Das ungarische Parlament lehnt den EU-Beitritt der Ukraine sowie Finanz- und Militärhilfe ab

Die Abgeordneten haben am Dienstag eine Resolution verabschiedet, in der sie sich gegen die Mitgliedschaft der Ukraine in der Europäischen Union, weitere Militärhilfe für das Land, die Umwandlung der EU in ein Militärbündnis und Maßnahmen, die “die Souveränität der Mitgliedsstaaten untergraben”, aussprechen.
Die Resolution wurde mit 142 Ja-Stimmen, 28 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen angenommen. In dem Antrag heißt es, dass die Staats- und Regierungschefs der EU Entscheidungen treffen, die die Spannungen verschärfen und Europa in einen Krieg hineinziehen könnten. Die Resolution lehnt den EU-Beitritt der Ukraine ausdrücklich ab, da die Aufnahme eines Landes, das sich im Krieg befindet, die EU in den Konflikt verwickeln würde und die Ukraine die Beitrittskriterien nicht erfüllt.
In der Entschließung wird die Regierung aufgefordert, keinen Beitrag zu den EU-Beitrittsgesprächen der Ukraine zu leisten, finanzielle oder militärische Hilfe für Kiew abzulehnen und zu verhindern, dass Ungarn oder die EU in den Krieg zwischen Russland und der Ukraine hineingezogen werden.
In der Entschließung wird hervorgehoben, dass die EU der Ukraine seit Beginn des Krieges bereits 193,3 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt hat, was fast dem Dreifachen der ungarischen Netto-EU-Finanzierung seit 2004 entspricht, und dass sie für 2026-2027 ein zusätzliches Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro plant, das nur durch russische Reparationen aus der Nachkriegszeit zurückgezahlt werden kann.
Die Entschließung warnt davor, dass der Anteil der Ukraine am nächsten Siebenjahreshaushalt der EU mehr als 360 Milliarden Euro betragen könnte, finanziert durch Kürzungen der Kohäsions- und Agrarsubventionen. Es heißt, die Ukraine habe 800 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau und weitere 700 Milliarden Dollar für den militärischen Bedarf im nächsten Jahrzehnt beantragt, was jede ungarische Familie mit fast 1,4 Millionen Forint (3.500 Euro) belasten würde.
Er forderte außerdem ein entschiedenes Vorgehen gegen EU-Maßnahmen, die ungarische Gelder oder EU-Ressourcen in die Ukraine umleiten, und wies Versuche der EU-Institutionen zurück, das Einstimmigkeitserfordernis zu umgehen.
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Gekennzeichnetes Bild: FB/Orbán

