Diese Schulkinder in Ungarn könnten über 280 Euro als Unterstützung zum Schulanfang erhalten

Sprache ändern:

Ungarn wird eine Schulanfangsbeihilfe in Höhe von 100.000 HUF (etwa 281 Euro) für Kinder aus bedürftigen Familien einführen, wie Ministerpräsident Péter Magyar auf Facebook bekannt gab.

Die Maßnahme soll die finanzielle Belastung durch das neue Schuljahr verringern, darunter die Kosten für Schulranzen, Schreibwaren, Schuhe und andere Grundausstattungsgegenstände. Laut Magyar machen sich Hunderttausende Eltern in Ungarn Sorgen darüber, wie sie die mit dem Schuljahresbeginn verbundenen Ausgaben bestreiten sollen.

Magyar erklärte, die Regierung wolle nicht noch ein weiteres Jahr warten, bevor sie das Programm auflege, auch wenn der Aufbau eines neuen Unterstützungssystems eine komplexe Aufgabe sei. Aus diesem Grund werde die Anspruchsberechtigung an bestehende Kategorien geknüpft, bei denen der ungarische Staat bereits festgestellt hat, dass eine Familie oder ein Kind auf Unterstützung angewiesen ist.

Wer erhält die Unterstützung zum Schulbeginn?

Der Ankündigung zufolge hat jedes Kind im schulpflichtigen Alter, das regelmäßig Kinderschutzgeld bezieht, automatisch Anspruch auf die Schulanfangsbeihilfe in Höhe von 100.000 HUF.

Die Regelung gilt auch für Kinder, die aufgrund einer Langzeiterkrankung oder einer schweren Behinderung eine erhöhte Familienbeihilfe erhalten. Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind ebenfalls anspruchsberechtigt, ebenso wie Jugendliche, die am ungarischen „Dobbantó“-Programm und an der „Workshop-Schule“ teilnehmen.

Für internationale Leser: Das „Dobbantó“-Programm und der „Workshop School“-Weg sind ungarische Formate der beruflichen Bildung und Nachholbildung, die darauf abzielen, jungen Menschen, die im regulären Bildungssystem Schwierigkeiten hatten, dabei zu helfen, Fähigkeiten zu erwerben und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Kinder, die in Einelternfamilien aufwachsen, werden ebenfalls einbezogen. Darüber hinaus haben Kinder, die in Kinderheimen oder bei Pflegeeltern leben, Anspruch auf diese Unterstützung.

Die Zahlungen erfolgen in zwei Tranchen

Die erste Rate in Höhe von 50.000 HUF (etwa 140 EUR) wird bis zum 24. August vom ungarischen Finanzministerium überwiesen. Dieser Zeitpunkt soll Familien vor Beginn des Schuljahres helfen, da die Haushaltsausgaben zu dieser Zeit oft stark ansteigen.

Die zweite Rate in Höhe von 50.000 HUF, ebenfalls etwa 140 EUR, wird im November in Form eines Gutscheins ausgezahlt. Laut Magyar darf der Gutschein ausschließlich für Ausgaben im Zusammenhang mit der Schulbildung des Kindes verwendet werden.

Die Unterstützung ist steuerfrei und kann nicht im Rahmen von Vollstreckungsverfahren gepfändet werden, erklärte der Ministerpräsident. Nach Berechnungen der Tisza-Partei könnten rund 400.000 Kinder von dieser Maßnahme profitieren.

Falls Sie es verpasst haben: Das Erasmus-Programm wird an allen ungarischen Hochschulen wieder eingeführt, verspricht der stellvertretende Vorsitzende der Tisza-Partei

Warum diese Maßnahme in Ungarn von Bedeutung ist

Die Kosten für den Schulanfang sind für einkommensschwache Familien in Ungarn ein immer wiederkehrendes Problem. Obwohl Schulbücher für Schüler im öffentlichen Bildungswesen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, müssen Familien dennoch für viele andere Dinge aufkommen, darunter Hefte, Schreibutensilien, Sportausrüstung, Kleidung und Schuhe.

Die neue Unterstützung zum Schulbeginn wird von der Regierung daher eher als gezielte soziale Maßnahme denn als universelle Familienbeihilfe dargestellt. Durch die Verknüpfung der Anspruchsberechtigung mit bestehenden Sozial- und Bildungskategorien zielt das Kabinett darauf ab, Kinder zu erreichen, die vom Staat bereits als schutzbedürftig oder benachteiligt eingestuft wurden.

Der Gesamtwert der Unterstützung wäre beträchtlich, sollten alle geschätzten anspruchsberechtigten Kinder den vollen Betrag erhalten. Ausgehend von der angegebenen Zahl von 400.000 Kindern würde sich das Programm auf rund 40 Milliarden HUF oder etwa 112 Millionen Euro belaufen.

Regierung: Vorhandene Daten werden die Unterstützung beschleunigen

Magyar erklärte, die Regierung habe sich für bestehende Anspruchsgruppen entschieden, da der Staat in diesen Fällen bereits über die erforderlichen Informationen verfüge. Dies dürfte die Ermittlung der Begünstigten erleichtern und die Auszahlung der ersten Rate noch vor Beginn des Schuljahres ermöglichen.

Die Ankündigung folgt auf frühere Vorbereitungen der Regierung für das Programm zur Unterstützung zum Schulbeginn. Die Maßnahme wurde zuvor als ein Mittel beschrieben, Ungleichheit abzubauen und den Familien zu helfen, die dem finanziellen Druck im September am stärksten ausgesetzt sind.

Es sind möglicherweise noch weitere technische Details erforderlich, wie die Familien den Gutschein im November erhalten werden und welche Anschaffungen genau als schulbezogene Ausgaben gelten. Die wesentlichen Anspruchsvoraussetzungen wurden nun jedoch dargelegt, sodass die Familien mehrere Wochen Zeit haben, sich vorzubereiten, bevor die ersten Zahlungen fällig werden.

Für betroffene Haushalte könnte die Maßnahme eine sofortige Entlastung in einer der finanziell belastendsten Phasen des Jahres bedeuten. Ihre praktischen Auswirkungen werden davon abhängen, wie schnell das ungarische Finanzamt die Zahlungen bearbeiten kann und wie klar die Regeln für den Gutschein vor November kommuniziert werden.

Wie geht es weiter? Schüler der Jahrgangsstufe 13 der Britannica International School erhalten Zulassungsangebote von Spitzenuniversitäten!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *