Das Projekt zur Donau-Promenade in Budapest erhält Fördermittel für die Erneuerung des Pest-Ufers

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Budapest ist der Schaffung einer grüneren Donau-Promenade am unteren Pest-Ufer einen großen Schritt näher gekommen, nachdem die Verwaltungsbehörde die Finanzierung für zwei seit langem geplante Uferprojekte genehmigt hat, wie das Budapester Verkehrsamt (BKK) bekannt gab.

Die Entscheidung bedeutet, dass die Hauptstadt mehr als 7 Milliarden HUF – umgerechnet rund 20 Millionen Euro – an EU- und ungarischen Fördermitteln für die dauerhafte Sanierung wichtiger Abschnitte des Pest-Ufers erhalten könnte. Die Projekte umfassen den Bereich um den Pest-Brückenkopf der Elisabethbrücke sowie einen Abschnitt des Id. Antall József rakpart zwischen dem Kossuth-Platz und der Kettenbrücke.

Die Pläne sind Teil umfassenderer Bemühungen, das Donauufer für Fußgänger und Radfahrer zugänglicher zu machen und gleichzeitig mehr Grünflächen in einem der symbolträchtigsten städtischen Räume Budapests zu schaffen.

Budapester Donaupromenade soll den Zugang zum Fluss verbessern

Nach Angaben der BKK soll der Pest-Brückenkopf der Elisabethbrücke gemäß einem bereits aus dem Jahr 2015 stammenden Konzept zu einem öffentlichen Fußgängerbereich umgestaltet werden. Eine stufenförmige Uferbefestigung wird eine direktere Verbindung zur Donau schaffen und den Bereich von einem verkehrsdominierten Raum in einen Ort verwandeln, an dem die Menschen spazieren gehen, sich ausruhen und dem Wasser näherkommen können.

Das Projekt wird zudem eine durchgehende Fußgängerroute zwischen dem Jane-Haining-Rakpart und dem Belgrád-Rakpart schaffen. Geplant sind neue Grünflächen und Bäume, die dazu beitragen sollen, einen Stadtteil aufzulockern, der lange Zeit von Asphalt, Beton und Autoverkehr geprägt war.

Für ausländische Leser: Das untere Pest-Ufer verläuft entlang der Ostseite der Donau im Zentrum von Budapest. Es liegt in der Nähe mehrerer bedeutender Sehenswürdigkeiten, darunter das ungarische Parlament, das Denkmal „Schuhe am Donauufer“, die Kettenbrücke und die Elisabethbrücke. Das Gebiet ist daher nicht nur ein Verkehrskorridor, sondern auch Teil des meistbesuchten historischen Flussufers von Budapest.

Bäume, Grünflächen und ein fußgängerfreundlicheres Flussufer

Die Sanierung des Id. Antall József rakpart konzentriert sich auf den Abschnitt zwischen dem Kossuth-Platz und der Kettenbrücke. Nach Angaben der BKK sollen die derzeit maroden Fußgängerflächen durch eine Donau-Promenade ersetzt werden, die von einer doppelten Baumreihe und Grünflächen gesäumt ist.

Dieser Abschnitt ist aus Sicht des städtischen Kulturerbes besonders sensibel. Er verläuft in der Nähe des Parlaments und der „Schuhe am Donauufer“, einer der bedeutendsten Holocaust-Gedenkstätten Budapests. Die Stadt steht seit langem in der Kritik wegen des Zustands des unteren Donauufers in diesem Bereich, wo die Qualität des öffentlichen Raums nicht der internationalen Bedeutung der Umgebung entspricht.

Frühere Entwürfe für das untere Ufer von Pest wurden bereits im Jahr 2024 vorgestellt. Damals berichtete Telex, dass die Stadt ein grüneres, lebenswerteres Flussufer schaffen wolle, das dem Weltkulturerbe-Status der Umgebung gerecht werde. Zu diesem Zeitpunkt waren die für die Umsetzung erforderlichen Finanzmittel jedoch noch nicht gesichert.

Mehr als 7 Milliarden HUF bewilligt

Die nun bewilligten Mittel stammen aus dem Rahmenprogramm „TOP Plusz“ zur umfassenden Klimaanpassung und Erneuerung öffentlicher Räume. Die BKK hatte die Förderung im Namen der Stadt beantragt.

Die Verwaltungsbehörde bewilligte 5 Milliarden HUF (rund 14 Millionen Euro) für das Projekt „Id. Antall József rakpart“ sowie weitere 2,2 Milliarden HUF (rund 6,2 Millionen Euro) für das Gebiet rund um den Pest-Brückenkopf der Elisabethbrücke. Das Gesamtpaket beläuft sich somit auf rund 7,2 Milliarden HUF bzw. etwas mehr als 20 Millionen Euro, basierend auf dem aktuellen offiziellen Wechselkurs der Ungarischen Nationalbank.

Die Verwendung der EU-Mittel ist an eine Frist gebunden: Die Projekte müssen bis 2029 abgeschlossen sein.

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Wie geht es nun weiter?

Die Bewilligung der Finanzmittel bedeutet nicht, dass sofort mit dem Bau begonnen wird. Laut BKK wird sich die nächste Phase auf die Einholung der erforderlichen Genehmigungen und fachlichen Zulassungen konzentrieren, einschließlich der Unterstützung durch staatliche Stellen wie den Nationalen Rat für Architektur und Planung.

Nach Abschluss des gesamten Genehmigungsverfahrens müssen detaillierte Baupläne erstellt werden, woraufhin ein öffentliches Vergabeverfahren für die Bauarbeiten folgt. Erst nach diesen Schritten kann der eigentliche Wiederaufbau beginnen.

Weitere Abschnitte des Pest-Ufers, darunter der Jane-Haining-Rakpart, könnten zu einem späteren Zeitpunkt saniert werden, sofern zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen. Vorerst stellen die nun genehmigten Projekte einen wichtigen Schritt dar, um das zentrale Flussufer von Budapest von einem verkehrsreichen Uferbereich in eine attraktivere Donau-Promenade für Anwohner und Besucher gleichermaßen zu verwandeln.

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