Erstmaliger Ausbruch der tödlichen Schweinepest in ungarischem Betrieb bestätigt, Behörden verhängen strenge Notfallmaßnahmen

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Die ungarischen Behörden haben den erstmaligen Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einem Hausschweinebestand im Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg bestätigt.

Das Nationale Amt für die Sicherheit der Lebensmittelkette (Nemzeti Élelmiszerlánc-biztonsági Hivatal, Nébih) gab bekannt, dass Labortests das Vorhandensein des Virus in einem kommerziellen Schweinebetrieb bestätigt haben. Bislang war die ASP in Ungarn nur in Wildschweinpopulationen nachgewiesen worden.

Notfallsperrung und Keulung von 3.000 Schweinen

Nach der Bestätigung ordnete der oberste Veterinärbeamte des Landes sofortige Eindämmungsmaßnahmen an. Der betroffene Betrieb (mit etwa 3.000 Schweinen) wurde geschlossen und die Behörden haben mit der Keulung der Herde begonnen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Außerdem wurde eine Schutz- und Überwachungszone um das Gelände eingerichtet und strenge Bewegungsbeschränkungen für Vieh, Fahrzeuge und Personal eingeführt.

Gleichzeitig haben die Behörden eine epidemiologische Untersuchung eingeleitet, um die Quelle der Infektion zu ermitteln und festzustellen, ob bereits eine weitere Übertragung stattgefunden hat.

Eine für den Menschen harmlose, aber für den Viehbestand verheerende Krankheit

Die ASP ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die Schweine und Wildschweine befällt. Während sie für den Menschen kein Risiko darstellt, ist sie für infizierte Tiere fast immer tödlich.

Derzeit gibt es weder einen Impfstoff noch eine Behandlung, so dass Vorbeugung und Eindämmung die einzigen Instrumente zur Kontrolle von Ausbrüchen sind. Experten warnen, dass das Virus aufgrund seiner hohen Übertragbarkeit und seiner wirtschaftlichen Auswirkungen eine der größten Bedrohungen für die Schweinehaltung darstellt.

Die ungarischen Behörden haben alle Tierhalter aufgefordert, die Biosicherheitsvorschriften strikt einzuhalten, einschließlich der Desinfektionsprotokolle und der Zugangsbeschränkungen zu den Betrieben. Sie betonen, dass selbst der indirekte Kontakt mit Wildschweinen das Virus verbreiten kann.

Große wirtschaftliche Sorgen für Ungarns Schweinesektor

Der Ausbruch kommt für die ungarische Viehwirtschaft zu einem heiklen Zeitpunkt. Nach Angaben des Zentralen Statistikamtes gab es im Dezember letzten Jahres rund 2,87 Millionen Schweine in Ungarn, von denen allein im Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg etwa 160.000 gehalten wurden.

Branchenexperten warnen, dass neben den Kosten für die Eindämmung der Seuche die schwerwiegendsten Folgen Exportbeschränkungen und Unterbrechungen in der gesamten Lieferkette sein könnten.

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Regierung schaltet sich ein: Dringendes Branchentreffen einberufen

Als Reaktion auf den Ausbruch hat der Landwirtschaftsminister ein dringendes Treffen mit den Akteuren der Schweinefleischlieferkette einberufen, um die Situation zu bewerten und die Maßnahmen zu koordinieren.

Szabolcs Bóna bezeichnete den Fall als äußerst bedeutsam und wies darauf hin, dass die ASP nun zum ersten Mal bei Hausschweinen in Ungarn nachgewiesen wurde. Er betonte, dass die Situation unter Kontrolle ist und dass der Verzehr von Schweinefleisch weiterhin sicher ist.

Behörden: Vorbeugung ist entscheidend

Die Veterinärbehörden erinnern die Landwirte daran, dass strenge Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen unerlässlich sind, um weitere Ausbrüche zu verhindern. Jede plötzliche Erkrankung, Fieber, Blutungssymptome oder unerklärliche Todesfälle in Schweinebeständen müssen sofort den Tierärzten gemeldet werden.

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