Die ungarische Regierung erhöht die Mindestrente, doch diese bleibt weiterhin sehr niedrig

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Ab dem 1. Januar wird die staatliche Mindestrente auf 120.000 Forint angehoben, wie Ministerpräsident Péter Magyar am Donnerstag bekanntgab und dabei auf seiner Facebook-Seite den am Vortag gefassten Beschluss der Regierung darlegte.
In einem Video wies Péter Magyar darauf hin, dass diese Maßnahme für mehrere hunderttausend ältere Menschen eine erhebliche Erhöhung bedeuten werde, wodurch sich die Rente vieler Empfänger verdoppeln werde. Er erinnerte daran, dass die Mindestrente seit 2008 unverändert bei 28.500 Forint geblieben sei, wie MTI berichtete.

„Es gibt Schulden, die sich nicht in Forint zurückzahlen lassen. Eine solche Schuld hat die Nation gegenüber jenen, die jahrzehntelang gearbeitet, Kinder großgezogen, ihre Eltern gepflegt und Ungarn durch seine schwierigsten Zeiten begleitet haben“, sagte der Ministerpräsident. Er fügte hinzu, dass diese Schuld niemals vollständig beglichen werden könne, jede Regierung jedoch durch ihre Entscheidungen zeigen könne, wie sehr sie ältere Menschen schätze.
„Während der 15-jährigen Amtszeit der Orbán-Regierung sind wir an einem Punkt angelangt, an dem fast eine Million unserer älteren Mitbürger in großer Not leben“, sagte Péter Magyar. Er erinnerte daran, dass die Tisza-Partei bereits vor der Wahl versprochen hatte, die Mindestrente auf 120.000 Forint anzuheben und die niedrigsten Renten gezielt zu erhöhen.

Er fügte hinzu, dass die Befreiung verschreibungspflichtiger Medikamente von der Mehrwertsteuer sowie die Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Brennholz von 27 Prozent auf 5 Prozent ebenfalls Hunderttausenden „unserer am meisten vergessenen älteren Landsleute“ helfen würden, ein Leben in Würde zu führen. Die Tisza-Partei habe weitere Zusagen in Bezug auf ältere Menschen und Renten gemacht, und die Vorbereitungen für deren Umsetzung seien bereits angelaufen, erklärte der Ministerpräsident.
„Die Orbán-Regierung hat Ungarn in einer tragischen wirtschaftlichen und finanziellen Lage hinterlassen. Wir haben ein riesiges Defizit und einen ruinierten, ausgelaugten Haushalt geerbt. Unter solchen Umständen beginnt ein menschenwürdiges Land damit, dort Hilfe anzubieten, wo sie am dringendsten benötigt wird“, sagte Péter Magyar. Er betonte, dass eine Rente weder ein Geschenk noch ein Gefallen sei. „Nach einem Leben voller Arbeit haben unsere älteren Landsleute ein Recht auf Sicherheit, Respekt und Würde.“
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