundheitsministerium entwickelt eine Methodik zur Erfassung nosokomialer Infektionen

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Das Gesundheitsministerium hat eine Methodik zur Messung, Validierung und Veröffentlichung der Ausbreitung nosokomialer Infektionen entwickelt und entsprechende Empfehlungen veröffentlicht, erklärte der Gesundheitsminister am Dienstag bei einer Gedenkfeier zum Semmelweis-Tag.
Zsolt Hegedűs erklärte, das Ministerium werde im Frühherbst mit der Veröffentlichung der Zahlen beginnen, um „die Öffentlichkeit und die Entscheidungsträger klar und auf vergleichbare Weise zu informieren“.
„Was nicht gemessen wird, kann nicht verbessert werden, und Verschweigen führt nicht zu Fortschritt, doch ehrliche Offenlegung kann zu Erkenntnissen, Sicherheit und einer besseren Patientenversorgung führen“, so der Minister.

Das Gesundheitswesen darf kein System geheimer Akten sein
Das Gesundheitswesen darf kein System geheimer Akten sein, und die Ära der Geheimhaltung ist vorbei, erklärte Gesundheitsminister Zsolt Hegedűs am Dienstag auf Facebook. Hegedűs schrieb, dass die vorherige Regierung einen Bericht über den tatsächlichen Zustand der ungarischen Krankenhäuser zehn Jahre lang geheim gehalten habe. Nun sei deutlich geworden, dass die Probleme bereits im Jahr 2015 systemischer Natur waren: Es herrschte ein Mangel an Ärzten, Pflegekräften und Ausrüstung, und vielerorts wurden nicht einmal grundlegende Hygienestandards eingehalten.
„Das gravierendste Problem ist jedoch nicht nur dies. Es ist die Tatsache, dass sie es wussten. Sie kannten den Zustand der Krankenhäuser. Sie wussten, dass das System seine eigenen Mindestanforderungen nicht erfüllte. Und dennoch haben sie die Bevölkerung nicht darüber informiert. Aus diesem Grund muss das ungarische Gesundheitssystem auf eine neue Grundlage gestellt werden“, erklärte der Minister.
Er betonte, dass es keine geheimen Berichte, keine kosmetisch veränderten Daten und keine ausweichenden Formulierungen mehr geben dürfe. Die Qualität müsse gemessen werden, und Daten zu Krankenhausinfektionen, Wartezeiten sowie Indikatoren zur Patientensicherheit müssten veröffentlicht werden.
„Wir wollen Ärzte und Pflegekräfte nicht demütigen. Im Gegenteil: Wir wollen endlich die Bedingungen aufzeigen, unter denen sie Tag für Tag ihren Dienst verrichten müssen. Patienten haben ein Recht darauf zu wissen, welche Art von Versorgung sie erwarten können“, schrieb Hegedus und fügte hinzu, dass Ungarn ein transparentes, messbares und patientenorientiertes Gesundheitssystem benötige.
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