Einfacher nach Einbruch der Dunkelheit: Budapest erweitert den Nachtverkehr auf zahlreiche weitere Vororte

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Ab dem 1. August wird die Heimfahrt aus Budapest in der Nacht deutlich einfacher, da Ungarn die nächste Phase seines erweiterten Nachtverkehrsnetzes in den Vororten in Betrieb nimmt.

Wie Verkehrsminister Dávid Vitézy bekannt gab, baut diese Maßnahme auf der Fahrplanumstellung vom Juli auf und zielt darauf ab, nach Mitternacht noch mehr Städte und Dörfer an die Hauptstadt anzubinden. Die neuen Verbindungen sind auf die Abfahrtszeiten der letzten U-Bahn-, HÉV- und Zugverbindungen abgestimmt, was reibungslosere Umstiege gewährleistet und die Wartezeiten für Fahrgäste verkürzt, die über die Stadtgrenzen von Budapest hinausreisen.

Neue Direktverbindungen von wichtigen Knotenpunkten

Ein besonderes Highlight ist die Einführung direkter Nachtverbindungen ab Kelenföld. Diese Busse bedienen Biatorbágy und fahren weiter nach Sóskút, Pusztazámor und Etyek. Ab dem 11. August werden zusätzliche Linien von Kelenföld aus Szigethalom, Halásztelek und Tököl anfahren und dort an die U-Bahn-Linie M4 anschließen.

Im Norden Budapests wird eine neue Nachtlinie von Újpest Városkapu bis nach Visegrád verkehren und dabei beliebte Ortschaften am Flussufer wie Szentendre, Leányfalu, Tahitótfalu und Dunabogdány durchqueren.

Bessere Anbindung der nordwestlichen und nordöstlichen Stadtteile

Auch die Verkehrsanbindung im Nordwesten wird verbessert. Von Solymár aus werden Früh- und Nachtbusse nach Pilisszentiván und Pilisszántó verkehren, deren Fahrplan auf die Zugverbindungen abgestimmt ist. Von Pomáz aus werden neue Verbindungen nach Pilisszentkereszt und Csobánka angeboten, die an die letzte H5-HÉV-Verbindung anschließen.

Im Nordosten erhalten Fahrgäste, die vom Verkehrsknotenpunkt „Stadion“ abfahren, Zugang zu Veresegyház und den umliegenden Ortschaften, darunter Szada, Erdőkertes, Őrbottyán und Csomád. Auch die Verbindungen vom Örs vezér tere in Richtung Csömör und Nagytarcsa werden häufiger verkehren.

Die südliche Ausweitung reicht bis nach Dabas

Im südlichen Ballungsraum werden einige der umfangreichsten Verbesserungen vorgenommen. Die Nachtbusse ab Népliget verkehren nun bis nach Dabas und halten unterwegs in Alsónémedi, Ócsa, Inárcs, Kakucs und Újhartyán.

Eine brandneue Direktverbindung wird zudem Budapest mit dem Raum Kiskunlacháza verbinden. Bis zur Eröffnung der Eisenbahnstrecke Budapest–Belgrad werden Busse Dunaharaszti, Taksony, Dunavarsány und Délegyháza anfahren und von dort weiter nach Kiskunlacháza sowie sogar nach Dömsöd fahren. Sobald die Bahnstrecke in Betrieb ist, wird die Route so angepasst, dass sie stattdessen über Bugyi verläuft.

Eine realistische Alternative zum Auto

Laut Vitézy ist das erweiterte System so konzipiert, dass es einfach, berechenbar und gegenüber dem Autoverkehr wettbewerbsfähig ist – selbst nachts. Da voraussichtlich Zehntausende Pendler davon profitieren werden, könnte die schrittweise Einführung die Art und Weise verändern, wie die Bewohner des Großraums Budapest nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs sind.

Der Minister betonte, dass das langfristige Ziel ein zuverlässiges, sicheres und flächendeckendes Nachtverkehrsnetz sei, das den Bedürfnissen der wachsenden Bevölkerung der Region gerecht werde.

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