Die Tisza-Regierung holt staatliche Vermögenswerte in Höhe von 276 Millionen Euro zurück, während das KEKVA-System aufgelöst wird

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Die Auflösung der ungarischen Stiftungen zur Verwaltung von Vermögenswerten im öffentlichen Interesse ist abgeschlossen, wobei die zuvor an die Stiftungen übertragenen Vermögenswerte nun an den Staat zurückfließen. Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy erklärt, dass allein vier Stiftungen staatliche Vermögenswerte in Höhe von rund 100 Milliarden HUF (276 Millionen Euro) in den Staatshaushalt zurückgeführt haben.

100 Milliarden HUF an den Staat zurückgeführt

Die Auflösung der ungarischen Stiftungen zur Verwaltung von Vermögenswerten im öffentlichen Interesse (KEKVAs) wurde Ende August abgeschlossen, sodass die zuvor an die Stiftungen übertragenen Vermögenswerte nun wieder in staatlichen Besitz übergegangen sind.

Dávid Vitézy, Minister für Verkehr und Investitionen, erklärte, der Prozess sei in den vergangenen zwei Monaten von der Regierung bestellten Liquidatoren durchgeführt worden. Die zuständigen Ministerien werden nun die Verwaltung der Vermögenswerte sowie die zuvor von den Stiftungen wahrgenommenen Aufgaben übernehmen.

Im Falle des Ministeriums für Verkehr und Investitionen waren vier Stiftungen betroffen:

  • die Wissenschafts- und Kulturstiftung „Millenáris“,
  • die Mitteleuropäische Stiftung zur Erhaltung des baulichen Erbes,
  • die Hauszmann-Stiftung sowie
  • die Mitteleuropäische Bildungsstiftung.

Laut Vitézy hat die Übernahme dieser vier Stiftungen dazu geführt, dass Vermögenswerte im Wert von rund 100 Milliarden HUF wieder unter staatliche Kontrolle gebracht wurden.

Die Regierung versichert, dass die öffentlichen Dienstleistungen nicht darunter leiden werden

Vitézy betonte, dass die Umstrukturierung weder den täglichen Betrieb der Einrichtungen noch die von ihnen erbrachten Dienstleistungen beeinträchtigen werde. Er argumentierte, dass das neue System unnötige Stellen abbauen und gleichzeitig die Nutzung erheblicher Mengen an staatlichem Vermögen transparenter gestalten und der öffentlichen Kontrolle unterwerfen werde.

„Es wird keine öffentliche Aufgabe oder Dienstleistung geben, deren Qualität sich unter dem neuen System verschlechtern wird“, sagte Vitézy und fügte hinzu, dass zahlreiche Stellen, die er als unnötige „Pfründe“ bezeichnete, gestrichen worden seien.

Der Minister stellte diesen Schritt zudem als einen grundlegenden Wandel in der Verwaltung öffentlicher Vermögenswerte dar und erklärte, dass Vermögenswerte, die aus öffentlichen Mitteln stammten, nun an den Staat zurückflössen.

Das KEKVA-System war Gegenstand eines langjährigen EU-Streits

Die Stiftungen wurden ursprünglich unter der vorherigen Fidesz-Regierung gegründet, doch Vitézy hat das System scharf kritisiert und argumentiert, es habe eine unzureichend transparente Verwaltung von Staatsvermögen und öffentlichen Mitteln ermöglicht.

Er behauptete, die Vorstände der Stiftungen bestünden größtenteils aus Fidesz-Politikern und das System sei darauf ausgelegt, die Kontrolle über das Vermögen auch nach einem möglichen Regierungswechsel in den Händen von Personen zu belassen, die mit der ehemaligen Regierungspartei verbunden seien.

Das KEKVA-System stand zudem im Mittelpunkt eines langjährigen Streits zwischen Ungarn und der Europäischen Kommission. Die Kommission hatte die Präsenz von Politikern in den Vorständen der Stiftungen sowie deren Verwaltung staatlicher Vermögenswerte kritisiert, wobei Reformen des Systems zu einer der Bedingungen für die Freigabe von EU-Mitteln wurden.

Vitézy argumentierte, die vorherige Regierung habe sich trotz der Konsequenzen für den Zugang Ungarns zu EU-Mitteln geweigert, das System abzubauen.

Die Tisza-Regierung bezeichnet die Reform als großen Erfolg

Laut Vitézy hat das neu gewählte Parlament bereits wenige Wochen nach seiner Bildung ein Gesetz zur Auflösung aller KEKVAs verabschiedet, wodurch die aus öffentlichen Mitteln finanzierten Vermögenswerte anschließend an den Staat zurückflossen. Er bezeichnete den Abschluss dieses Prozesses als großen Erfolg für die neue Tisza-Regierung, die Anfang dieses Jahres ihr Amt antrat.

„Das undurchsichtige KEKVA-System wurde abgeschafft, staatliches Vermögen wurde zurückgewonnen und EU-Mittel wurden nach Deutschland zurückgeführt“, sagte Vitézy.

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