Falschfahrer muss Geldstrafe zahlen, nachdem er auf der Autobahn M6 gegen die Fahrtrichtung gefahren war – VIDEO

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Ein Geisterfahrer aus Csenger fuhr laut Angaben der Polizei des Komitats Tolna mehr als drei Kilometer lang auf der ungarischen Autobahn M6 in der Nähe von Bátaszék im Süden Ungarns gegen die Fahrtrichtung, nachdem er ein Umleitungsschild an einer Baustelle übersehen hatte.
Der 69-jährige Autofahrer war in Richtung Budapest unterwegs, als er auf eine Umleitung stieß, die wegen Instandhaltungsarbeiten in der Nähe der Tunnel im Raum Bátaszék eingerichtet worden war. Trotz eines Schildes, das die vorgeschriebene Fahrtrichtung anzeigte, fuhr der Fahrer geradeaus weiter und geriet so auf die falsche Seite der Autobahn.
Geisterfahrer ignorierte ein verbindliches Richtungsschild
Nach Angabender Polizei gab der Mann später zu, das Schild mit der vorgeschriebenen Fahrtrichtung ignoriert zu haben. Dafür verhängten die Beamten eine Verwaltungsstrafe in Höhe von 78.000 HUF – was nach dem aktuellen offiziellen Wechselkurs etwa 219 Euro entspricht – und trugen vier Strafpunkte in sein Führerscheinregister ein.
Der Fahrer bestritt jedoch Berichten zufolge, wissentlich rechtswidrig in falscher Fahrtrichtung gefahren zu sein. Er behauptete, die Beschilderung an der Umleitung sei unklar gewesen, und erklärte, er habe zunächst nicht verstanden, wie er in die Gegenrichtung geraten sei.
Die Behörden erstatteten Anzeige wegen eines Ordnungswidrigkeitens und leiteten zudem eine Überprüfung seiner Fahrtauglichkeit ein.
Warum das Fahren in falscher Fahrtrichtung besonders gefährlich ist
Für ausländische Leser: Die M6 ist eine der wichtigsten Autobahnen Ungarns und verbindet Budapest mit dem Süden des Landes. Der Abschnitt bei Bátaszék ist Teil einer wichtigen Verkehrsverbindung in Richtung Südungarn und zum kroatischen Grenzgebiet.
Das Fahren in falscher Fahrtrichtung auf Autobahnen gilt als einer der gefährlichsten Verkehrsverstöße, da sich Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit nähern können und nur sehr wenig Zeit zum Reagieren bleibt. Schon wenige Sekunden Fahrt gegen den Verkehrsfluss können eine potenziell tödliche Situation herbeiführen.
Die Polizei des Komitats Tolna forderte die Autofahrer nachdrücklich auf, bei Straßensperrungen und vorübergehenden Umleitungen besondere Vorsicht walten zu lassen. Die Fahrer wurden daran erinnert, sich stets an die Verkehrszeichen und die Anweisungen des Verkehrspersonals zu halten, insbesondere in Bereichen, in denen Baustellenarbeiten stattfinden.
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Ein ähnlicher Fall hat kürzlich Autofahrer in Ungarn schockiert
Der Vorfall auf der M6 folgt auf einen weiteren alarmierenden Fall auf der Schnellstraße M44 am 10. Juni, bei dem eine Frau, die in Richtung Békéscsaba unterwegs war, Berichten zufolge fast 40 Kilometer gegen die Fahrtrichtung fuhr, nachdem sie in der Nähe von Kecskemét auf der falschen Seite auf die Straße gefahren war.
In diesem Fall versuchten andere Autofahrer, sie durch Blinken mit den Scheinwerfern zu warnen, doch Berichten zufolge verstand sie die Signale nicht. Ihre Fahrt endete erst, als ihr Auto eine Panne hatte. Glücklicherweise wurde kein Unfall gemeldet.
Die beiden Fälle verdeutlichen, wie wichtig es ist, an Autobahnauffahrten, Kreuzungen und vorübergehenden Umleitungen besonders aufmerksam zu sein. Die Polizei warnt regelmäßig davor, dass ein Fahrer, der bemerkt, dass er in die falsche Richtung fährt, keine riskanten Manöver versuchen sollte, sondern an der sichersten Stelle anhalten, die Warnblinkanlage einschalten, das Fahrzeug gegebenenfalls verlassen und den Rettungsdienst alarmieren sollte.
Die Polizei warnt Autofahrer, bei Umleitungen wachsam zu bleiben
Vorübergehende Verkehrsregelungen können verwirrend sein, insbesondere in der Nähe von Baustellen auf Autobahnen, doch die Fahrer sind weiterhin dafür verantwortlich, den Verkehrszeichen und Fahrbahnmarkierungen zu folgen. Die Behörden weisen darauf hin, dass Autofahrer bei der Annäherung an Umleitungen ihre Geschwindigkeit verringern und es vermeiden sollten, sich ausschließlich auf ihre Gewohnheiten oder Navigations-Apps zu verlassen.
Der jüngste Vorfall endete zwar ohne Zusammenstoß, doch die Polizei betonte, dass das Fahren in falscher Richtung innerhalb weniger Augenblicke tragische Folgen haben kann. Gegen den Fahrer wird nun ein weiteres Verfahren eingeleitet, während die Überprüfung seiner Fahrtauglichkeit darüber entscheiden könnte, ob er seinen Führerschein behalten darf.
Wie wir bereits berichteten, sollen neue Geschwindigkeitskontrollkameras und 30-km/h-Zonen die Hauptstadt durchkämmen

