Die Zugliget-Sesselbahn in Budapest wird modernisiert: Geschichte, Modernisierungsmaßnahmen und Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

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Die Zugliget-Sesselbahn in Budapest, auf Ungarisch als „Libegő“ bekannt, ist eine der stimmungsvollsten Möglichkeiten der Hauptstadt, den Lärm der Stadt hinter sich zu lassen. Die zwischen Zugliget und dem János-Hügel in den Budaer Hügeln verkehrende Freiluft-Sesselbahn befördert seit 1970 Generationen von Fahrgästen über die Baumwipfel hinweg und bietet eine gemächliche, landschaftlich reizvolle Fahrt zu einem der bekanntesten Aussichtspunkte Budapests.
Eine beliebte Budapester Attraktion hoch über den Baumwipfeln
Die Zugliget-Sesselbahn war Ungarns erste Personenseilbahn und wurde schnell zu weit mehr als nur einer praktischen Verkehrsverbindung. Sie wurde am 20. August 1970 für die Öffentlichkeit eröffnet und hat sich seitdem zu einer der bekanntesten Freizeitattraktionen der Stadt entwickelt.
Die Strecke ist 1.040 Meter lang und verbindet Zugliget mit dem János-Hügel-Gebiet, wobei ein Höhenunterschied von 262 Metern überwunden wird. Die Fahrt dauert etwa 12 Minuten, wobei die Fahrgäste in Zweisitzer-Sesseln entlang eines 2.600 Meter langen Seils befördert werden.
Für internationale Besucher ist die Zugliget-Sesselbahn sowohl als Teil der Budapester Verkehrsgeschichte als auch als klassisches Erlebnis in den Budaer Hügeln sehenswert. Es handelt sich nicht um eine schnelle Pendlerstrecke, sondern um eine ruhige Fahrt unter freiem Himmel durch einen der grünsten Teile der ungarischen Hauptstadt.
Modernisierung der Zugliget-Sesselbahn: Was wird sich ändern?
Nun soll die Seilbahn eine technische Modernisierung erfahren. Laut „Magyar Építők“ hat die Budapester Verkehrsgesellschaft das öffentliche Vergabeverfahren für die Sanierung der streckenseitigen Anlagen der Zugliget-Sesselbahn abgeschlossen.
Den Zuschlag erhielt die Gravitas Bányagépészeti Vizsgáló Állomás Kft., die die Arbeiten für einen Nettobetrag von 108,06 Millionen HUF, umgerechnet etwa 304.000 Euro, ausführen wird.
Im Mittelpunkt der Modernisierung stehen laut „Magyar Építők“ die technischen Systeme hinter der Seilbahn, nicht die Veränderung ihres nostalgischen Charakters. Das Projekt umfasst die Sanierung von 17 Stahlstütztürmen, 16 Stahlbetonfundamenten und deren Entwässerungssystemen. Auch die Rollenbaugruppen, die für den Seillauf unerlässlich sind, werden vor Ort saniert.
Sicherheits- und Fahrgastinformationssysteme sollen modernisiert werden
Die Arbeiten umfassen zudem mehrere Steuerungs- und Signalanlagen entlang der Strecke. Die Steuerungs- und Signalkabelschränke werden erneuert, während Seilpositionssensoren und Bedieneinheiten entlang der Strecke sowie an den Stationen ebenfalls saniert werden.
Im Rahmen des Projekts werden 40 Weicheneinsätze in explosionsgeschützter Ausführung ausgetauscht. Das Fahrgastinformationssystem wird ebenfalls verbessert, wobei sowohl entlang der Strecke als auch an den Bahnhöfen neue wetterfeste Lautsprecher installiert werden.
Auch die Beleuchtungsanlage an der Endstation wird modernisiert. Dies ist für das sichere Ein- und Aussteigen von großer Bedeutung, zumal die Zugliget-Sesselbahn nach wie vor eine Freiluftattraktion ist, die fast das ganze Jahr über von Familien, Touristen und Wanderern genutzt wird.
Spaziergang zum Elisabeth-Aussichtspunkt nach der Fahrt
Die Fahrt mit dem Sessellift ist bereits ein rundum gelungenes Budapest-Erlebnis, doch die Bergstation ist auch ein guter Ausgangspunkt für einen kurzen Spaziergang. Eine der besten Möglichkeiten ist es, in Richtung des Elisabeth-Aussichtsturms auf dem János-Hügel weiterzugehen.

Der János-Hügel ist mit 528 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Punkt Budapests, und der Aussichtsturm gehört zu den berühmtesten Aussichtspunkten der Hauptstadt. An klaren Tagen können Besucher von dort aus weite Teile Budapests, die Budaer Hügel und die umliegende Landschaft überblicken.
Auch Normafa ist einen Abstecher wert
Eine weitere einfache Möglichkeit ist ein Spaziergang in Richtung Normafa, einer der beliebtesten Grünanlagen Budapests. Das Gebiet eignet sich ideal für ein Picknick, einen Familienausflug, einen längeren Spaziergang oder einfach eine Auszeit vom Stadtzentrum.
Eine klassische Route könnte ganz einfach aussehen: Nehmen Sie die Zugliget-Seilbahn von Zugliget aus nach oben, spazieren Sie zum Elisabeth-Aussichtspunkt, gehen Sie dann weiter in Richtung Normafa und kehren Sie anschließend mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt zurück. Für Besucher, die eine andere Seite von Budapest kennenlernen möchten, ist dies eine der einfachsten Möglichkeiten, Verkehrsgeschichte, Natur und Panoramablicke in einem einzigen Ausflug zu verbinden.
Bei der Sanierung geht es daher nicht nur um die Instandhaltung eines bekannten Teils der Budapester Infrastruktur. Es geht auch darum, eines der reizvollsten Naturerlebnisse der Stadt zu bewahren und die Zugliget-Sesselbahn für künftige Fahrgastgenerationen sicher und zuverlässig zu erhalten.
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Anreise und Ticketpreise
Die Talstation der Zugliget-Sesselbahn befindet sich in 1121 Budapest, Zugligeti út 97. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die einfachste Möglichkeit der Bus 291 vom Bahnhof Nyugati, da dessen Endhaltestelle direkt vor der Talstation liegt. Besucher, die mit dem Auto anreisen, sollten ebenfalls die Zugligeti út ansteuern. Die BKV weist jedoch darauf hin, dass das Parken direkt gegenüber der Treppe an der Talstation verboten ist; Autofahrer sollten daher den Hinweisschildern vor Ort folgen.
Preise bei der Zugliget-Sesselbahn
Ein Einzelfahrschein zum Vollpreis kostet 3.000 HUF, umgerechnet etwa 8,50 Euro, während eine Hin- und Rückfahrkarte 4.000 HUF, also rund 11,30 Euro, kostet. Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren zahlen 1.000 HUF (ca. 2,80 Euro) für eine einfache Fahrt und 1.500 HUF (ca. 4,20 Euro) für eine Hin- und Rückfahrt. Studentenfahrkarten für Fahrgäste im Alter von 15 bis 25 Jahren kosten 1.500 HUF (etwa 4,20 Euro) für eine einfache Fahrt und 2.500 HUF (etwa 7,10 Euro) für eine Hin- und Rückfahrt. Kinder unter drei Jahren dürfen den Sessellift kostenlos nutzen.
Weitere Sessellifte außerhalb von Budapest
In Ungarn gibt es auch außerhalb von Budapest mehrere weitere Sessellifte, darunter beliebte Strecken in Lillafüred, Sátoraljaújhely, Eplény und in der Region Mátra. Einige dienen hauptsächlich als Touristenattraktionen, während andere an Skigebiete angebunden sind und möglicherweise nur saisonal in Betrieb sind; daher sollten Besucher vor ihrer Anreise stets die Öffnungszeiten überprüfen.
Wie wir heute über den Flughafen Budapest berichteten, könnten ein neues Straßennetz und eine Überführung die Anbindung an Ungarns wichtigsten Flughafen neu gestalten.

